Ein etwas anderer Fund... Opferstein

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  • BastiSDL
    Heerführer


    • 01.02.2008
    • 2508
    • Antiqua Marchia
    • Teknetics G2

    #46
    Zitat von aquila
    So etwas kommt vor. Hier haben wir es aber aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem System zu tun. Dazu kommen diese Schälchen zu oft vor, sind in harten Granit getrieben und werden oft auch durch andere Symbole ergänzt.

    Siehe etwa hier: KLICK

    Sehr oft finden sich die Schälchen auf Abdecksteinen von Steingräbern. Sollten sie vielleicht den Sternenhimmel abbilden?

    Schwierig oder unlösbar ist die Frage nach der Zeitstellung. Niemand kann sagen in welchem Zeitraum die Vertiefungen oder Rädchen eingehauen wurden.


    LG Aquila
    Wenn sich die Schälchen ausschließlich auf den Deckplatten der Megalithgräber befinden würden, fände ich die Sternhimmeltheorie nicht abwegig. Diese Schälchen treten aber auch sehr häufig einzeln auf. Zudem oft, wie von mir gepostet, auf verschiedenen Seiten der Findlinge.
    Abbildungen der Gestirne scheiden daher für mich aus.

    Das Phänomen der Schalen- oder Napfsteine finden wir kontinetalübergreifend. Wo wir bei der Frage wären, wie weit hier die Kulturen miteinander in Verbindung standen oder ob diese Vertiefungen einen mehr oder weniger praktischen Grund hatten, die gleichermaßen ab einer gewissen Entwicklungsstufe eine Erfindung der Schalen quasi notwendig machte.
    Besondere Mühe hat man sich offensichtlich bei der Halbkugelform gegeben. Es wurde ja keine "simple" Pickgrube gepinkert, wie wir sie von den Pickgrubenartefakten her kennen.
    Die Schälchen sind oft ziemlich perfekt halbkugelförmig und die Innenflächen meistens glatt poliert/ geschliffen.
    Bei der Frage der Datierung gebe ich Dir recht. Wie sich die Wissenschaft auf eine überwiegende frühbronzezeitliche Datierung geeinigt hat ist mir schleierhaft.
    Zuletzt geändert von BastiSDL; 05.05.2014, 23:01.
    Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
    (Henry Ford)

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    • aquila
      Heerführer


      • 20.06.2007
      • 4522
      • Büttenwarder

      #47
      Heute haben wir eine kleinere Rundfahrt durch Mecklenburg gemacht. Dabei ist mir die Zerniner Dorfkirche aufgefallen, die wohl ein frühes Beispiel der deutschen Besiedlung nach 1160 darstellt. Man beachte die unbehauenen Feldsteine.

      Sehr schön zu erkennen ist der Rillenstein. Wie wir so da standen, kam ein netter Herr mit Schlüssel von der Kirchengemeinde und gab uns interessante Informationen über das Gebäude in- und auswändig..

      Die allgemeine Meinung über Rillensteine ist wohl die, das es sich um Opfersteine zur Blutableitung handelt.

      Ich mag dem nicht ganz folgen.

      LG Aquila
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      Ich sehe verwirrte Menschen.

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      • BastiSDL
        Heerführer


        • 01.02.2008
        • 2508
        • Antiqua Marchia
        • Teknetics G2

        #48
        So soll das hier laufen! Toller Beitrag!

        Ein überaus eindrucksvoller Rillenstein... Ein waches Auge hast du bewiesen!

        Interessant, dass die Erbauer der Kirche den Stein nicht zerstört haben. Es war üblich Sühnekreuze oder Grabplatten, die auf der Baustelle gestanden haben, in den Kirchenbau zu integrieren. Die frühen Christen scheinen dem Rillenstein noch immer hohe Bedeutung zugemessen zu haben...
        Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
        (Henry Ford)

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        • Zappo
          Heerführer


          • 28.04.2006
          • 2431
          • Baden

          #49
          also ich will auch:

          Zu sehen gibts ne Opferschale auf dem Orensfelsen in RP, Opferschale aus der Nähe von Niederbronn (Elsaß) und ein Näpfchenstein auf der Alpe Pra im Val grande /Lago maggiore (ein ganz klein bisschen höher gelegen als das Ufercafe) Wer mal hinkommt: So geil : http://www.mountainzones.com/2010/07...rk-val-grande/

          Gruß Zappo
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          • BastiSDL
            Heerführer


            • 01.02.2008
            • 2508
            • Antiqua Marchia
            • Teknetics G2

            #50
            Tolle Bilder!
            Die Schälchen auf dem letzten Stein wurden miteinander verbunden - erinnert schon stark an Sternenbilder...
            Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
            (Henry Ford)

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            • wobo
              Heerführer


              • 12.03.2013
              • 1192
              • Uelzen

              #51
              Zitat von aquila
              Dieses Bild hatte ich mal im Bilderrätsel eingestellt - wo es auch sofort gelöst wurde.

              Es ist die Boitiner "Brautlade", die Ihr Euch aufgerichtet als Menhir vorstellen müsst.

              Ein Opferstein im herkömmlichen Sinne war er sicher nicht. Welchen Sinn er einmal hatte oder ob überhaupt einen... Niemand weiß es.


              LG Aquila
              Hallo Leute
              Ich hatte ja schon einige mal geschrieben, daß ich diese Art Löcher für die Arbeit eines Steinmetzes halte,
              um den Stein zu teilen. Auf einer Moppet-Tour habe ich in einem "Findlings-Park" folgende Bilder gemacht...

              Gruß Wolf...
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              • BastiSDL
                Heerführer


                • 01.02.2008
                • 2508
                • Antiqua Marchia
                • Teknetics G2

                #52
                Die Löcher der Boitiner Brautlade sind ja auch neuzeitlich in den Stein getrieben worden.
                Die Menhire sind allerdings Teil einer vorgeschichtlichen Anlage.
                Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
                (Henry Ford)

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                • ghostwriter
                  Moderator

                  • 24.09.2003
                  • 12048
                  • Großherzogtum Baden
                  • Suchnadeln

                  #53
                  schonacher schalensteinweg

                  nette interessante geschichte!?
                  falls jemand mal in der ecke ist ...
                  Zuletzt geändert von ghostwriter; 25.04.2021, 10:09. Grund: link repariert

                  ich lasse mir nicht in meinem gehirn rumwühlen,
                  … ich lasse mir nicht meine kleine show stehlen!?

                  dr. koch - "1984"
                  😲

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                  • wobo
                    Heerführer


                    • 12.03.2013
                    • 1192
                    • Uelzen

                    #54
                    @ ghost...: Danke für den Link...

                    Gruß Wolf...

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                    • BastiSDL
                      Heerführer


                      • 01.02.2008
                      • 2508
                      • Antiqua Marchia
                      • Teknetics G2

                      #55
                      Zitat von wobo
                      @ ghost...: Danke für den Link...
                      Dem schließe ich mich uneingeschränkt an! Toller Link - heftiger Stoff
                      Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
                      (Henry Ford)

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                      • wobo
                        Heerführer


                        • 12.03.2013
                        • 1192
                        • Uelzen

                        #56
                        Hallo Leute
                        Durch meine Enkel (Geo-Cacher) habe ich den "Plumbohmer-Opferstein" gefunden
                        N 53°07.035 E 10°57.149

                        Gruß Wolf...
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                        • BastiSDL
                          Heerführer


                          • 01.02.2008
                          • 2508
                          • Antiqua Marchia
                          • Teknetics G2

                          #57
                          Den Thread mal wieder nach oben bugsiert.


                          Zu sehen ist die "Roßtrappe" bei Thale im Harz. Wohl einer der bekanntesten und eindrucksvollsten "Opfersteine" Deutschlands.

                          Die Roßtrappe ist mit einer interessanten Sage verknüpft:

                          Einst lebten im Harz gewaltige Riesen. Einer von ihnen namens Bodo begehrte die schöne Königstochter Brunhilde. Diese wies ihn jedoch ab.
                          Eines Tages war Bodo im Wald unterwegs und traf dort auf Brunhilde, die auf ihrem Pferd ausritt. Der Riese wollte die Prinzessin in seine Gewalt bringen und jagte sie kreuz und quer durch das Gebirge. Er hatte sie bereits fast eingeholt, als sich vor ihnen eine tiefe Schlucht auftat. Brunhilde gab ihrem Pferd die Sporen und sprang mit ihm über das Tal auf den gegenüberliegenden Felsen. Dort hinterließ der Aufprall des Pferdehufes einen tiefen Abdruck im Gestein. Lediglich die schwere goldene Krone verlor die Prinzessin bei ihrem waghalsigen Sprung.
                          Der Felsen erhielt später den Namen "Roßtrappe", wo noch heute der Hufeisenabdruck bestaunt werden kann.
                          Der Riese Bodo aber war mitsamt seinem Pferd zu schwer und stürzte in das Wasser des Gebirgsflusses, welcher unten im Tal entlangfloß. Dieser Fluß wird seitdem nach dem Riesen "Bode" genannt. In einen schwarzen Hund verwandelt bewacht Bodo bis auf den heutigen Tag im dortigen Kronensumpf die Krone der Prinzessin.
                          Viele Taucher haben seitdem versucht, diese goldene Krone zu bergen. Keinem ist dies jemals gelungen. Stets war die Krone zu schwer und sie versank wieder in den Fluten. Wer zum dritten Mal nach der Krone der Prinzessin tauchte, wurde von Bodo in der Tiefe zerrissen, so daß sich das Wasser der Bode vom Blut des Tauchers rot färbte.

                          http://www.harzlife.de/sagen/rosstrappe.html

                          Erinnert die goldene Krone der Sage vielleicht an Opfergaben, die einst vom Roßtrappenfelsmassiv in das Bodetal (die tiefste Schlucht nördlich der Alpen) geworfen worden sind?
                          Was hat es mit den drei Bohrlöchern (9-12 cm tief) in der hufeisenförmigen Vertiefung auf sich?
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                          Es ist gut, daß die Menschen unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.
                          (Henry Ford)

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                          • BPMN-Modell
                            Bürger


                            • 04.05.2015
                            • 109
                            • BaWü

                            #58
                            Ich werfe nochmal den Opferstein an der Hertaburg in den Raum (Rügen)
                            Defenitiv Slawisch die Burg und wohl auch der Opferstein.

                            Leider hab ich kein Bild da:

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                            • wolfi
                              Heerführer


                              • 02.01.2006
                              • 2054
                              • bayern

                              #59
                              Ich setze das hier mal fort. Keltische Opfersteine an der Amper bei Fürstenfeldbruck.
                              Ganz in der Nähe befindet sich der Burgstall Sunderburg
                              Angehängte Dateien

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                              • Zappo
                                Heerführer


                                • 28.04.2006
                                • 2431
                                • Baden

                                #60
                                War schon lange nichts Neues hier

                                Also: "Opferschalen" bzw. wie es in der Karte steht "Gletschermühlen" auf dem Kesselberg in Rheinland-Pfalz.

                                Gruss Zappo
                                Angehängte Dateien

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