Ein etwas anderer Fund... Opferstein

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  • Sorgnix
    Admin

    • 30.05.2000
    • 26224
    • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
    • Große Nase, Augen, Ohren, Merlin, Whites XLT, Tesoro, Nokta Impact, Rutus, Minelab XTerra, OGF-L, UW 720C, Mariscope Spy, Chasing M2 Pro ...

    #31
    Nun ja, ... die Klippe (mit dem Pferdehuf) liegt da halt einfach so im Grase ...

    Sagen und Legenden gibt es viele. Der wahre Hintergrund wird wohl die Schlacht gewesen sein. Der Rest ist im Nachhinein verklärte Geschichte, um dem lieben König noch ein wenig mehr Wichtigkeit zu verleihen ...

    Schaut man die alte Kirche an, schaut auf die Laibungen der Fenster in der Giebelwand, so wirken die "original". So, wie zur Entstehungszeit die Mauertechnik eben war.
    Schaut man auf die traufseitige Fassade mit Fenstern und Tür, so erkennt man glatte Laibungen aus behauenen (Sand?)-Steinen. Eine Nachträgliche Arbeit. Renovierung, Neugestaltung, Modernisierung oder anderes. Aber eben nicht mehr aus der ursprünglichen Bauzeit stammend.

    Folglich tippe ich beim "Pferdefuß" Stein mal auf so etwas wie die Fußplatte für die Aufnahme des Drehzapfens einer alten Tür bzw. eines Tores. Muß nicht von der Kirche sein, kann auch von anderem Gebäude in der Nähe.
    Die neue Türlaibung dürfte aber auf jeden Fall eine etwas "dichtere" Tür einzubauen ermöglicht haben. Heizung war in solchen Buden auch damals schon ein Argument ...


    Gruß
    Jörg


    Anbei ein Vergleichsbildchen
    (Quedlingburg - kein Original, eher nach der Sanierung - aber es soll ja nur das System verdeutlichen )
    Angehängte Dateien
    Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
    zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

    (Heiner Geißler)

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    • aquila
      Heerführer


      • 20.06.2007
      • 4522
      • Büttenwarder

      #32
      Laut Wikipedia erfolgte die Ortsgründung (nicht Nennung) "erst" 1160. Otto I. hat jedoch bereits im 10. Jahrhundert gelebt. Daher denke ich auch, dass es sich um eine frühe Urban Legend handelt.

      Findet man denn in alten Sagenbüchern Hinweise auf die Steine oder ist das eher regional bekannt?

      LG Aquila
      Ich sehe verwirrte Menschen.

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      • Büffel
        Landesfürst

        • 08.09.2003
        • 946
        • ...
        • Garrett Euroace + AT Pro

        #33
        Zitat von aquila
        Laut Wikipedia erfolgte die Ortsgründung (nicht Nennung) "erst" 1160. Otto I. hat jedoch bereits im 10. Jahrhundert gelebt. Daher denke ich auch, dass es sich um eine frühe Urban Legend handelt.

        Findet man denn in alten Sagenbüchern Hinweise auf die Steine oder ist das eher regional bekannt?

        LG Aquila
        Da ist der Askanier Otto I.(1128-1184) gemeint, Sohn von Albrecht dem Bären.
        Es waren aber auch viele Ottos unterwegs damals

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        • aquila
          Heerführer


          • 20.06.2007
          • 4522
          • Büttenwarder

          #34
          Zitat von Büffel
          Da ist der Askanier Otto I.(1128-1184) gemeint, Sohn von Albrecht dem Bären.
          Es waren aber auch viele Ottos unterwegs damals
          Oh... Na dann mags anders aussehen.

          Es gab ja auch zwei Heinriche die Löwen

          Danke für die Richtigstellung

          LG Aquila
          Ich sehe verwirrte Menschen.

          Kommentar

          • wobo
            Heerführer


            • 12.03.2013
            • 1192
            • Uelzen

            #35
            Hallo Leute
            Die "Roßtrappe" halte ich ebenfalls für ein Drehlager, die 2 Löcher in dem Findling sind Bohrlöcher
            um ihn zu teilen, man kann solche Spuren am "Gördeschlacht-Denkmal" sehen, für das Fundament
            wurde ein richtig großer Brocken zerlegt...

            Einen echten "Opferstein" stellt meiner Meinung nach der Deckstein des Großstein-Grabes in
            Stöckheim (Altmark) dar, seine Lage wurde wahrscheinlich zu diesem Zweck nachträglich verändert.
            Auf der (nachträglich abgeflachten) Oberseite kann man ein Tier (einen Menschen) so ausrichten,
            das daß Blut (wenn man ihm die Kehle durchschneidet) in die eingearbeitete Rinne läuft und dann aufgefangen
            werden kann...

            Gruß wobo
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            • BastiSDL
              Heerführer


              • 01.02.2008
              • 2508
              • Antiqua Marchia
              • Teknetics G2

              #36
              @Jörg Danke für den Hinweis! Das dürfte den Verwendungszweck der Roßtrappe sehr nahe kommen!

              Die Findlingsmauer ist mit dem Bau der Kirche in der zweiten Hälfte des 13. Jhd. entstanden. Ich gehe davon aus, dass der Lochstein schon lange vorhanden war und einfach verbaut wurde. Eine Interpretation geht in Richtung Haltevorrichtung/ "Pfostenlöcher" für rituelle bronzene Standgefäße. So werden auch die drei Löcher der Roßtrappe in Thale erklärt (die übrigens mit 10 cm fast genau die selbe Tiefe besitzen, wie die Bohrungen in der Findlingsmauer!).
              Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
              (Henry Ford)

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              • BastiSDL
                Heerführer


                • 01.02.2008
                • 2508
                • Antiqua Marchia
                • Teknetics G2

                #37
                Weiter geht's mit einem "Opferbecken" an den berühmten Schnarcherklippen nahe Schierke (Landkreis Harz).
                Das Becken selber ist unzugänglich, da es sich auf einem Felsvorsprung befindet und nur vom obersten Punkt der Schnarcherklippen aus zu sehen ist. Wie tief das "Becken" ist kann ich nicht sagen, da es fast zugewachsen ist.
                Falls jemand weiterführende Informationen über diesen vorgeschichtlichen Kultplatz hat - her damit!

                Seh die Bäume hinter Bäumen,
                Wie sie schnell vorrüberrücken,
                Und die Klippen, die sich bücken,
                Und die langen Felsennasen,
                Wie sie schnarchen, wie sie blasen.


                (Goethe, Faust I)
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                Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
                (Henry Ford)

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                • BastiSDL
                  Heerführer


                  • 01.02.2008
                  • 2508
                  • Antiqua Marchia
                  • Teknetics G2

                  #38
                  Nabend,

                  zwei Schälchensteine aus der Ostaltmark. Die Erklärungsversuche für die Steinchen sind mindestens genauso spannend...

                  Lasst den Thread nicht einschlafen, zeigt her Eure "Opfersteine".
                  Angehängte Dateien
                  Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
                  (Henry Ford)

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                  • BastiSDL
                    Heerführer


                    • 01.02.2008
                    • 2508
                    • Antiqua Marchia
                    • Teknetics G2

                    #39
                    Langsam gehen mir die Bilder aus...

                    Ein beeindruckender Opferstein mit Swastika aus Thale (Hexentanzplatz).
                    Der Stein steht heute im Eingangsbereich der Walpurgishalle und wurde 1901. auf dem Hexentanzplatz gefunden.
                    Angehängte Dateien
                    Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
                    (Henry Ford)

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                    • erdblank
                      Landesfürst


                      • 06.03.2008
                      • 764
                      • bayern

                      #40
                      Hallo,
                      das hab ich vor ein paar Jahren mal gepostet.

                      Gruß Erdblank

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                      • BastiSDL
                        Heerführer


                        • 01.02.2008
                        • 2508
                        • Antiqua Marchia
                        • Teknetics G2

                        #41
                        Zitat von erdblank
                        Hallo,
                        das hab ich vor ein paar Jahren mal gepostet.

                        http://www.schatzsucher.de/Foren/sho...t=Schalenstein
                        Spannender Schälchenstein, der Link ist auch interessant!
                        Im Muster angeordnete Schälchen und ursprünglich mobil... Ich find sowas toll.
                        Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
                        (Henry Ford)

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                        • aquila
                          Heerführer


                          • 20.06.2007
                          • 4522
                          • Büttenwarder

                          #42
                          Dieses Bild hatte ich mal im Bilderrätsel eingestellt - wo es auch sofort gelöst wurde.

                          Es ist die Boitiner "Brautlade", die Ihr Euch aufgerichtet als Menhir vorstellen müsst.

                          Ein Opferstein im herkömmlichen Sinne war er sicher nicht. Welchen Sinn er einmal hatte oder ob überhaupt einen... Niemand weiß es.

                          Die Originale sind auf wundersame Weise von all meinen Datenträgern verschwunden.


                          LG Aquila
                          Angehängte Dateien
                          Ich sehe verwirrte Menschen.

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                          • BastiSDL
                            Heerführer


                            • 01.02.2008
                            • 2508
                            • Antiqua Marchia
                            • Teknetics G2

                            #43
                            Hier ein weiterer Findling mit mindestens 8 sogenannten Schälchen über den Stein verteilt.
                            Der Findling wurde Anfang der 90er bei dem Bau eines Einfamilienhausen aus der Erde geborgen und ziert nun eine Weggabelung in der Ortschaft.

                            Lasst mal ein paar Theorien hören! Ich finde diese Schälchen höchst interessant.
                            Laut Lehrmeinung sind die Schälchen wohl im Endneolithikum bis frühe Bronzezeit in die Steinchen gepinkert worden. Erkenntnisse zu Sinn und Funktion gibt es keine!

                            Bei den angefügten Bildern scheiden die trivialsten Ideen für die Verwendung dieser Vertiefungen in Form von Mörserlöchern, Opferschälchen und Feuerbohrstellen schon mal klar aus.
                            Angehängte Dateien
                            Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
                            (Henry Ford)

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                            • wobo
                              Heerführer


                              • 12.03.2013
                              • 1192
                              • Uelzen

                              #44
                              Zitat von BastiSDL
                              Lasst mal ein paar Theorien hören! Ich finde diese Schälchen höchst interessant.
                              Na ja,...manchmal gibt es auch ganz simple Erklärungen, wenn man bedenkt, daß sich Bäche durch
                              Gebirge "fressen", dann könnte dieser Kiesel zB, auch mal einige 100 Jahre an einer Stelle gelegen haben,
                              wo Wasser von oben heruntergetropft ist und so die Vertiefungen auf natürliche Weise (und völlig Planlos)
                              entstanden sind.

                              Gruß Wolf...

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                              • aquila
                                Heerführer


                                • 20.06.2007
                                • 4522
                                • Büttenwarder

                                #45
                                Zitat von wobo
                                Na ja,...manchmal gibt es auch ganz simple Erklärungen, wenn man bedenkt, daß sich Bäche durch
                                Gebirge "fressen", dann könnte dieser Kiesel zB, auch mal einige 100 Jahre an einer Stelle gelegen haben,
                                wo Wasser von oben heruntergetropft ist und so die Vertiefungen auf natürliche Weise (und völlig Planlos)
                                entstanden sind.

                                Gruß Wolf...
                                So etwas kommt vor. Hier haben wir es aber aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem System zu tun. Dazu kommen diese Schälchen zu oft vor, sind in harten Granit getrieben und werden oft auch durch andere Symbole ergänzt.

                                Siehe etwa hier: KLICK

                                Sehr oft finden sich die Schälchen auf Abdecksteinen von Steingräbern. Sollten sie vielleicht den Sternenhimmel abbilden?

                                Schwierig oder unlösbar ist die Frage nach der Zeitstellung. Niemand kann sagen in welchem Zeitraum die Vertiefungen oder Rädchen eingehauen wurden.


                                LG Aquila
                                Ich sehe verwirrte Menschen.

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