Sir Alottafind's Expeditionen oder "Die Odyssee im Minicamper"
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ich lasse mir nicht in meinem gehirn rumwühlen,
… ich lasse mir nicht meine kleine show stehlen!?
dr. koch - "1984" 😲 -
Das Schöne am internet ist, man kann sich die Burgen und Ruinen vorab ansehen, auswählen und Prioritäten setzen.
Viele der Standorte weisen nur noch Steinhaufen auf, sind sehr schwer zu erreichen oder sehen gleich aus. Zudem kristallisieren sich rund um einen Standort oft weitere besuchswürdige Stellen raus, die nichts mit Burgen zu tun haben. Alle Burgen abklappern wär ne Lebensaufgabe
und ist auch nicht mein Ziel. Ich lang in die Vollen, und wenn ich mal auf so einer Burg mit schöner Aussicht dereinst per Herzkasper lächelnd ausm Leben scheiden sollte.... super!
Man muss sich allerdings ein wenig sputen, denn man wird nicht ewiglich gut zu Fuss unterwegs sein können wie momentan
Deshalb such ich auch in hiesigen boarischen Burgenwelten Standorte heim, und im Moment, wegen Kälte, Schneetreiben usw., stören keine lärmerigen Besuchergruppen den Stillegenuss..... Burgen und Landschaften kommen in Nebel und Diesig getaucht eh viel besser, mysteriöööööser. Auch wenns einem die kahle Birne einfriert
.......
Kreisende krächzende Raben übern Pallas gleichen den Unbill mehr als aus.Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus!Kommentar
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Kürnburg inna Oberpfalz
Damit die heimische Burgenkost nicht zu kurz kommt, hier mal recht frische Bilder von der Kürnburg. Die kenn ich schon aus Kindertagen, und leider kommt man nicht mehr ins Gewölbe unter dem Haupthaus. Da gings früher mal recht tief rein, wurde zugemauert und aktuell können einem Brocken auf den Kopf fallen. Bei der Gelegenheit hab ich mit der neuen Kamera rumgemacht und mit den Einstellungsmöglichkeiten gespielt. Ich glaub, ich brauch noch ein Weitwinkel, aber ein David Hamilton werd ich wohl nie werden.Angehängte Dateien- K800_kb_4.JPG (184,9 KB, 15x aufgerufen)
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Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus!Kommentar
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klasse bilder!!
hmh,
man könnte jetzt den threadtitel erweitern ...
oder nachträglich ein neues thema dazu eröffnen!?
dann würde es wieder passen ...
ich lasse mir nicht in meinem gehirn rumwühlen,
… ich lasse mir nicht meine kleine show stehlen!?
dr. koch - "1984" 😲Kommentar
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Dann erweiter mal den Titel!
Bis jetzt hamma Burgen Schweiz, Industrieruinen Schweiz, Burgen Oberpfalz, Festungswerk Österreich.
Dazukommen werden Pässe Schweiz, Konditoreien Österreich, Botanische Gärten Deutschland/Schweiz, Kirchen Österreich, Festungswerke Schweiz.... .
Wenn ich immer ein neues Thema erstelle, verlier ich den Überblick, was ich schon alles gepostet habe
.....
Wie klingt *Sir Alottafind's Expeditionen* ? Oder *2018:Odyssee im Minicamper*
Dir fällt schon was phantasievoll-passendes ein
ausserhalb von nüchternem Beamtensprech.
Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus!Kommentar
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klingt gut!!
aber bitte das unterforum beachten ...
ich lasse mir nicht in meinem gehirn rumwühlen,
… ich lasse mir nicht meine kleine show stehlen!?
dr. koch - "1984" 😲Kommentar
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War jetzt doch ein bisschen auf Deine eingängigen Vorschläge gespannt....
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Es klängte persönlicher, wenn man's 'die Odyssee im Minicamper' nennen tätete, hmmmm
??
Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus!Kommentar
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"wunsch ist wunsch"
... aber ich bin keine fee, die sich bückt!?
ich lasse mir nicht in meinem gehirn rumwühlen,
… ich lasse mir nicht meine kleine show stehlen!?
dr. koch - "1984" 😲Kommentar
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Für ein 'die' müsstest Du Dich bücken?
Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus!Kommentar
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wortspielerei
ich lasse mir nicht in meinem gehirn rumwühlen,
… ich lasse mir nicht meine kleine show stehlen!?
dr. koch - "1984" 😲Kommentar
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Die letzten acht Conversationen inklusive diesem könnte man aus Gründen der Homogenität der Odyssee-Berichtreihe eigenlich löschen.
Bitte nicht als Aufforderung zum Bücken verstehen
Wenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus!Kommentar
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keine sorge, die homogenität ist gegeben!!
bitte weitermachen mit den tollen berichten ...
danke
ich lasse mir nicht in meinem gehirn rumwühlen,
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dr. koch - "1984" 😲Kommentar
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Chastè da Tschanüff und Burg Belfort
Als kleines Weihnachtspräsent gibts folgend eine kurze Beschreibung meines Besuchs der Burg Tschanüff, Zwischenstopp auf dem Flüelapass, und Bewanderung der Ruine Belfort. Die Burgen liegen im Engadin.
Sehnsuchtsvolles Vorwort:
Wenn ich mal ganz viel Geld hab, oder ne schöne Frau mit Geld, leg ich mir ein Ferienchalet auch im Engadin zu! Man hat immer von den lieblichen Gegenden und Panoramen von dort gehört, und was soll man sagen, es stimmt. Alleine die Ortsnamen wie Vnà und Sins, oder die Berge mit Namen wie Piz Linard, Piz S-chalambert, Piz Buin (da wo die Sonnencreme wächst), Strassennamen wie Fuschina und Bröl Dadaint..... entweder Zungenverschlingung oder Wortklangorgasmus.
Vor dem Standort Tschanüff liegt eigentlich noch die Burg Serviezel. Wenn man die aber recherchiert, lohnt sich ein Besuch zumindest vorerst nicht. Ich konzentrier mich erst mal auf die vollständigeren Exemplare. Aber man kommt ja sicher noch öfter auf der Route vorbei.
Die Nacht wird in der Nähe der Burg Tschanüff und der Ortschaft Valsot-Ramosch verbracht, in einer sehr stillen Ecke. Wie still, wird am nächsten sehr frühen Morgen beim Wischen der beschlagenen Innenscheiben sichtbar: ein sehr hübsch gelegener Friedhof gleich nebenan. Ich ruhte in Frieden.... .
Geschwind den Pott Kaffee aufgesetzt und diesen verträumt auf der Bank sitzend mit Aussicht genippt. So schön klare kühle Luft, kein Lärm, alles liegt einfach so da. Der am Hang gelegene Ort Ramosch ist alleine schon eine Woche Aufenthalt wert. Dann aber natürlich hotelmäßig und in Begleitung. Rundum liegt die Burg, eine prähistorische Siedlungsfläche, Gletschermühlen, Wanderwege bis zum Abwinken. Es geht auch eine Bahnstrecke durchs Tal, somit auch andere Punkte angenehm zu erreichen sind. Um die Morgenstund ziehen die dramatischen Nebelbänke über die Hochtäler herum, die jungen Sonnenstrahlen ergeben ein fast mythisches Hintergrundleuchten und lassen die grünen sanft gewellten Weideflächen im Tal wallen. Is kitschig, gell? Aber was sollst machen, ausser sich dem Anblick zu ergeben.
Der Blick auf die unter mir liegenden Burghügel ernüchtert trotzdem: die Burg ist im Moment eine Baustelle. Dann begnügt man sich halt mit ein paar Photos, plant den Besuch fürs nächste Mal und den Tag flugs um, und macht sich bald wieder auf die Gummisocken. I'll come back!
Etliche Kilometer weiter kommt die Ortschaft Scuol und kurz danach linkerhand das imposante Schloss Tarasp. Auf Bild 4 sieht man im Hintergrund das Gebäude auf dem Hügelchen. Leider gibt’s um die Zeit meines Vorbeikommens keine Führungen. Also noch ein Titel mehr auf der ToDo-Liste.
Am weiteren Weg liegt die Burg Steinsberg, die ich aber auch erst mal aussen vor lasse. Verkehr ist praktisch null und man kann entsprechend langsam dahinrollen und viel gucken. Fenster auf, Schiebedach auf. Cabrio wär jetzt auch nicht schlecht. Durch die gewonnene Zeit gibt’s Raum für einen Abstecher den Flüelapass hoch. Je höher ich fahr, desto kälter wird’s wieder. Und schließlich steh ich auf dem Pass in 2383 Meter im Schnee. Die Strass ist aber schon vollkommen freigeräumt. Die Besatzungen der abgestellten Räumfahrzeuge kippt wohl gerade ihren verdienten AfterWork-Käffli im Passhospiz (das natürlich auch eine webseite hat). Man beachte die doch recht moderaten Übernachtungspreise.
Es wird kontinuierlich mehr mit dem Kaffeetrinker/Jausenmacherverkehr. Manch Tesla kommt von der Davoser Seite hoch mit älterem Inhalt, und fährt auch wieder die gleiche Richtung runter. Naja, zum Morgenfrühstück kurz den Pass hoch, so stell ich mir auch mein dereinstiges Rentnerdasein vor. Die Sonne knallt dermaßen vom Himmel, dass ich meine Sonnenbrill bemühen muss. Die obligate TassKaff als Tageszweitschuss im Hospiz (Wirtshaus) schmeckt, und was für ein sonnendurchfluteter Wirtsraum. Ich könnt in so Restaurationen stundenlang hocken und Leute redenderweise belästigen.
Da ich ja übern Albulapass möchte, fahr ich nach Befriedigung der Fühlschaulust meine Flüelarampe wieder runter, überquer auf 2312 Metern den Pass und komm bei der schon beschriebenem Schmelze Bellaluna an. Dazu noch ein interessanter link nachgeschoben; Stöbern erlaubt.
Die Albula lass ich beschreibenderweise mal aus, dazu gibts sicher später mal mehr. Es folgt ein Besuch auf der schön gelegenen und sehr gut zu Fuss erreichbaren Burg Belfort. Zu der hab ich einen sehr schönen Drohnenfilm gefunden.
Frequentiert ist die Burg nicht, was mir natürlich willkommen ist. Liegt wohl am Wochentag, der Tages- und Jahreszeit. Es gibt einen kleinen unbefestigten Parkplatz, von dem man in einer Viertelstund zur Burg hochgehen kann. Einzig ein großer Geländewagen mit Kastenaufbau und offener Ladeluke steht da. Wie sich rausstellt, zum Auslüften vom Hundeduft: eine recht hübsche Frau mit zwei Hunden und zwei Kindern begegnet mir auf ihrem Rückweg zum Auto. Ist sehr schön zu laufen der Weg und so langsam schält sich die Burg aus dem dichten Wald ins Blickfeld. Eine ziemlich neue hölzerne Brücke ist zu queren (dessen Spender auf einer ziemlich großen luxuriös anmutenden Messingplatte (!) am Fels festgemacht genannt sind).
Kurz vor der Burg taucht als erstes rechts eine Lastenbahn auf. Davon träumt wohl der eine oder andere hiesige Burgenrenovierer, wenn er mit ein paar willigen Hilfskräften abgerollte Originalsteine hochschleppt.
Neben dem Eingang ist eine Supporterliste angebracht (Bild 12). Dergleichen hab ich in D noch nicht gesehen. Können sich die Schweizer eher zusammenraufen für so ein Projekt?
Im Innenhof windet sich eine Stahlkonstruktionstreppe hoch zum an der Aussenmauer angebrachten 'Balkon'. Beim Beschreiten merk ich, dass alles irgendwie schwingt; da habens ein wenig an Materialstärken gespart, die Eidgenossen. Das feingefühlte Schwingen befördert meine jüngst ausgebrochene Höhenangst massiv. Bild 17 zeigt, wo definitiv Schluss war mit Weitergehen. Auch auf Belfort findet sich diese spezielle Pietra Rasa Mörteltechnik, und die Qualität des neueren Renovierungsmörtels als auch die Anwendung scheint viel besser zu sein als zum Beispiel auf Oberpfälzer Burgen.
Eindrucksvoll sind die Durchblicke durch Fensteröffnungen und Durchgänge aufs Gebirg. Was sich mir nicht erschließt ist der betonierte Säulenstumpf (auf Bild 19 unten sichtbar). Für einen Messpunkt vielleicht??
In der Vorderfrontansicht ist diese perfekte Linie zu sehen, die zwei Baukörper trennt. Ausdruck des berühmten Schweizer Hangs zur Perfektion? Was sagt eigentlich ein sorgnix zu solchen Baukörperanschlüssen?
Vorne raus befindet sich links ein hübscher kleiner Chrüütergarten. Vom dort sprießenden Pfefferminz zupf ich ein paar frische Blätter für den Tee am nächsten Morgen. Das weitere Burgengrundstück hangabwärts geh ich nicht runter, weil ich schlicht einfach zu faul bin im Moment (recht steil.....) und dort unten eh ausser dem Grillplatz nichts zu sehen gibt. Ausserdem nagt der Hunger an mir, so ich meine Schritte zurück zum Wagen lenk. Am Parkplatz angekommen komm ich ins Gespräch mit einem Ehepaar aus Deutschland. Und welch ein Zufall, die kennen meine Heimat durchs Urlaubmachen! Dem Familienvater lege ich die wahnsinnig tolle Aussicht vom Burgenbalkon ans Herz, die ich angeblich natürlich in vollen Zügen genossen hätte. Gern wüsste ich, ob er es gewagt hat.Angehängte Dateien- K1600_Kanton_Graubünden_Burgen_und_Schlösser.JPG (145,5 KB, 7x aufgerufen)
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- K1600_rampe flüela.JPG (180,1 KB, 8x aufgerufen)
- K1600_abs flüela.JPG (183,8 KB, 9x aufgerufen)
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Zuletzt geändert von ghostwriter; 26.12.2018, 22:42. Grund: auf wunsch des verfassers den titel eingefügtWenn Dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus!Kommentar




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