Wie die Reichsregierung hatten aber auch die Parteiorgane in den unterschiedlichen Gauen ihren festangestammten Fahrzeugpark. Kam der Führer zu Besuch, meist per Flieger, ab und an mit seinem Führersonderzug, so wurde ihm von der jeweiligen Gauleitung/Kreisleitung ein entsprechendes Fahrzeug je nach Notwendigkeit zur Verfügung gestellt. In den meisten Fällen war es eben der erwähnte MB770, es gibt aber auch Aufnahmen wo er einen Horch oder einen MB540 benutzt. So ist es eigentlich sehr unwahrscheinlich daß Hitler ein Fahrzeug welches er in Berlin benutzte auch beispielsweise hier im Ruhrgebiet fuhr...was sich auch sehr deutlich an den Nummernschildern erkennen läßt.
Mit einer einzigen Ausnahme...dem Mercedes G4 (W31),jenem 6-rädigen Nobelschlitten von dem es nur sehr wenige Exemplare gab.Wenn man von den angeblich gebauten 57 Exemplaren die als Generalstabs- ,Funk- oder MG-Fahrzeug benutzten abzieht, ebenfalls die an Mussolini und Franco geschenkten abzieht so ist es nicht verwunderlich daß man dieses Fahrzeug zu gewissen repräsentiven Ereignissen (Reichsparteitage, Einmarsch Österreich/Tschechei und sogar Ende Sep.39 nach Polen) extra dorthin verfrachtete. Immer mit Fahrer wohlgemerkt denn:
Der Führer war ein armes Schwein,er hatte keinen Führerschein
Angeblich soll es vom G4 ja nur noch 3 original erhaltene Fahrzeuge geben wovon daß bekannteste das von Franco ist welches erst vor geraumer Zeit umfangreich bei MB restauriert wurde und welches heute noch zum Fuhrpark der spanischen Königsfamilie gehört.Wer hat eigentlich die anderen beiden????
Der G4 in Sinsheim ist jedenfalls definitiv kein Originalfahrzeug,hierbei handelt es sich um einen ursprünglich geschlossenen Kastenwagen der Reichspost dessen Fahrgestell für museale Zwecke bei Daimler im Classic-Center mit dem Tourenwagenaufbau versehen wurde.




Das wäre mal ein Auto für eine kleine Stadtrundfahrt
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