Folgendes kann man einem alten Harz-Wanderführer entnehmen:
Die beiden anderen stammten aus Heimburg und hatten nach ihrer Ankunft gleich die Arbeit aufgenommen, ohne vorher erst in das Zechenhaus gegangen zu sein.
Die Aussagen der Überlebenden belasteten den Aufseher und Sprengstoffverwalter Alois Böhme. Allgemein als aufmüpfig bekannt und durch entsprechende angebliche Äußerungen und Drohungen verdächtig geworden, erklärten auch die Untersuchungsbeamten den Aufseher schuldig des Verbrechens und zum Mörder. Der Fall schien klar zu sein, so dass die Untersuchung bereits nach wenigen Tagen eingestellt wurde und eine Gerichtsverhandlung gar nicht erst stattfand. Entsprechend blieb sein Sarg, denn er war ja ebenfalls mit ums Leben gekommen, auf dem Marktplatz in Elbingerode zunächst stehen, als seine ehemaligen Arbeitskollegen aus diesem Ort feierlich (bei leichtem Schneefall) zu Grabe getragen wurden. Seine Beisetzung fand erst eine Stunde später und, wie für "Mörder" üblich, außerhalb des Gottesackers an der Friedhofsmauer statt.
Über dieses Ereignis stellte Herr Lothar Tomaszewski [...] in den zurückliegenden Jahren umfangreiche Nachforschungen an. Dabei kam er zu der Feststellung, dass es sich nicht um ein Verbrechen, sondern um einen Unglücksfall als Folge unsachgemäßen Umgangs mit Dynamit gehandelt hat. [...]
Der Betrieb des Bergwerkes wurde nach dem Vorfall sofort eingestellt. Das ehemalige Abbaugelände ist wegen Absturzgefahr abgesperrt. Man gelangt dorthin, indem man [...] weitergeht. Es befindet sich dort, wo ein Weg [...] nach rechts [...] abzweigt.
Weiter in Richtung Michaelstein durchwandert den wohl wildromantischsten Teil des Klostergrundes, der hier schluchtenartigen Charakter annimmt. Mit etwas Mühe erkennt man jenseits des Baches auf der rechten Seite eine ausgearbeitete Vertiefung im Fels. Dies war die ehemalige Sprengstoffkammer. Noch ein Stück des Weges, wo das Tal schon wieder an Breite zugenommen hat, befand sich das Zechenhaus. Seine von Tomaszewski freigelegten Grundmauern sind vor allem durch den Pflanzenwuchs nur schwerlich zu finden.
Gruß, Hartmut







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