Adler der versunkenen Graf Spee geborgen

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  • A4 Rakete
    Heerführer


    • 14.03.2005
    • 1432
    • NRW

    #31
    Etwas offtopic ,t`schuldigung

    Zitat von Andi08/15
    ......und muss mir von niemandem, schon gar nicht von unseren mehr als weniger selber nicht ganz astreinen Politikern eine Schuld einreden lassen! ...MFG Andi!
    Das nennt man heutzutage political correctness.

    Ich sehe das genauso wie du und ich denk mal,dass wir nicht die Einzigen sind,die das so sehen.

    Es fängt doch auch schon in der Bundeswehr an.
    Da wird mit Traditionen gebrochen.
    Namen wie Mölders werden auf einmal ausgetauscht,weil er ja angeblich der böse Faschist war.
    Jahrzehntelang wurde der Name aber für seriös genug befunden.

    Wenn ich mir diese Entwicklung betrachte,dann könnte ich .....
    (Ich spars mir lieber.)

    Gruss A4 Rakete
    semper prorsum - numquam retrorsum

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    • kaeptnblaubaer
      Geselle


      • 19.04.2007
      • 94
      • berlin

      #32
      Zitat von Andi08/15
      Tach,

      sehr interessant, sollte der Pott wirklich gehoben und restauriert ausgestellt werden, fahre ich nach Montevideo.
      Was mich bei der Sache stört, ist, das es sich bei dem Kahn immer noch um Eigentum der Bundesrepublik als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches handelt, und die sich absolut nicht äußern, oder hat unser über alles geliebter Staat den Kahn heimlich still und leise auch vertickt?
      Noch als Anmerkung: In den 70ger Jahren stellte die Türkei den Schlachtkreuzer "Yavuz" ex"Goeben" außer Dienst, den die Kaiserliche Marine vor dem Ersten Weltkrieg den Türken ausgeliehen hat, die Bundesrepublik hätte das Schiff in immer noch intaktem Zustand für 300000,-DM zurückaufen können, woran naturgemäß auch kein Interesse bestand. Das zeigt mal wieder, was unserem Land seine Geschichte wert ist.
      Interessanterweise war die "Goeben" das am längsten im Dienst befindliche Kriegsschiff der Welt gewesen und hätte für sich genommen ein Museum verdient. Nu lebt es sicher in gefälschten Autoteilen aus der Türkei fort, oder in anatolischen Kochtöppen.
      Ma sehn was aus der "Spee" wird...man darf gespannt sein.
      bin seit kurzem in diesem forum und lese mich seit einigen tagen durch teils hochinteressante beiträge.deswegen kann ich auch erst so spät auf dieses thema reagieren.

      "ausgeliehen" ist hier das falsche wort.

      die "goeben" und die "breslau" sind bestimmt keine leihgabe gewesen.in verschiedenen quellen werden hauptsächlich zwei thesen aufgeworfen:
      1.verkauft
      2.geschenkt (um das osmanische reich an der seite der mittelmächte in den krieg zu ziehen)

      von einer leihgabe habe ich hier das erste mal gelesen.der vollständige name der goeben unter osmanischer flagge war übrigens "yavuz sultan selim" und "goeben" hiess "midilli".

      zur frage ob sich die brd auf irgendeine weise bei der hebung der "graf Spee" in teilen oder ganz beteiligen sollte,würde ich sagen dass es sicherlich dringlichere aufgaben gibt.und eigentum der brd ist die "spee" auch nicht.bei versunkenen schiffen gehören die dem der sie raufholt.(gibts da ne ausnahme für kriegsschiffe?)

      übrigens:die "savarona " -ursprünglich englische yacht,dann zur staatsyacht von mustafa kemal atatürk umgebaut- stand erst vor ein/zwei jahren vor der verschrottung.war auch in einem erbärmlichen zustand.
      ein geschäftsmann mit genug schneid hat die yacht gekauft und restaurieren lassen.die türkische republik hat sich da vornehm zurückgehalten. ;-)

      was ist denn aus den resten der "spee" geworden?
      Zuletzt geändert von kaeptnblaubaer; 22.04.2007, 21:50.
      grüsse aus der hauptstadt

      interessiere mich für wkI,südostfront/balkan

      Kommentar

      • Tümpeltaucher
        Einwanderer


        • 15.01.2007
        • 10
        • dessau

        #33
        Kriegsschiffe bleiben auch im gesunkenen Zustand weiterhin Eigentum des Landes unter dessen Flagge es fuhr.

        MfG

        Yves
        Ich will mal so sterben wie mein Großvater, sanft im Schlaf!
        Und nicht so hysterisch kreischend wie sein Beifahrer!

        Kommentar

        • Tyr
          Lehnsmann


          • 19.03.2006
          • 39
          • Saarpfalzkreis

          #34
          Zitat von Tümpeltaucher
          Kriegsschiffe bleiben auch im gesunkenen Zustand weiterhin Eigentum des Landes unter dessen Flagge es fuhr.

          MfG

          Yves
          Hallo,
          genau so ist es. Nach dem Völkerrecht bleibt ein Kriegsschiff Eigentum seines
          Ursprungslandes, bzw. der daraus entstandenen Bundesrepublik.
          Quelle: Robert D. Ballard "Die Entdeckung der Bismarck" S.274

          Gruss
          Tyr
          Dulce et decorum est pro patria mori (Horaz)

          Kommentar

          • Jack Sparrow
            Lehnsmann


            • 01.11.2006
            • 44
            • saarland

            #35
            Es ist der 21. August 1939 und der Krieg längst beschlossene Sache, als die "Spee" aus Wilhelmshaven ausläuft. Ihr Ziel ist der Südatlantik. Am 26. September, gut drei Wochen nach Kriegsbeginn, erhält sie den Befehl, einen "energischen Stoß" gegen feindliche Handelsschiffe zu führen. Gemeint ist damit, so viele Frachter zu versenken wie möglich.

            Eine Aufgabe, für die sich das Panzerschiff wie kaum ein zweiter Schiffstyp eignet. Sie ist stärker bewaffnet als jeder Kreuzer zu dieser Zeit und schneller als jedes Schlachtschiff. Zudem hat sie einen Aktionsradius von etwa 11 000 Seemeilen, also 20 000 Kilometern. "Pocket battleships" - "Westentaschen-Schlachtschiffe" - nennen die Briten diesen Typ.

            Am 30. September versenkt das deutsche Kriegsschiff sein erstes Opfer: die britische "Clement". Acht weitere werden folgen. Die britische Admiralität ist alarmiert und ratlos zugleich. Denn die "Spee" taucht jedesmal wie aus dem Nichts auf und verschwindet anschließend wieder. Ein Phänomen, das weniger mit Mystik als mit der 1939 noch nicht sehr ausgeprägten Luftaufklärung zu erklären ist.

            Zudem hat ihr Kommandant, Kapitän zur See Hans Langsdorff, einen Verbündeten: den Versorger "Altmark", der dem Panzerschiff auch die zahlreichen Gefangenen abnimmt. Denn der 45-jährige Langsdorff handelt nach einem strengen Kodex. Frachter werden mit einem Schuss vor den Bug gestoppt, dann wechselt die Besatzung auf die "Spee", wo sie ausgesprochen gastfreundlich aufgenommen wird. Erst danach wird das Handelsschiff versenkt. Von den neun Schiffen, die der "Spee" zum Opfer fielen, ist nicht ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen.

            Doch der Jäger hinterlässt eine Fährte. Ein britisches Kreuzergeschwader unter Kommodore Henry Harwood fängt Funksprüche der Opfer auf. Die Briten berechnen daraus Kurs und Geschwindigkeit ihres Gegners. Offenbar läuft die "Spee" die Küste von Uruguay an. Harwood legt sich mit den Kreuzern "Exeter", "Ajax" und "Achilles" vor der Mündung des Rio de la Plata auf die Lauer, wo er den Räuber, dessen Identität der britischen Admiralität noch nicht ganz klar ist, erwartet.

            Tatsächlich taucht die "Graf Spee" am Mittwoch, den 13. Dezember, kurz nach Sonnenaufgang geistergleich aus dem Dunst auf. Langsdorff und seine Offiziere halten die britischen Schiffe zunächst für Zerstörer und verringern die Distanz. Um 6.14 Uhr eröffnet die "Spee" die erste Seeschlacht des Zweiten Weltkrieges. Die "Exeter" wird mehrfach schwer getroffen und zieht sich nach den Falklandinseln zurück.

            "Ajax" und "Achilles" beschießen ihrerseits die "Graf Spee" mit Artillerie und Torpedos. Das Panzerschiff muss etwa 20 schwere Treffer einstecken. 36 Mann werden getötet und mehr als 50 schwer verwundet. Deshalb, und weil die Beschädigungen nicht auf See zu reparieren sind, entschließt sich Langsdorff am Abend, den Hafen von Montevideo im neutralen Uruguay anzulaufen.
            Noch in der Nacht beginnt er, mit den Behörden zu verhandeln. Uruguays Regierung weiß, dass sie wirtschaftlich von Großbritannien abhängig ist. Langsdorff wird hingehalten. Sein Gegenspieler, der britische Botschafter Eugene Millington-Drake, kann die Regierung Uruguays davon überzeugen, den Deutschen nur eine Liegezeit von 72 Stunden zu gewähren. Zu wenig für Reparaturen. Durch geschicktes Streuen von Gerüchten sorgt Millington-Drake zudem dafür, dass Langsdorff glaubt, ihn erwarte beim Auslaufen ein verstärktes britisches Geschwader. Ein Trugschluss
            Am Donnerstag, den 14. Dezember, werden die Toten der "Spee" in Montevideo beigesetzt. Langsdorff verhandelt weiter, ohne Erfolg. Im Hafen versammeln sich Tausende von Schaulustigen, eine US-Radiostation überträgt live in alle Welt.

            Am Sonntag, den 17. Dezember, läuft das Ultimatum ab. Um 17.30 Uhr geht das Panzerschiff "Anker auf". Nur Hans Langsdorff und 40 Mann sind an Bord. Die übrige Besatzung ist auf den Frachter "Tacoma" gewechselt. Langsam nimmt die graue Silhouette flussabwärts Fahrt auf. Knapp außerhalb der Dreimeilenzone wirft die "Graf Spee" wieder Anker. Die Restcrew steigt auf einen Tender über. Tausende Menschen sehen von der Mole aus zu. Um 19.55 Uhr, kurz nach Sonnenuntergang, zerreißen Explosionen die Luft. Vor den Augen der Menschenmenge versinkt das Schiff, vom Radio live übertragen.

            Langsdorff hat sechs Torpedoköpfe über den Munitionskammern zünden lassen, in denen noch 306 schwere 28-Zentimeter-Granaten lagern. Seine Besatzung führt er anschließend über den La Plata nach Buenos Aires, wo die deutschen Marinesoldaten aufgenommen und interniert werden. Der Kommandant überlebt sein Schiff nur um wenige Stunden. Nachdem er eine letzte Ansprache an seine Besatzung gehalten hat, legt er sich in seiner Kammer im Internierungsgebäude auf die Fahne seines Schiffs und erschießt sich.

            Die "Graf Spee" ragt noch lange aus dem flachen Wasser der Plata-Mündung. Nur langsam versinkt sie im weichen Schlick. Noch ein Jahr nach der Selbstversenkung ist ihr Gefechtsmars (der vordere Turm) über der Oberfläche zu sehen. 1943 schweißen lokale Bergungsfirmen die Aufbauten weitgehend ab und überlassen das Schiff endgültig seinem Schicksal. Von dem heute nur noch eine schwarze Boje zeugt.

            quelle :www.abendblatt.de

            Kommentar

            • diverhans
              Ridderkreuzträger &
              Ritter


              • 03.11.2005
              • 444
              • BW

              #36
              Zitat von kaeptnblaubaer
              bei versunkenen schiffen gehören die dem der sie raufholt.(gibts da ne ausnahme für kriegsschiffe?)
              Thema Kriegsschiffe ist hinreichend korrigiert worden.
              Thema zivile Schiffe korrigiere ich mal (etwas global und teilweise nur als Stichwort/Gedankenstütze)): Nix gehört dem, der die (zivilen) Schiffe rauf holt und/oder Teile/Artefakte davon. Es sei denn, er hat folgendes geklärt/berücksichtigt:

              a) Lage in internationalen Gewässern oder
              b) in der Hoheitszone des jeweiligen Landes

              a.1) kein Eigentümer auffindbar oder dieser hat das Objekt (Wrack)
              aufgegeben
              a.1.1) der Eigentümer ist der Reeder oder die Versicherungsgesellschaft
              a.1.2) keiner der "beiden" hat (regelmäßige) Versuche unternommen, dass
              Wrack zu finden
              a.1.3) wurde das Wrack gefunden und es sind ein Jahr lang (364 Tage) keine
              nachweislichen und sich mindestens jährlich wiederholende Aktivitäten
              getätigt worden, gilt das Wrack als aufgegeben.

              b.1) seeehr unterschiedliche Regelungen (Länder)

              c) Schatzfund!

              d) Kriegsgrab deklariert

              So sind beispielsweise die "Lusitania" und die "Andrea Doria" reiner Privatbesitz einer <Einzelperson>.
              So ist beispielsweise die <private> Suche auf/in der Ostsee nach Wracks (Suchmusterfahrten mit dem eigenen Boot) bereits strafbar.
              Und so weiter...

              Du klingst sehr sicher mit deiner Behauptung .. woher nimmst du die Grundlage(n) .. Quellen?

              Lg., Rene (wracktaucher)
              Zuletzt geändert von diverhans; 28.04.2007, 23:26.
              ..man kann nicht alle Wracks dieser Welt betauchen, aber .. man kann`s versuchen!

              Kommentar

              • kaeptnblaubaer
                Geselle


                • 19.04.2007
                • 94
                • berlin

                #37
                hi rene.

                war eine annahme von mir.
                ich hätte höchstens angenommen dass es eine ausnahme für kriegsschiffe gibt.

                danke für die aufklärung.
                grüsse aus der hauptstadt

                interessiere mich für wkI,südostfront/balkan

                Kommentar

                • Andi08/15
                  Heerführer

                  • 27.06.2003
                  • 2048
                  • Lkr. RT/Baden-Württemberg
                  • Garret ACE250

                  #38
                  Kleine Anmerkung am Rande: Bei seiner Außerdienststellung Anfang der 70ger hieß die ex"Goeben" wirklich nur noch "Yavuz". die Kiste würde soweit ich weiß, noch zu Atatürks Zeiten umbenannt, um das "Sultan" aus dem Namen rauszukriegen. Als die Türken ihren Sultan abgeschossen haben, sollte auch nichts mehr an den erinnern.
                  Kennt man ja...siehe unsere Geschichte. Alle politisch nicht opportunen Sachen werden möglichst bald getilgt aus der Geschichte, es wird ja bekanntlich auch alles unternommen, z.B. alle Erinnerungen an die ehemalige DDR auszulöschen.
                  § 307 StGB Herbeiführen einer Explosion durch Kernenergie
                  (1) Wer es unternimmt, durch Freisetzen von Kernenergie eine Explosion herbeizuführen und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert zu gefährden, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

                  ICH MAG KEINE GRÜNE UND ICH MAG FEINSTAUB, WEIL DER WEISS; DAS ER VOR DEM UMWELTZONENSCHILD STEHENBLEIBEN MUSS, AUSSERDEM HAB ICHS GERNE WARM IN MEINEM ÖKOLOGISCH BEDENKLICHEM V8!!!

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