Winkelstützen - Gewissensfrage?

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  • 2augen1nase
    Heerführer


    • 13.03.2007
    • 5582
    • Chemnitz
    • keiner.. leider

    #1

    Winkelstützen - Gewissensfrage?

    Ich würde gerne mal eure Meinung zu meinem "Problem" hören und vielleicht hat ja der ein oder andere auch Erfahrungen...


    Folgender Sachverhalt:

    Hinter meiner Werkstatt erstreckt sich ja ein großer Hang. Dieser ist in Teilbereichen mit einer kleinen Stützwand (Trockenmauer) aus Naturstein abgefangen, die es allerdings über die Jahre an einigen Stellen ziemlich zerdrückt hat. das hat aber eher mit der schlechten Bauweise der Trockenmauer zu tun und nicht mit dem Hang.
    Nun gibt es eine Stelle im Hang, die entweder abgegangen ist oder einfach nur aufgefüllt wurde und sich gesetzt hat (ich tendiere zu letzterem, wegen des Baumbestandes, denn über der abgesackten Stelle stehen die alten Bäume noch kerzengerade, auf der Fläche gibt es NUR jungen Baumbestand). Letztes Jahr habe ich meinen Lagerplatz ein klein wenig erweitert und in dem Zuge mussten wir unten den Ausläufer dieser Stelle ein wenig wegnehmen. Zum Vorschein kam neben haufenweise Müll / Bauschutt auch das zu sehende Betonfundament. Hinter der Erde müsste eigentlich noch das Trockenmäuerchen stecken, aber soweit durfte / wollte ich nicht buddeln, auch weil der Zustand ungewiss ist.

    Sichern möchte ich die Stelle trotzdem, auch wenn sich da bisher rein gar nichts bewegt hat. Nicht, weil ich Sorge wegen Hangrutschung hätte, eher will ich einen sauberen Abschluss zum Lagerplatz haben - und da kamen mir die superfetten Winkelelemente für einen Obulus doch sehr recht dahergelaufen.

    Da ich keine Ecke für die Winkelsteine habe, habe ich heute den Anfang erstmal mit großen Sandsteinblöcken hergestellt, damit will ich dann auch bis zum Trockenmäuerchen anarbeiten. Also: von der linken Seite meiner Sandsteinmauer an möchte ich die 10 Winkelstützen stellen.

    Nun nähern wir uns meiner Frage: Normalerweise werden die Dinger ja in ein Betonbett gesetzt, dahinter wird richtig anbetoniert und dann wird gesondert eine Drainage reingelegt. Den Aufwand würde ich mir ganz gerne sparen und würde die Teile gerne lieber in ein kleines Splittbett setzen - Frostschutz ist ja bereits drunter.

    Frage 1: Wäre es bei der Variante sinnvoll, auch die Winkelstützen mit einer Dosierung zu versetzen (also i.R. Hang "gekippt")

    Frage 2: Wäre es sinnvoll, im Nachgang eine Rückverankerung in das vorhandene Alt-Fundament zu machen? (geht nur partiell, weil der Beton teils sehr bröselig ist)

    Hintergrund meiner Frage: Ich scheue nicht nur den Aufwand. Mir geht es auch darum, dass jetzt vom Hang ankommendes Wasser in den bereits eingebauten Frostschutz versickern kann und ich es mit der Dränage nicht übertreiben muss. Betoniere ich die Dinter jedoch ein, MUSS ich zwingend ein Rohr mit Gefälle legen usw., weil ich ja dann auch bis zum alten Betonfundament zwangsläufig zubetoniere. So würde ich lediglich ein bisschen Kies hinten anfüllen, Vlies drüber, Erde drauf und gut.

    Was ich noch erwähnen sollte: EIN Winkelelement wiegt 1070kg. Irgendwo im Hang steht garantiert noch die alte Natursteinmauer. Die Fläche ist mit gebrauchten Überfahrplatten voll ausgelegt - ich wüsste wirklich nicht, wo es so ein Teil hinschieben sollte - beim besten Willen nicht. Kippen vielleicht, die Standfüße sind nicht gerade üppig tief - aber dem könnte man ja mit einer Dosierung entgegen wirken.

    Unter uns: Die Dinger waren ja früher garantiert auch auf Beton gesetzt - und an den Fußunterseiten der Stützen erkennt man NULL Anhaftung. Altbeton auf frischem Beton geht sowieso keine gute Verbindung ein, insofern meine ich, dass ich mir das sparen kann - sofern das Splittbett nur 2-3cm stark ist, klar.

    Was denkt ihr darüber?


    So - und zeitgleich seid ihr mit dem Beitrag auf dem neuesten Stand, was meine Bautätigkeit angeht.











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    Genossen und Genossinnen! Geniesset den genuß der Genossenschaften, denn es könnte vorkommen, dass die
    Nachkommen mit dem Einkommen der Vorkommen nicht auskommen und daher umkommen!
  • 2augen1nase
    Heerführer


    • 13.03.2007
    • 5582
    • Chemnitz
    • keiner.. leider

    #2
    Hier noch ein kleiner Nachtrag, weil das gestern auf den Fotos mit der Trockenmauer rüberkam. Ich habe da heute mal einen Bereich freilegen müssen, damit ich da noch ein paar Steine reinbasteln kann. Die Trockenmauer ist zumindest in dem Bereich, den ich freigelegt habe, in einem guten Zustand. Womöglich haben die Winkelstützen also gar nicht so viel abzufangen.

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    Kommentar

    • Sorgnix
      Admin

      • 30.05.2000
      • 26327
      • Pöhlde - (=> Süd-Nds.)
      • Große Nase, Augen, Ohren, Merlin, Whites XLT, Tesoro, Nokta Impact, Rutus, Minelab XTerra, OGF-L, UW 720C, Mariscope Spy, Chasing M2 Pro ...

      #3
      Dann laß es doch so!!
      Die Originalmauer sieht eh um Längen besser aus als diese verschlissenen Fertigteile ...

      Problem ist halt nur, daß Du den abgetragenen Boden loswerden mußt ...
      Ich hätte mein Grundstück wieder auf die alte Größe ausgedehnt
      Da summieren sich die m2 doch, wenn der Mauerfuß wieder freiliegt.
      Und der Bewuchs oberhalb scheint den Hang ja entsprechend zu stabilisieren.
      ... so lange das Wurzelwerk nicht zu groß wird.

      ansonsten: nicht viel Zeit für Statements im Moment.
      Gruß
      Jörg
      Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hat
      zu tun mit der Blödheit ihrer Bewunderer ...

      (Heiner Geißler)

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      • oliver.bohm
        Moderator

        • 20.11.2007
        • 8478
        • Hannover
        • SBL 10

        #4
        Ich würde auch die alte Mauer freilegen.. wenn sie noch ganz ist, tut sie ihren Job noch lange..
        Gruß Olli

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        • 2augen1nase
          Heerführer


          • 13.03.2007
          • 5582
          • Chemnitz
          • keiner.. leider

          #5
          Das mit der Mauer hab ich mit dem Vermieter schon lange durch - die bleibt verschüttet, keine Diskussion. Es weiß ja auch keiner so genau, was da mal stand oder was da den Hang runtergekippt wurde oder alternativ: was sich da gesetzt hat oder was da runtergerutscht ist.

          Ich will halt nicht zu viel Ziehauf machen und in Beton versetzen hätte halt den großen Nachteil, dass man dann auch erhöhtes Augenmerk auf die Drainage legen muss - aktuell versickert alles wunderschön, kein Problem.

          Übrigens: Tatsächlich ist auch die Aushubentsorgung einfach so ein Thema - man muss den Kram ja loswerden, zumindest das, was man nicht umgeschichtet bekommt. Und ja: auch wenn ein paar m2 mehr Platz immer gut sind: ein Lager in der Breite macht für mich mehr Sinn, als eines in der Tiefe. Wichtiger ist mir eben, dass man einen sauberen Abschluss hat, damit nicht der ganze Dreck einspült und sich die Paletten in Wohlgefallen auflösen....

          Naja. Ich bin mir halt unsicher - denn wenn´s nicht funktioniert, muss man das alles nochmal anfassen...





          Genossen und Genossinnen! Geniesset den genuß der Genossenschaften, denn es könnte vorkommen, dass die
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          • trilobit
            Heerführer


            • 01.09.2009
            • 3109
            • thüringen

            #6
            im betonwerk kannste günstig die legosteine kaufen wenn die abends die mischer leer machen oder was falsch bestellt haben wird das in form gegossen das kein müll anfällt!
            die steine als wand stapeln den erdaushub hinter die neue mauer und fertig!
            die legosteine lassen sich immer wieder verwenden umbauen..
            Fotowettbewerbgewinner März 2020 & Kettengliedmagnettesterfinder und seit dezember 2021 professionellen ghostwriteraufdensenkelgeher

            -Angesichts derart sinnfrei angewandter Mathematik, streiche ich die Segel und komme stattdessen einfach mit-
            (SirQuickly)

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