Sütterlin mit KI entziffern, jemand Erfahrungen?

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  • Bergedienst
    Heerführer


    • 16.09.2019
    • 1931
    • TH

    #1

    Sütterlin mit KI entziffern, jemand Erfahrungen?

    Ich habe vor das Tagebuch von Opa lesbar zu übersetzten. Dazu wollte ich die KI nutzen und habe aber gleich ein paar Fehler festgestellt. Nun ist ja die KI nur so schlau wieder Typ davor. Hat jemand tips

    KI Text: Einleitung


    1. Einleitung

    Fern von der geliebten Heimat, im trostlosen, kalten
    Sibirien, unter russischer Knut in Kriegsgefangenschaft
    sitze ich in meinen freien Stunden und denke und sehne
    mich zurück in das von allen Seiten bedrängte teure
    Vaterland. In stiller, schwermütiger Wehmut erinnere ich mich
    der ungerechten, barbarischen Behandlungen, denen
    wir und viele Landsleute seit Beginn des Krieges ausge-
    setzt waren, und noch sind. Das alles geschah nur, weil
    gewissenlose, bestechene Machthaber der Zaren-Regierung
    uns Deutsche für rechtlos und vogelfrei erklärten. Von all
    dem Elend, welchem wir ausgesetzt waren, will ich jetzt
    erzählen. Die Geschichte meiner Erlebnisse ist vollkommen
    wahrheitsgetreu.
    2. Wie ich nach Russland kam


    Es war am 6. Juli 1914, als ich frohen Herzens von
    Dresden abfuhr, um in Russland bei meinen Eltern die
    großen Ferien fröhlich und frei zu verleben. Zuerst will
    ich noch erzählen warum mein Vater nicht in seiner

    Heimat lebte. Es war Besitzer eines deutschen Holzge-
    schäftes, welches im tomschen Gouvernement große
    Waldungen besaß. Der Besitz wurde durch die Nikolai-Eisen-
    bahn
    in zwei Teile geschnitten, und als Wohnsitz
    meiner Eltern das Gut „Schitowo“ lag vier Werst von
    der Eisenbahnstation Martisowo entfernt.

    Meine Reise verlief ohne besondere Zwischenfälle. An der Grenze
    erwartete mich zu meiner großen Freude meine Mutter,
    und wir fuhren zusammen weiter. In Martisowo
    bestieg ich mein Reitpferd und trabte auf meinem
    braunen Gaul dem Gute zu.

    Dieses lag am Abhange
    eines großen mit Wald bewachsenen Hügels. Der
    Weg von der Station führte über Wiesen und als ich
    oben stand – es war schon Abend – sah ich das Gutshaus
    mit seinen vielen Nebengebäuden von den rötlichen
    Strahlen der untergehenden Sonne beschienen, friedlich
    und majestätisch vor mir liegen.

    Unten im Tal
    floß in unzähligen Windungen ein schmales Bäch-
    lein plätschernd durch die grünen Wiesen, zwei kleine
    Dörfer, die stille Seen verbanden, aus entfernten
    Dörfern, die verstreut auf anderen Hügeln lagen, klang
    Seite 2


    wildes, verworrenes Singen und Ziehharmonika­spielen,
    der sich von der schweren Feldarbeit ausruhenden Bauern
    zu mir herüber.

    Rechts von mir, ungefähr 300 Schritt entfernt,
    war die Eisenbahnstrecke. Über das Tälchen spannte sich
    eine eiserne Brücke, auf welcher sich die Schienen wie
    zwei dunkle Riesenschlangen weiter durch das hügelige
    Land zogen und sich in der Ferne zu vereinigen schienen.

    Als ich durch den zum Empfang mit Blumen
    geschmückten Torbogen des Gutes ritt, kamen mir
    unsere Leute zur Begrüßung freudig entgegen.

    Bis zum
    Abend mußte ich mich gedulden meinen Vater
    begrüßen zu können. Durch die fortwährenden Wald-
    brände, welche feindlich gesinnte Bauern aus der
    Umgegend anzustecken war es oft in entfernten Wald-
    teilen, um die Löscharbeiten zu leiten.

    Endlich nach Jahresfrist durfte ich wieder mit
    meinen Eltern an einem Tische sitzen. Die ersten
    Wochen Freiheit
    genoß ich ausgiebig. Besonders das Reiten
    machte mir viel Vergnügen.

    Hoch zu Roß durch-
    streifte ich Wald und Feld. Auch vertrieb ich mir
    die Zeit mit Gondeln auf unserem See.
    Angehängte Dateien
    Wenn man tot ist, ist das für einen selber nicht schlimm, weil man ja tot ist, nur die anderen müssen leiden. Genauso ist das, wenn man dumm ist.
  • Zardoz
    Heerführer


    • 27.02.2004
    • 4171
    • Hasufurth
    • 6.Sinn

    #2
    Die Schrift ist aber keinesfalls Sütterlin oder Kurrent, sondern "deutsche Normalschrift".

    Gruß
    Zardoz
    Das Dilemma der Menschheit ist, dass die Idioten so selbstsicher und die Intelligenten so voller Zweifel sind. (Oscar Wilde)

    Kommentar

    • BOBO
      Heerführer


      • 04.07.2001
      • 4789
      • Coburg
      • Nokta SimpleX+

      #3
      Es kommt halt auch darauf an, welches KI-Modell man benutzt.

      Schon mal Perplexity.AI und dann im akademischen Modus probiert (dato mein Favorit im obig genannter Fragestellung)?
      Habe aber auch mit Grok.AI neulich gute Erfahrungen gemacht beim Erfassen eines handgeschriebenen polnischen 4seitigen Brief inkl. zeitgleicher Übersetzung in das Deutsche. pitpit war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
      Es kommt halt auch stark auf den vorgegebenen Prompt an.
      Wenn Du seriöse Multi-Modell-Plattformen mit echten Top-Modellen suchst, sind derzeit (März 2026) die angesagtesten AI-Modelle z.B.: Poe.com, You.com, perplexity.ai, Le Chat von Mistral und offizielle Apps von OpenAI / Anthropic / Google / xAI
      Zuletzt geändert von BOBO; Gestern, 16:11.
      MfG BOBO

      Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

      Kommentar

      • BOBO
        Heerführer


        • 04.07.2001
        • 4789
        • Coburg
        • Nokta SimpleX+

        #4
        Des Weiteren ist ja die Frage, in wie weit schon Fehler im Original (handgeschriebenen) vorliegen, und ob Du im Prompt angegeben hast, dass dies korrigiert oder nicht korrigiert übernommen werden soll.
        Und auch eine KI ist nicht unfehlbar. Man sollte immer noch einmal "querlesen". Ich denke, bei den von Dir eingestellten Text was von der KI raus gekommen ist, soll das fett geschriebene evtl. die von Dir getroffenen Fehler darstellen (oder die der KI). Bei den ersten beiden Sachen (6. Juli 1914 und Dresden) lese ich dies aber auch so im Brief, wie die KI.

        Wobei ich Zardoz Recht gebe - es ist keinesfalls Sütterlin oder Kurrent, sondern "deutsche Normalschrift".

        Das aktuell beste und praxistauglichste Online‑Tool für handgeschriebene Sütterlin‑Briefe ist Transkribus.AI mit seinen spezialisierten Altdeutsch‑Modellen (z.B. „German Kurrent / Sütterlin“ bzw. „German Giant I“).
        Zuletzt geändert von BOBO; Gestern, 17:31.
        MfG BOBO

        Das menschliche Haar wächst mit 4,6 Yoctometer pro Femtosekunde

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        • Bergedienst
          Heerführer


          • 16.09.2019
          • 1931
          • TH

          #5
          Viele Dank Leute! PS: Das Perpelexi ist grottig, liegt wohl am gratis modus.
          Wenn man tot ist, ist das für einen selber nicht schlimm, weil man ja tot ist, nur die anderen müssen leiden. Genauso ist das, wenn man dumm ist.

          Kommentar

          • Lucius
            Heerführer


            • 04.01.2005
            • 5893
            • Annaburg;Sachsen-Anhalt
            • Viel zu viele

            #6
            Dein Opa hatte eine echt saubere Handschrift, zumindest ich kann es ohne Hilfsmittel lesen. Das ist eigentlich eine prima Gelegenheit und eine gute Textvorlage, deutsche Schreibschrift zu lernen. So etwas zu können, ist nie verkehrt.
            Mein Therapeut hat mir geraten, die Namen der Menschen, die ich hasse, auf kleine Zettel zu schreiben, sie ins Feuer zu werfen und zuzusehen, wie sie verbrennen. Das habe ich getan, und ich muss sagen, jetzt fühle ich mich viel besser.
            P.S. Was mache ich jetzt mit den Zetteln??

            Kommentar

            • ogrikaze
              Moderator

              • 31.10.2005
              • 11390
              • Leipzig
              • Aktuell: DEUS, ORX, CZ21, MI 4, Garrett THD, Abgelegt: Blisstool,ACE250, Minelab Excalibur, Minelab Terra 70, Goldmaxx Power, Rutus Solaris

              #7
              Dito, ich kanns auch lesen und die Schrift ist wirklich wunderschön, zumindest was ich für ne Klaue habe.. da wäre jede KI überfordert
              Gruß Sven

              Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.
              Eventuell vorhandene Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Unterhaltung.

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              • Bergedienst
                Heerführer


                • 16.09.2019
                • 1931
                • TH

                #8
                Zitat von Lucius
                Dein Opa hatte eine echt saubere Handschrift, zumindest ich kann es ohne Hilfsmittel lesen. Das ist eigentlich eine prima Gelegenheit und eine gute Textvorlage, deutsche Schreibschrift zu lernen. So etwas zu können, ist nie verkehrt.
                Nicht schlecht für einen Bäcker und Konditormeister Danke fürs Kompliment!
                Wenn man tot ist, ist das für einen selber nicht schlimm, weil man ja tot ist, nur die anderen müssen leiden. Genauso ist das, wenn man dumm ist.

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