Detektor mit Geruchsinn...

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  • Columbo
    Heerführer


    • 12.07.2020
    • 1448
    • Bayern

    #1

    Detektor mit Geruchsinn...

    ...und feuchter Nase

    Archäologiehund Flintstone findet Menschenknochen.
    Als erster zertifizierter Archäologiehund Deutschlands spürt er mittelalterliche sowie römische und keltische Überreste aus der Vorzeit auf.
    Rüde Flintstone ist Deutschlands erster zertifizierter Archäologiehund & findet Gräber. Wir haben ihn und Herrchen Dietmar Kroepel besucht.


  • Columbo
    Heerführer


    • 12.07.2020
    • 1448
    • Bayern

    #2
    Das Thema „Sachen erschnüffeln“ lässt mich nicht ganz los.

    Gleich zwei numismatisch veranlagte Hunde haben in den letzten Wochen für Schlagzeilen gesorgt. Durch ihre feinen Spürnasen haben sie Münzhorde aufgestöbert. Aber lassen sich Münzen überhaupt erschnüffeln?


    Bei allem Spaß: Ob Hunde tatsächlich Gold und Silber unter der Erde erschnüffeln können, ist mindestens umstritten. Es gibt dazu rege Diskussionen in diversen Internetforen von Sondengängern. Hunde können in einem für uns kaum vorstellbaren Maß Gerüche wahrnehmen, angeblich sogar solche, deren Quellen sich bis zu 12 Metern unter der Erde befinden. Ein Haken:
    Im Prinzip haben Gold und Silber selbst keinen Geruch. Allerdings könnten Reaktionen zwischen Metall und Erdreich durchaus zu einem für Hunde wahrnehmbaren Geruch führen.
    Könnte unter Umständen also Gold erschnüffelt werden ?
    Je größer die Geruchsquelle ist, desto einfacher sollte es doch für das Tier sein, noch dazu wenn es einige Kilos sind, die schon seit Jahrzehnten im Boden gammeln.
    Wie wäre das wohl, wenn in einem zerklüfteten Gelände, gerade zu tief für einen Detektor, eine größere Menge Gold vermutet wird und die Stelle nur grob eingegrenzt werden kann, könnte das dort funktionieren?

    Frage für einen Bekannten .

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    • Sorgnix
      Admin

      • 30.05.2000
      • 26419
      • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
      • Große Nase, Augen, Ohren, Merlin, Whites XLT, Tesoro, Nokta Impact, Rutus, Minelab XTerra, OGF-L, UW 720C, Mariscope Spy, Chasing M2 Pro ...

      #3
      dann berichte Deinem Bekannten mal, das mir mal ein Bekannter von nem Bekannten
      zu dem Thema erzählt hat, daß das mit Gold ein wenig schwierig wird ...

      Während Eisen ja im Untergrund mächtig mit anderen Dingen reagiert und vor sich
      hinkorrodiert, kann da auch schon mal ein typischer Geruch entstehen ...

      Nun kommt Gold blöderweise ja immer recht blank aus den Boden. Oder auch aus dem Meer ...
      Und sofort beim freilegen hat es diesen schönen Glanz ...
      Wohl ein Zeichen, daß es NICHT korrodiert oder mit anderen Dingen reagiert ...

      Also wohl auch kein typischer Geruch, entstehend aus "Reaktionen" ...
      Ob es einen typischen EIGENgeruch hat, erübrigt sich wohl, da sonst die Sache
      mit dem Hund ja sicher längst publik sein würde ...

      Schade eigentlich.

      Gruß
      Jörg
      Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
      zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

      (Heiner Geißler)

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      • Columbo
        Heerführer


        • 12.07.2020
        • 1448
        • Bayern

        #4
        Zitat von Sorgnix
        Wohl ein Zeichen, daß es NICHT korrodiert oder mit anderen Dingen reagiert ...

        Also wohl auch kein typischer Geruch, entstehend aus "Reaktionen" ...
        Soweit war ich im Chemieunterricht noch anwesend. Es gibt aber doch kein 100% reines Gold. Das bedeutet doch, dass selbst bei 99,99% noch ein Fremdatom auf 10.000 Atome kommt. Nicht wenig wie ich meine. Zudem ist Gold „nur“ sehr reaktionsträge aber doch nicht gänzlich resistent.
        Meine Gedanken gingen deshalb auch mehr in Richtung Masse und Lagedauer. Wenn viel Material sehr lange liegt, kann dann nicht doch was reagieren und sei es nur minimalst?

        Das Hauptproblem sehe ich eher darin, wie man das Tier trainieren soll. Man würde dann ja auch eine entsprechende (und vor allem alte) Menge benötigen und so ein 100Kilo Hundespielzeug ist doch etwas unhandlich, von der Beschaffung ganz zu schweigen.


        Zitat von Sorgnix
        Nun kommt Gold blöderweise ja immer recht blank aus den Boden. Oder auch aus dem Meer ...
        Und sofort beim freilegen hat es diesen schönen Glanz ...
        Dieses Vergnügen durfte ich leider noch nicht haben.

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        • Sorgnix
          Admin

          • 30.05.2000
          • 26419
          • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
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          #5
          Weil Du keinen Hund hast!!

          Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
          zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

          (Heiner Geißler)

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          • BOBO
            Heerführer


            • 04.07.2001
            • 4899
            • Coburg
            • Nokta SimpleX+

            #6
            Bei dem Thema kamen mir gleich die "Bernstein"-Hunde der STASI in den Sinn.
            Aber ansonsten gebe ich den Vorschreibern recht. Im Bezug auf Gold/Silber dürfte es ehr schwer werden.
            Zumal, wie schon angesprochen, wie will man den Hund darauf trainieren
            MfG BOBO

            Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

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            • Columbo
              Heerführer


              • 12.07.2020
              • 1448
              • Bayern

              #7
              Zitat von BOBO
              Im Bezug auf Gold/Silber dürfte es ehr schwer werden.
              Aber für außergewöhnliche Probleme helfen u.U. eben nur außergewöhnliche Lösungen. Die müssen halt gefunden werden.

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              • Columbo
                Heerführer


                • 12.07.2020
                • 1448
                • Bayern

                #8
                Und es gibt sie doch .

                Die Polizei hat nicht nur Bargeldspürhunde dabei, sondern auch Goldspürhunde aus dem ungarischen Nationalmuseum. «Diese Hunde sind speziell auf Gold trainiert», sagt Fabian Puchelt vom bayerischen Landeskriminalamt (LKA).
                Ermittler suchen nach dem Goldschatz aus Manching. Mit Goldspürhunden und Spezialtechnik wird das Anwesen des Hauptverdächtigen in Mecklenburg-Vorpommern durchsucht.

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                • Sorgnix
                  Admin

                  • 30.05.2000
                  • 26419
                  • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
                  • Große Nase, Augen, Ohren, Merlin, Whites XLT, Tesoro, Nokta Impact, Rutus, Minelab XTerra, OGF-L, UW 720C, Mariscope Spy, Chasing M2 Pro ...

                  #9


                  Selbstverständlich!

                  ... Und der Bericht trägt an verdeckter Stelle nicht doch das Datum vom 01. April??

                  ... also DER Hund der das kann, der wäre doch mit seinem Herrchen 24/7 unterwegs in eigener Sache ...
                  bzw. bräuchte er es nach einer Woche schon gar nicht mehr, weil der Freßnapf schon gut mit Leckerlis gefüllt ...

                  Sorry, ich glaube ab und an ne Menge - aber DAS jetzt weniger ...
                  Dafür ist der Hund im Bericht viel zu wenig Thema.
                  Wozu dann alle andere Technik? Wozu die Möbel sezieren?? Wäre doch mit Hund viel einfacher ...

                  Ich gehe mal schwer davon aus, daß mit dem Bericht jemand "gekitzelt" werden soll ...
                  Wäre nicht das erste Mal, wo man Nervosität sät, damit sich jemand von selbst verrät ...
                  Da warten wir mal auf die Erfolgsmeldungen ...

                  (noch)nichtglaubenderweise
                  Jörg
                  Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
                  zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

                  (Heiner Geißler)

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                  • elexx
                    Ritter


                    • 13.01.2007
                    • 377
                    • Werdau / Westsachsen

                    #10
                    BOBO hats schon angesprochen: Hier passt vielleicht auch die Geschichte von den Bernsteinsuchhunden her.

                    Wie bekannt, war ja auch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR auf der Suche nach "Nazi-Schätzen", z.B. der Kunstsammlung von Gauleiter Koch oder eben dem Bernsteinzimmer. In den 80er Jahren kam der Chef der Kreisdienststelle Döbeln des MfS Major Horst Schmidt auf eine Idee: Man könnte doch Hunde zur Suche nach Bernstein abrichten und mit diesen dann auf die Suche gehen.
                    Warum in Döbeln?
                    Weil dort der frühere Referent des "Sonderbeauftragten des Führers" für die Kunstssammlung Linz Gottfried Reimer wohnte, der in den 80ern in den Fokus des MfS geriet. Man glaubte wohl, dass er Kenntnisse über Verbergungsaktionen hatte. Etwas handfestes war aber nicht bekannt. Es ist aber durch Akten belegt ("Vorgang Robinson") dass man Reimer "bearbeitete".
                    Die Hunde wurden ausgewählt und auf Bernstein trainiert. Die Suche an verschiedenen potentiellen Verbergungsorten wurde durchgeführt, blieb aber ergebnislos. Dann kam die Wende dazwischen, das MfS wurde aufgelöst. Schmidt übernahm die Hunde selbst und suchte privat weiter.

                    Dabei soll er Anfang der 90er Jahre doch noch einen Erfolg gehabt haben: Die Hunde schlugen im Poppenwald bei Zwickau/Aue erstmals an.
                    Bis dahin ist die Geschichte lange bekannt, auch dass 1945 im Poppenwald bisher ungeklärte Vorgänge stattgefunden haben, ist durch seriöse Heimatforscher und Zeugenaussagen ausreichend belegt (z.B. Bautrupp der OT, verlassener geplünderter Zug auf der Bahnstrecke, Kisten im Wald auf einem Ami-Luftbild, ein verschwundenes Bergwerk am "Stollenweg", die Sprengung einer Fußgängerbrücke über die Mulde am Kriegsende)
                    Noch nicht so lang her ist der Fund einer Stasi-Akte im Bundesarchiv, die belegt, dass obiger Major Schmidt bereits Anfang der 80er Jahre seine Leute in den Poppenwald zur Aufklärung schickte. Das ist deshalb ungewöhnlich, weil er dort nichts zu suchen hatte, das war erstens Wismut-Gebiet (eigener MfS-"Bezirk") und wenn überhaupt, dann der Wirkungsbereich der Kreisdienststelle Aue.

                    Das Anschlagen der Bernsteinsuchhunde war jedenfalls der Auftakt einer mehr als zehnjährigen Suche durch den Leipziger Privatdetektiv Dietmar Reimann, der an vielen Verdachtsflächen im Poppenwald mit Genehmigung gebaggert hat.
                    Leider blieb auch er erfolglos.
                    Zuletzt geändert von elexx; 06.05.2026, 09:44.

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                    • Sorgnix
                      Admin

                      • 30.05.2000
                      • 26419
                      • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
                      • Große Nase, Augen, Ohren, Merlin, Whites XLT, Tesoro, Nokta Impact, Rutus, Minelab XTerra, OGF-L, UW 720C, Mariscope Spy, Chasing M2 Pro ...

                      #11
                      Zitat von elexx
                      BOBO Schmidt übernahm die Hunde selbst und suchte privat weiter.
                      ... was ja nun auch kein Einzelfall ist, das ein Hundeführer seinen Diensthund übernimmt. Egal, ob für das Gnadenbrot
                      oder wg. der Schließung der Dienststelle. Da sind ja teilw. Beziehungen entstanden, die "untrennbar" waren ...
                      Und nach der Wende war ja zeitweise recht "einfach", an das eine oder andere ran zu kommen ...
                      Und wenn dann trotzdem jahrelang nichts gefunden wurde, auch nicht von denen, die parallel das Areal durchforsteten,
                      dann kann es doch glatt sein, daß da NICHTS zu finden war - oder das System "Suchhund" eben nicht funktioniert.

                      Aber bei dem Thema hilft halt die Phantasie und das Goldfieber enorm, die Realitäten beiseite zu schieben und an
                      der Legende weiter zu feilen.
                      Ungefähr das, was man bei solchen Themengebieten zumindest im Hinterkopf haben sollte

                      Wobei ich natürlich zustimme - Bernstein mag - vor allem bei Wärme - vielleicht eher Geruchsstoffe aussenden die
                      ein Hund auch wittern kann. Bei Gold glaube ich das weniger ...
                      Und wie ist das eigentlich z.B. in Palmnicken? Wäre in so einer Gegend nicht irgendwann schon mal jemand auf
                      die Idee gekommen, seinen Hund auf die gelben Steine anzusetzen?? Mir zumindest nicht bekannt ...


                      Gruß
                      Jörg
                      Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
                      zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

                      (Heiner Geißler)

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                      • BOBO
                        Heerführer


                        • 04.07.2001
                        • 4899
                        • Coburg
                        • Nokta SimpleX+

                        #12
                        Gibt sogar Spürhunde, die sind trainiert auf elektronische Geräte (Handys, Speichermedien etc.) ... werden z. B. im Knast eingesetzt. Oder Hunde, trainiert auf Geldscheine am Flughafen.
                        Aber ich gebe Jörg auch ein wenig Recht. Reines Gold kann ein Hund nicht erschnüffeln, da es ein Element ist und geruchslos ist. Das Element (sagt ja schon das Wort) keine flüchtigen Moleküle frei setzt.

                        Hunde können aber auf assoziierte Stoffe trainiert werden, denn sie werden sehr erfolgreich auf Mineralien und Erze trainiert, die häufig zusammen mit Gold vorkommen, besonders Sulfide (z. B. Pyrit, Arsenopyrit). Diese Sulfid-Erze haben einen charakteristischen Geruch, den Hunde sehr gut lernen können. Das nennt man Prospecting Dogs (Erzsuchhunde).
                        In Finnland wurden schon in den 1970er/80er Jahren Hunde erfolgreich für die Suche nach Sulfid-Erzen eingesetzt.
                        In der Praxis finden solche Hunde oft Goldvorkommen indirekt über die Begleitminerale.
                        MfG BOBO

                        Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

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