Sondengänger versuchen sich seit einigen Jahren gegenüber den Raubgräbern abzugrenzen. Raubgräber handeln egoistisch und sind auf Gewinn aus. Die durch sie gestohlenen archäologischen Funde wandern in den Kunsthandel oder direkt in die Hände von gewissenlosen Sammlern. Die Archäologie hat das Nachsehen. Nur die Archäologen? Nein, auch wir Sondengänger. Woraus resultiert die ganze Diskussion von Sondengängern, Raubgräber, Suchgenehmigungen, Schatzregalen usw. usw.? In erster Linie daraus, dass Raubgräber auch Metalldetektoren verwenden und damit verheerende Schäden anrichten. (Es ist mir klar, dass durch Bautätigkeiten wesentlich größere Schäden an Bodendenkmälern angerichtet werden als durch Raubgräber) Es gibt noch weitere Gründe, warum uns Sondengänger Nachforschungsgenehmigungen verweigert werden. Es ist jedoch müßig, dass alles auszudiskutieren. Archäologen und Sondengänger können sich sicher stundenlang gegenseitig mit Argumenten und Gegenargumenten „bombardieren“. Das führt zu nichts. Handeln ist angesagt. Die Raubgräber haben uns Sondengänger lange genug geschadet. Wir können uns nicht alles gefallen lassen. Raubgräber haben keinen Anspruch darauf durch die Masse der Sondengänger geschützt zu werden, nur weil sie auch einen Detektor besitzen. Die Raubgrabung bei Nauheim ist eine Straftat! Schwerer Diebstahl lautet der Tatvorwurf. Der Geschädigte ist der Grundstückseigentümer, der nach Bundesrecht Eigentümer von 50 % des Fundes ist. WER SIND DIE TÄTER?? Wer hat Informationen über die Täter oder die Funde? Es braucht mir bitte keiner mit Denuziantentum oder Ähnlichen zu kommen. Hier geht es nicht um eine gefundene Fibel, einen Kelten oder Römer, hier geht es um ein mit hoher krimineller Energie verübtes Verbrechen.
Grüsse und weiterhin gut Fund im gestörten Erdreich
Walter


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