Segen oder Fluch eines zweifelhaften Buchs
Da ich ja auch das Thema verfolgt habe, interessierte mich die mit dem Notenblatt ursprünglich wiedergegebene Geschichte. Für die Geschichte des Notenblatts gibt es ausschließlich eine bekannte Quelle, nämlich Karl Hammers Buch. Wenn man in dieser Geschichte und in dem nebulösen Dunstkreis des Autors herumstochert, dann fallen einige Ungereimtheiten auf, auf die ich später noch im Detail eingehen werde. In manchen dunklen Tiefen des Dunstes hilft leider bis heute das Herumstochern auch nicht, der Dunst wird nur noch undurchsichtiger. Alleine die zur Verfügung stehenden Fakten und Erkenntnisse lassen für mich aber nur einen Schluss zu: Die erzählte Story besteht zum Großteil aus der Fantasie Karl Hammers oder anderer uns unbekannter beteiligter Personen.
Wie soll man eine in Buchform gedruckte Geschichte und deren vorgegebene Glaubwürdigkeit beschreiben, die einem dann während des Lesens doch recht fragwürdig vorkommt und die (soweit mir bekannt ist) noch nie in der deutschen Öffentlichkeit derart kritisch betrachtet wurde? Neben dem Überblick für die Leser hier im Forum, die das Buch nicht kennen, die Darstellungen im Buch von Karl Hammer möglichst neutral und objektiv zu beschreiben, habe ich auch einige Online-Recherchen betrieben und Original-Dokumente aus dem 3.Reich, sowie verschiedene Bücher gesichtet. Dabei treten gewichtige Unterschiede zwischen dem literarischen Erzeugnis Hammers und der tatsächlichen Geschichtslage zutage.
Neben den Fakten, die hier im Weiteren durch mich beschrieben werden, gibt es zudem auch unbestätigte und deshalb nicht vollständig nachvollziehbare Hinweise auf eine geplante und vorsätzliche Fälschung der von Karl Hammer getätigten Behauptungen. Karl Hammer erzählt in seinem Buch eine spannende Geschichte - eine gar fantastische Geschichte, die sich derart eigentlich nicht zugetragen haben kann. Eine derartige Geschichtenerzählung kann man nicht einfach mit wenigen Worten kritisieren und widerlegen, deshalb bleibt nichts anderes übrig, als etwas weiter auszuholen.
In diesem Thema hier soll es nicht um eine mögliche Entschlüsselung der verschlüsselten Botschaft auf dem Notenblatt gehen, sondern um die Hintergrundgeschichte des Notenblatts, wie sie von Karl Hammer beschrieben wird.









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