Ehemaliges Tanklager in Niedersachsen

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  • Finilipi
    Ritter


    • 24.02.2005
    • 439
    • Da wo es schön ist !

    #61
    @ htim !

    Das die Kiste aus der Zeit der Entmilitarisierung stammt , ist gut möglich .

    Munitions- bzw. Sprengstoffkisten werden nach ihrer eigentlichen Nutzung
    ja noch oft für andere Zwecke benutzt !


    Gruß Finilipi !
    Fisch oder Aal , daß ist hier die Frage ?!

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    • Steinzeug
      Ratsherr


      • 21.07.2006
      • 273
      • Allgäu
      • keiner

      #62
      Bericht Tanklager

      @ htim,

      klasse Bericht, schön wenn man solche Objekte kennt und sie dann noch so gut präsentieren kann!

      Ein paar Bemerkungen zu einzelnen Objekten seien mir gestattet.

      Bei #3 und #4 tipp ich ebenfalls auf ne Übung mit schwerem Gerät. Würd mal sagen ne THW-Übung, Bergungsfachgruppe oder so. Vielleicht können Pioniere auch so was, weiß ich aber nicht, da ich bei der Luftwaffe war.

      Das Teil in #33 ist tatsächlich ein Tränkebecken, aber hier waren schon welche schneller. Aber anschließen würd ich das Teil an die Wasserleitung lieber nicht, da das Ventil und die Ventilklappe(damit die Kuh das Ventil mit der Schnauze öffnen kann) fehlt, da würde sich nur Dein Wasserversorger freuen. Ich könnt Dir aber die fehlenden Teile ginstig besorgen!

      Bei den Bildern #41, #42 und #43 war mein erster Gedanke, das muß ne (kleine) Feuerwache sein. Der Gedanke dürfte Dir auch schon gekommen sein. Irritiert hat mich allerdings die fehlende Ausfahrtrampe beim rechten Tor. Deshalb vielleicht doch ein Lagerschuppen? Aber der Turm schaut schwer nach Schlauchtrockenturm aus, die (später zugemauerten) Lüftungsöffnungen oben und die Öffnung unten um nen Kaminefekt zu erzeugen... Sonst könnt ich mir den Turm nur als Aufzugschacht mit obenliegendem Maschinenhaus erklären, aber ein Aufzug in nem Gebäude wo sowohl der Keller als auch des Erdgeschoß ebenerdig zugänglich ist, ne eher nicht. Oder was elektrisches, kleines Umspannwerk, mit Trafoturm, kenn ich mich nicht so aus, aber Strom haben die bestimmt gebraucht, für Pumpen oder ähnliches. Jedenfalls wurde im 2. Weltkrieg großen Wert auf den Brandschutz/Luftschutz bei kriegswichtigen Anlagen gelegt. (siehe: Hans Brunswig, Feuersturm über Hamburg, ISBN 3613023679, sollte man, zumal als Feuerwehrler mal gelesen haben). Auch der vorgesetzte Erker neben den Toren ist typisch für Feuerwachen, hier war die Wachstube, mit Telefon und Feuermelderanzeige(zumindest bei größeren Wachen), hier saß die sog. Stallwache, also derjenige, der beim Einsatz in der Wache am Telefon bleiben musste. Die zwei Tore deuten auf die Vorhaltung eines soggenannten Halbzuges hin, also einen Löschzug ohne Drehleiter, heute würd man sagen eine verstärkte Gruppe. Je nach Ausdehnung der Anlage evtl. eine Kraftspritze KS 15 und eine Kraftzugspritze mit Tragkraftspritzenanhänger KzS 8. Möglich wäre auch ein Schlachkraftwagen oder eine Tankspritze 1,5 (Tanklöschfahrzeug) als 2. Fahrzeug. Nur fehlt halt die Rampe vor dem zweiten Tor, sonst wär die Sache für mich klar. Aber zumindest hat man in jüngerer Zeit öfter mal in dem Gebäude gezündelt, bei #42, Bild 3 liegt schon das Brennholz für die nächste Übung bereit und das Pulver vom Pulverlöscher ist deutlich zu sehen.

      Viele Grüße aus dem Allgäu, Jo.

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      • htim
        Heerführer


        • 13.01.2004
        • 5812
        • Niedersachsen / Region Hannover
        • Xenox MV9

        #63
        @Steinzeug, vielen Dank für Deine ausführlichen Erklärungen. Eine Feuerwache wäre gut möglich; schliesslich liegt das Gebäude ziemlich zentral und dadurch ist jeder Punkt der Anlage schnell zu erreichen.
        Gruß,
        htim

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        • DAWAMAWAS
          Einwanderer


          • 02.11.2004
          • 8
          • Niedersachsen

          #64
          Tanklager

          Hallo,

          sehr schöner Bericht. Das Objekt ist mir schon länger bekannt.
          Es ist das Tanklager in XXXXXX. Wir als Standortübungsplatz verwendet (Betreten verboten ) Waren aber auch schon öfter dort und bis auf einige leere Patronenhülsen nichts von der Bundeswehr gesehen oder gefunden (sind ja alle in Afganistan und so ).
          Das Tanklager war für den Fliegerhorst in Wunstorf bestimmt und wurde am Ende des Krieges von den Britten gesprengt. Hab noch ne alte
          Karte vom Tanklager gefunden.

          Gruß

          DaWaMaWas

          Einige XXXXX eingefügt. 31. 10. 06 Deistergeist
          Angehängte Dateien

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          • htim
            Heerführer


            • 13.01.2004
            • 5812
            • Niedersachsen / Region Hannover
            • Xenox MV9

            #65
            Zitat von DAWAMAWAS
            Hallo,

            sehr schöner Bericht. Das Objekt ist mir schon länger bekannt.
            Es ist das Tanklager in XXXXXX. Wir als Standortübungsplatz verwendet (Betreten verboten ) Waren aber auch schon öfter dort und bis auf einige leere Patronenhülsen nichts von der Bundeswehr gesehen oder gefunden (sind ja alle in Afganistan und so ).
            Das Tanklager war für den Fliegerhorst in Wunstorf bestimmt und wurde am Ende des Krieges von den Britten gesprengt. Hab noch ne alte
            Karte vom Tanklager gefunden.

            Gruß

            DaWaMaWas
            Vielen Dank. Nur hatte ich absichtlich auf eine Standortangabe verzichtet (Der geneigte Nachforscher wäre auch sicherlich so darauf gekommen). Die Karte vom Tanklager liegt mir auch vor; habe diese aber aus rechtlichen Gründen nicht eingestellt.

            Auf der Karte kann man sehr schön die 3 in jeweils 2 halbkreisen angeordneten Tankgruppen sehen, sowie die Lagergebäude im östlichen Bereich.
            Gruß,
            htim

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