"Schiff im Nebel", Teil 5, letzter Teil

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  • Bremenbjorn
    Einwanderer


    • 11.09.2025
    • 14
    • Worpswede / Niedersachsen

    #46
    Danke BoBo, das ist super nett von dir!

    Das werde ich mir Morgen Abend mal in Ruhe angucken. Jetzt muss ich erstmal ins Bett ... es ist schon wieder 2:00 Uhr morgens

    Nur noch kurz zur Ergänzung: ChatGPT nutze ich eigentlich kaum, meist nur gelegentlich als Ergänzung zu den bereits belegten Informationen, die ich zuvor aus verschiedenen Archiven zusammengetragen habe.

    Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche!

    Björn

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    • Gemueselaste
      Ritter


      • 18.05.2004
      • 370
      • Landau
      • UWM 20

      #47
      Zitat von Bremenbjorn

      Abschließend eine kurze Frage an euch alle: Wisst ihr, ob es in Italien behördlich möglich ist, die sterblichen Überreste meines Großvaters zu bergen, gegebenenfalls per DNA zu identifizieren und nach Bremen zu überführen, oder ist dies rechtlich ausgeschlossen? Mir ist bewusst, dass bei verunglückten Seeleuten das gesunkene Schiff in der Regel als Seemannsgrab gilt und Bergungen nur in seltenen Ausnahmefällen erfolgen. Umso mehr würde mich eure Einschätzung zu dieser Frage interessieren.

      Deinen verständlichen Ansatz in allen Ehren, aber als Taucher sehe ich da kaum Hoffnung aus folgenden Gründen:

      - Das Wrack liegt in drei Teilen in Tiefen um 70-80 Metern. Das schränkt den Kreis der Taucher, die das Wrack aufsuchen können erheblich ein. Da ich nur mit Pressluft tauche gehe ich nur bis max 40m Tiefe. Eine Aufenthaltszeit auf der Tiefe habe ich auch mit großen Atemluftflaschen (15L) nur von wenigen Minuten, da ich ja noch geregelt wieder auftauchen muss.Bei der Tiefe des Wracks, und auch, wenn Du technisch tauchst, hast Du unten vlt. 10-15 Minuten Zeit Dich umzuschauen oder etwas zu arbeiten bis Du wieder hoch musst. Das wird bei der Durchsuchung eines Wracks eine schier unendliche Aufgabe.

      - Üblicherweise liegen die Wracks nicht mehr so auf dem Meeresgrund wie sie untergegangen sind - heisst, sie sind zum Teil zusammengefallen, oder schon instabil. Dort möchte man nicht reintauchen um etwas zu suchen.
      Gerade unter dem Aspekt, dass dort noch die Ladung geborgen wurde, wird das Wrack nicht mehr so gut ausssehen. Man weiss nicht, wie damals gearbeitet wurde, bzw. auf welchem Wege sich Zugänge geschaffen wurden.

      - Es ist ja auch fraglich,ob Dein Großvater überhaupt im Wrack liegt, oder ob er beim Untergang rausgespült wurde, der Körper evtl. später aufgetrieben ist. Weiter dürfte nach über 80 Jahren noch recht wenig zu finden bzw. zu bergen sein. Weiter dürfte es schwer sein, Gebeine rechtssicher zu identifizieren.

      Sry, dass ich keine bessere Lösung habe, aber vlt. ist die Vorstellung, dass Dein Großvater auf Dauer im Wrack liegt und dort seine Ruhe gefunden hat nicht die Schlechteste. Aus der Zeit liegen leider Millionen Menschen in fremder Erde begraben ohne Besuch von Angehörigen zu erhalten.

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      • Bremenbjorn
        Einwanderer


        • 11.09.2025
        • 14
        • Worpswede / Niedersachsen

        #48

        Hallo Martin,

        vielen Dank für Deine ausführliche und ehrliche Einschätzung und dafür, mir die Situation aus der Sicht eines Tauchers so detailliert zu erklären. Das ist sehr nett von Dir und hilft mir, die Situation – die meinerseits von der tiefen Sehnsucht geprägt ist, noch einmal etwas für meinen Vater tun zu können – etwas realistischer einzuschätzen.

        Deine Argumente sind für mich gut nachvollziehbar und zeigen mir sehr klar die Grenzen meiner Idee auf.

        Wahrscheinlich hast Du auch recht damit, dass es letztlich ungewiss ist, ob mein Großvater überhaupt im Wrack verblieben ist oder möglicherweise mit der Strömung abgetrieben wurde. Die Vorstellung, dass er – falls er dort geblieben ist – an diesem Ort seine letzte Ruhe gefunden haben könnte, ist für mich jedoch auch in Ordnung.

        Ich danke Dir sehr für Deine offene und ehrliche Einschätzung, die ich in meine weiteren Überlegungen zu diesem Thema einbeziehen werde. Ebenso danke ich Dir für Deine Hilfe und Euren respektvollen Umgang mit dem für mich so wichtigen Anliegen.

        Herzliche Grüße,

        Björn

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