Planung der Bergung
Um festzulegen, welche Auftriebskörper verwendet werden müssen und welche Schlepptrossen eingesetzt werden können, muß man möglichst das Eigengewicht des Fahrzeuges kennen. In der Regel ist es sinnvoll, den Panzer mit Auftriebskörpern zu heben, weil die am nächsten liegende Uferstelle oft nicht geeignet ist das Fahrzeug mit einem Abschleppwagen an Land zu ziehen.
Zu große Entfernungen zwischen der Bergungsstelle an Land und der Fundstelle unter Wasser sind aus vielen Gründen oft nicht mit der Schlepptrosse des Bergungsfahrzeugs zu überwinden. Zudem führt der direkte Zug am havarierten Fahrzeug häufig zu schwersten Beschädigungen an diesem. Öl- und Treibstoffaustritt könnten die Folge sein.
Dimensionierung der Hebesäcke
Es ist nun für den Einsatzleiter wichtig, das benötigte Auftriebsvolumen der Hebesäcke festzulegen. Das geschieht nach folgender Formel:
Dichte Wasser
Auftrieb Hebesack = Gewicht PKW * ( 1 - ------------- )
Dichte PKW
Beim auf dem Boden stehenden Fahrzeug werden um die Radaufhängungen entsprechende Trossen gelegt und mit einem Schäkel jeweils ein Hebesack entsprechender Größe angebracht. Gleichzeitig bringt man an der Achse, die nicht den Motor trägt, eine Y-Trosse an, die am freien Ende mit einem Bügel gesicherten Kranhaken versehen ist (Zum späteren Anhängen der Trosse des Bergefahrzeuges).
Es ist selbstverständlich, daß Schäkel, Blöcke und dergleichen ebenfalls der zu bergenden Last angepaßt sind. Und weiterhin ist zu beachten, daß alle Manipulationen und Zugbelastungen eine erhebliche Gefährdung aller sich in der Nähe aufhaltender Personen darstellt, da Trossen brechen könnten.
Es ist deshalb unerläßlich, daß alle Zuschauer und auch Mitarbeiter aus dem Gefahrenbereich entfernt werden.
Anblasen der Hebesäcke
Das Anblasen der Hebesäcke ist selbstverständlich nicht als harmlos zu bezeichnen. Es kann bei ungleichmäßigem Auftrieb das Fahrzeugwrack unter Wasser umschlagen und die Taucher gefährden.
Fahrzeug hängt an
den Hebesäcken
Wir verwenden daher meistens eine Luftversorgung der Hebesäcke von Land aus. Es wird dazu an Land ein Druckgasbehälter entsprechender Größe mit Druckminderer deponiert. Ein Preßluft- Niederdruckschlauch wird bis zum Fahrzeugdach verlegt, dann auf dem Dach ein Vierfachteiler für Druckluft mit einem kräftigen Magneten befestigten und von dort in jeden Hebesack eine Zuleitung geführt. Man nimmt nun die Taucher aus dem Wasser und bläst von Land aus die Hebesäcke an. Das Fahrzeug wird alsbald an der Oberfläche erscheinen und kann jetzt leicht von Hand an eine für die Bergung günstige Stelle gezogen werden.
Beschreibung einer Hebung mit Bergesäcken und Berechnungsformel


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