Soweit ich mich erinnere, wurde in der ersten Instanz dem Entdecker und Grundstückseigner - trotz Schatzregal - der Fund zugesprochen, weil dem wissenschaflichen und historischen Interesse des Staates mit Aufnahme des Fundes Genüge getan gewesen wäre. Herrn Brendel - Entdecker und Grundstückseigner - wurde doch auch von der Denkmalbehörde wiederholt in Aussicht gestellt, daß er den Fund nach wissenschaftlicher Erschließung zurückerhielte.
Erst in der folgenden Instanz ist das Öffentliche Interesse - scheinbar - auch auf den materiellen Wert bezogen worden.
Herr Brendel hat dann einen Benefiz-Betrag als quasi Ehrlichkeitsprämie erhalten, der gerade einmal seine Prozeß- und Anwaltskosten gedeckt hat.
Warum sind die/der Gutachter je nach Instanzenzug zu verschiedenen Werten des Fundes gelangt?
Warum war überhaupt eine Bewertung nötig, wenn die Münzen sowieso in das Eigentum des Staates hätten gehen müssen?
Das gibt nachzudenken, oder?
Die Lobby des Staates war am Ende anscheinend größer, das Schatzregal ist vom Gericht in letzter Instanz härter ausgelegt worden als es dem Wortlaut des Gesetzes entsprochen hätte.
Hier stand der materielle Gewinn des Staates im Vordergrund und die Prämie, die Herr Brendel ohne Rechtsanspruch als Good Will bezog, läßt "schlechtes Staatsgewissen" vermuten.
Herr Brendel würde nicht mehr abliefern, wenn ich ihn im Fernsehbeitrag des SWF richtig verstanden habe.
Das Land Rheinland-Pfalz hat sich für die Zukunft einen Bärendienst erwiesen.
masterTHief

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