Winkelstützen - Gewissensfrage?

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  • 2augen1nase
    Heerführer


    • 13.03.2007
    • 5584
    • Chemnitz
    • keiner.. leider

    #1

    Winkelstützen - Gewissensfrage?

    Ich würde gerne mal eure Meinung zu meinem "Problem" hören und vielleicht hat ja der ein oder andere auch Erfahrungen...


    Folgender Sachverhalt:

    Hinter meiner Werkstatt erstreckt sich ja ein großer Hang. Dieser ist in Teilbereichen mit einer kleinen Stützwand (Trockenmauer) aus Naturstein abgefangen, die es allerdings über die Jahre an einigen Stellen ziemlich zerdrückt hat. das hat aber eher mit der schlechten Bauweise der Trockenmauer zu tun und nicht mit dem Hang.
    Nun gibt es eine Stelle im Hang, die entweder abgegangen ist oder einfach nur aufgefüllt wurde und sich gesetzt hat (ich tendiere zu letzterem, wegen des Baumbestandes, denn über der abgesackten Stelle stehen die alten Bäume noch kerzengerade, auf der Fläche gibt es NUR jungen Baumbestand). Letztes Jahr habe ich meinen Lagerplatz ein klein wenig erweitert und in dem Zuge mussten wir unten den Ausläufer dieser Stelle ein wenig wegnehmen. Zum Vorschein kam neben haufenweise Müll / Bauschutt auch das zu sehende Betonfundament. Hinter der Erde müsste eigentlich noch das Trockenmäuerchen stecken, aber soweit durfte / wollte ich nicht buddeln, auch weil der Zustand ungewiss ist.

    Sichern möchte ich die Stelle trotzdem, auch wenn sich da bisher rein gar nichts bewegt hat. Nicht, weil ich Sorge wegen Hangrutschung hätte, eher will ich einen sauberen Abschluss zum Lagerplatz haben - und da kamen mir die superfetten Winkelelemente für einen Obulus doch sehr recht dahergelaufen.

    Da ich keine Ecke für die Winkelsteine habe, habe ich heute den Anfang erstmal mit großen Sandsteinblöcken hergestellt, damit will ich dann auch bis zum Trockenmäuerchen anarbeiten. Also: von der linken Seite meiner Sandsteinmauer an möchte ich die 10 Winkelstützen stellen.

    Nun nähern wir uns meiner Frage: Normalerweise werden die Dinger ja in ein Betonbett gesetzt, dahinter wird richtig anbetoniert und dann wird gesondert eine Drainage reingelegt. Den Aufwand würde ich mir ganz gerne sparen und würde die Teile gerne lieber in ein kleines Splittbett setzen - Frostschutz ist ja bereits drunter.

    Frage 1: Wäre es bei der Variante sinnvoll, auch die Winkelstützen mit einer Dosierung zu versetzen (also i.R. Hang "gekippt")

    Frage 2: Wäre es sinnvoll, im Nachgang eine Rückverankerung in das vorhandene Alt-Fundament zu machen? (geht nur partiell, weil der Beton teils sehr bröselig ist)

    Hintergrund meiner Frage: Ich scheue nicht nur den Aufwand. Mir geht es auch darum, dass jetzt vom Hang ankommendes Wasser in den bereits eingebauten Frostschutz versickern kann und ich es mit der Dränage nicht übertreiben muss. Betoniere ich die Dinter jedoch ein, MUSS ich zwingend ein Rohr mit Gefälle legen usw., weil ich ja dann auch bis zum alten Betonfundament zwangsläufig zubetoniere. So würde ich lediglich ein bisschen Kies hinten anfüllen, Vlies drüber, Erde drauf und gut.

    Was ich noch erwähnen sollte: EIN Winkelelement wiegt 1070kg. Irgendwo im Hang steht garantiert noch die alte Natursteinmauer. Die Fläche ist mit gebrauchten Überfahrplatten voll ausgelegt - ich wüsste wirklich nicht, wo es so ein Teil hinschieben sollte - beim besten Willen nicht. Kippen vielleicht, die Standfüße sind nicht gerade üppig tief - aber dem könnte man ja mit einer Dosierung entgegen wirken.

    Unter uns: Die Dinger waren ja früher garantiert auch auf Beton gesetzt - und an den Fußunterseiten der Stützen erkennt man NULL Anhaftung. Altbeton auf frischem Beton geht sowieso keine gute Verbindung ein, insofern meine ich, dass ich mir das sparen kann - sofern das Splittbett nur 2-3cm stark ist, klar.

    Was denkt ihr darüber?


    So - und zeitgleich seid ihr mit dem Beitrag auf dem neuesten Stand, was meine Bautätigkeit angeht.











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    Genossen und Genossinnen! Geniesset den genuß der Genossenschaften, denn es könnte vorkommen, dass die
    Nachkommen mit dem Einkommen der Vorkommen nicht auskommen und daher umkommen!
  • 2augen1nase
    Heerführer


    • 13.03.2007
    • 5584
    • Chemnitz
    • keiner.. leider

    #2
    Hier noch ein kleiner Nachtrag, weil das gestern auf den Fotos mit der Trockenmauer rüberkam. Ich habe da heute mal einen Bereich freilegen müssen, damit ich da noch ein paar Steine reinbasteln kann. Die Trockenmauer ist zumindest in dem Bereich, den ich freigelegt habe, in einem guten Zustand. Womöglich haben die Winkelstützen also gar nicht so viel abzufangen.

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    • Sorgnix
      Admin

      • 30.05.2000
      • 26327
      • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
      • Große Nase, Augen, Ohren, Merlin, Whites XLT, Tesoro, Nokta Impact, Rutus, Minelab XTerra, OGF-L, UW 720C, Mariscope Spy, Chasing M2 Pro ...

      #3
      Dann laß es doch so!!
      Die Originalmauer sieht eh um Längen besser aus als diese verschlissenen Fertigteile ...

      Problem ist halt nur, daß Du den abgetragenen Boden loswerden mußt ...
      Ich hätte mein Grundstück wieder auf die alte Größe ausgedehnt
      Da summieren sich die m2 doch, wenn der Mauerfuß wieder freiliegt.
      Und der Bewuchs oberhalb scheint den Hang ja entsprechend zu stabilisieren.
      ... so lange das Wurzelwerk nicht zu groß wird.

      ansonsten: nicht viel Zeit für Statements im Moment.
      Gruß
      Jörg
      Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
      zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

      (Heiner Geißler)

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      • oliver.bohm
        Moderator

        • 20.11.2007
        • 8478
        • Hannover
        • SBL 10

        #4
        Ich würde auch die alte Mauer freilegen.. wenn sie noch ganz ist, tut sie ihren Job noch lange..
        Gruß Olli

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        • 2augen1nase
          Heerführer


          • 13.03.2007
          • 5584
          • Chemnitz
          • keiner.. leider

          #5
          Das mit der Mauer hab ich mit dem Vermieter schon lange durch - die bleibt verschüttet, keine Diskussion. Es weiß ja auch keiner so genau, was da mal stand oder was da den Hang runtergekippt wurde oder alternativ: was sich da gesetzt hat oder was da runtergerutscht ist.

          Ich will halt nicht zu viel Ziehauf machen und in Beton versetzen hätte halt den großen Nachteil, dass man dann auch erhöhtes Augenmerk auf die Drainage legen muss - aktuell versickert alles wunderschön, kein Problem.

          Übrigens: Tatsächlich ist auch die Aushubentsorgung einfach so ein Thema - man muss den Kram ja loswerden, zumindest das, was man nicht umgeschichtet bekommt. Und ja: auch wenn ein paar m2 mehr Platz immer gut sind: ein Lager in der Breite macht für mich mehr Sinn, als eines in der Tiefe. Wichtiger ist mir eben, dass man einen sauberen Abschluss hat, damit nicht der ganze Dreck einspült und sich die Paletten in Wohlgefallen auflösen....

          Naja. Ich bin mir halt unsicher - denn wenn´s nicht funktioniert, muss man das alles nochmal anfassen...





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          • trilobit
            Heerführer


            • 01.09.2009
            • 3111
            • thüringen

            #6
            im betonwerk kannste günstig die legosteine kaufen wenn die abends die mischer leer machen oder was falsch bestellt haben wird das in form gegossen das kein müll anfällt!
            die steine als wand stapeln den erdaushub hinter die neue mauer und fertig!
            die legosteine lassen sich immer wieder verwenden umbauen..
            Fotowettbewerbgewinner März 2020 & Kettengliedmagnettesterfinder und seit dezember 2021 professionellen ghostwriteraufdensenkelgeher

            -Angesichts derart sinnfrei angewandter Mathematik, streiche ich die Segel und komme stattdessen einfach mit-
            (SirQuickly)

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            • 2augen1nase
              Heerführer


              • 13.03.2007
              • 5584
              • Chemnitz
              • keiner.. leider

              #7
              @Trilobit: Betonwerk, Legosteine, günstig, Resteverwertung: kannste alles vergessen - ein Wunschtraum ist das. Tatsächlich werden die Lego Steine extra angefertigt und sind relativ teuer - zumindest in der Menge, in der ich sie benötige. Wenn man die vielleicht mal gebraucht bekommt, schlagen trotzdem die Transportkosten nochmal extrem zu Buche. Deswegen hab ich mic ja gefreut, diese schweren Winkelstützen zu bekommen. 50€/Stück ist ok, der Transport war letztlich teurer.

              "Problematisch" sind bei den Dingern eigentlich nur die kurzen Standfüße. Deswegen ja meine Unsicherheit. Spannend ist jedoch, dass die Dinger keinerlei Spuren von Betonanhaftungen haben, dabei waren sie ja schon mal verbaut. Gut, man sieht denen ja an, dass sie einst deutlich tiefer in der Erde steckten, aber ich gehe mal davon aus, dass die lediglich in Frostschutz eingepackt waren.

              Ich denke, so werde ich das auch machen. Frostschutz dahinter, abrütteln, Vlies drauf, Erde drauf... Habe die Teile vorsichtshalber leicht schräg i.R. Hang gestellt, wird mich schon überleben



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              • trilobit
                Heerführer


                • 01.09.2009
                • 3111
                • thüringen

                #8
                eine gute bekannte und ihr mann leiten ein betonwerk in bayern!
                es kommt mehr als einmal vor das sich bauherren verrechnen und zuviel bestellen ...wenn die anlage am abend leer gefahren wird oder eine andere sorte bestellt wird werden aus allen diesen mengen legosteine!
                ich stand daneben!
                wenn ich hier noch schreiben würde was die ab werk dort kosten fängste an zu heulen!😉
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                • ogrikaze
                  Moderator

                  • 31.10.2005
                  • 11386
                  • Leipzig
                  • Aktuell: DEUS, ORX, CZ21, MI 4, Garrett THD, Abgelegt: Blisstool,ACE250, Minelab Excalibur, Minelab Terra 70, Goldmaxx Power, Rutus Solaris

                  #9
                  Da geb ich Trilo Recht, mit ein wenig Beziehungen geht da was, so wie er schreibt. Hab selber nen Kumpel der ne Betonbirne fährt. Die sind froh wenn der Rest entsorgt werden kann. Für nen ganz schmalen Taler.
                  Gruß Sven

                  Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.
                  Eventuell vorhandene Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Unterhaltung.

                  Kommentar

                  • trilobit
                    Heerführer


                    • 01.09.2009
                    • 3111
                    • thüringen

                    #10
                    so isses!
                    normal müsste die entsorgung sogar bezahlt werden auf dem weg haben alle was davon...die gelebte nachhaltigkeit!
                    Fotowettbewerbgewinner März 2020 & Kettengliedmagnettesterfinder und seit dezember 2021 professionellen ghostwriteraufdensenkelgeher

                    -Angesichts derart sinnfrei angewandter Mathematik, streiche ich die Segel und komme stattdessen einfach mit-
                    (SirQuickly)

                    Kommentar

                    • 2augen1nase
                      Heerführer


                      • 13.03.2007
                      • 5584
                      • Chemnitz
                      • keiner.. leider

                      #11
                      @Trilobit: Tja - ich hab hier alle möglichen Firmen angefragt und überall konnte ich die Dinger nur hundsteuer vom Werk beziehen - tatsächlich auch teurer als nagelneue Winkelstützen, zumindest auf den m2 berechnet. Da fehlt mir offensichtlich die Connection ins Betonwerk

                      @Ogri: Tatsächlich habe ich, als ich im Januar nach Dessau gefahren bin, mal Ausschau gehalten, weil die ja bei dir um die Ecke eine riesige Halde aus Legosteinen aufgesetzt hatten - zum zwecke der Bodenverdichtung vor Brückenneubau. DA hätte man sicher günstig rankommen können, aber es bleibt eben trotzdem der Transport, der ist fast so teuer, wie die Dinger selbst.

                      Aber: Darum ging es ja im Thema nicht - ich bin ja glücklicherweise fündig geworden und um den Rest muss ich mir erst Gedanken machen, wenn ich da bin - vielleicht brauchs da auch gar nichts mehr. Noch hab ich ja erst 4 Stück verbaut - von heute allerdings keine Fotos, weils dann dunkel war.

                      Zusätzlich habe ich die Stützen nun untereinander nochmal verschraubt, das bringt zusätzliche Stabilität und die Verbindung untereinander wird wohl auch empfohlen, im Regelfall aber wohl eher mittels Rundeisen gemacht.

                      Spannend ist, dass ich das heute extra gekaufte Geotextil wieder wegschaffen kann. Ein befreundeter GaLabauer riet mir davon ab, ein Geotextil zwischen Frostschutz und Erde zu verbauen - er sagte, eine befreundete Gutachterin warnt regelrecht davor, weil sich das Vlies mit der Zeit zusetzt und dann so dicht wäre wie eine Teichfolie. Auch gut - spart Arbeit.






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