Bielefelder Bergbau ???

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  • Biblio
    Landesfürst


    • 03.08.2011
    • 625
    • Ba-Wü

    #46
    Bielefelder Bergbau

    Hallo,

    wer hat jetzt den "Griese" gelesen?
    Kann es weitergehen, Hinweise aus der Literatur auf Bergbaureste im Umkreis von Bielefeld (zuerst Ortsbezirk Dornberg) mit Geländespuren zu vergleichen?

    Es geht hier erst einmal um die Steinkohlenzeche Friedrich-Wilhelms-Glück mit insgesamt 6 Schächten: Friedrich, Georg-Friedrich, Glückauf, Christian, Viktoria und Clamor. Im Bereich der damaligen Halde (Am Petersberg) befindet sich heute der Kindergarten von Dornberg. Das Maschinengebäude der ehem. Zeche ist als Wohnhaus ebenfalls am Petersberg erhalten.

    Weitere Recherchen folgen.

    Glückauf!

    Biblio

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    • Biblio
      Landesfürst


      • 03.08.2011
      • 625
      • Ba-Wü

      #47
      Hallo,

      was "Griese" nicht kannte, sind Akten die anlässlich der Aufhebung des OBA Dortmund 1999 ins LA NRW Abt. Westfalen in Münster (ehemals Staats-Archiv) kamen. Der Archivalienbestand der Zeche Friedrich-Wilhelms-Glück umfasst den Zeitraum von 1791 bis 1921 (sign 3991-3999). Die Stillegung der Anlage erfolgte durch Gewerken- beschluss 1923.

      Zur Wassergewinnung wurde vorübergehend um 1955 der Friedrichschacht genutzt.

      Die priveligierte Gewerkschaft (1740-1827) war berechtigt im gesamten Fürstentum Minden und in der Grafschaft Ravensberg nach Bodenschätzen zu suchen, eine Erlaubnis von Seiten des Landesherren war nicht erforderlich.
      D. h. überall wurden kleine Schürfe getätigt, die heute kaum mehr in der Landschaft zu finden sind und aktenmässig nicht erfasst wurden.
      Umfangreiche Kohle-Förderung fand in Minden-Böhlhorst bereits ab 1662 statt.

      Glückauf!

      Biblio

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      • fuck4freedom
        Lehnsmann


        • 18.05.2011
        • 32
        • Bielefeld

        #48
        Zitat von Biblio
        Es geht hier erst einmal um die Steinkohlenzeche Friedrich-Wilhelms-Glück mit insgesamt 6 Schächten: Friedrich, Georg-Friedrich, Glückauf, Christian, Viktoria und Clamor. Das Maschinengebäude der ehem. Zeche ist als Wohnhaus ebenfalls am Petersberg erhalten.
        moin Bilbo...


        Ich hab den "Griese" gelesen.
        Zu der von dir oben genannten Zeche habe ich hier ein paar Bilder auf meiner Seite

        „That is not dead which can eternal lie,
        And with strange æons, even death may die“

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        • Biblio
          Landesfürst


          • 03.08.2011
          • 625
          • Ba-Wü

          #49
          Nachdem fuck4freedom freundlicherweise das Bildmaterial zur ehemaligen Zeche Friedrichs-Wilhelms-Glück geliefert hat, geht es mir dem Bielefeld-Dornberger Bergbau weiter. Griese schreibt auf S. 36 etwas über Eisenerzbergbau, die Grube Hanebald lag am Palsterkamper Berg (Zum Bußberg 75) Fördermengen und Betriebszeiten werden nicht genannt.

          Bei genauer Betrachtung ziehen sich die ehemaligen Eisenerzabbaue und Kohlengruben (Wealden-Kohle) im Teutoburger Wald in westlicher Richtung weiter.

          Einen guten Überblick gibt Armin Graupner, Der Berrias-Steinkohlenbergbau in Niedersachsen 1945-1963. Reihe: Forschungen zur niedersächsischen Landes- kunde, Bd. 116, Göttingen/Hannover: 1980, 184 S.

          Glückauf!

          Biblio

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          • Savo
            Einwanderer


            • 01.08.2010
            • 3
            • NRW

            #50
            Hallo, ich komme auch aus Bielefeld und weiss das es noch ein Gibsbergwerk hier gab. Doch davon, kann man mittlerweile keine reste mehr erkennen, weil man das ganze Gelände zugeschüttet hat.

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            • fuck4freedom
              Lehnsmann


              • 18.05.2011
              • 32
              • Bielefeld

              #51
              Das stimmt. Aber auch über diese Anlagen findet man kaum Informationen.
              „That is not dead which can eternal lie,
              And with strange æons, even death may die“

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              • Silett
                Bürger

                • 26.01.2003
                • 149
                • Pott/Nord

                #52
                Zitat von fuck4freedom
                Das stimmt. Aber auch über diese Anlagen findet man kaum Informationen.
                Geht so.

                Hans Röhrs, Erz und Kohle,
                Seite 230 ist das Gipslager von Stieghorst kurz beschrieben.

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                • Savo
                  Einwanderer


                  • 01.08.2010
                  • 3
                  • NRW

                  #53


                  Den Link habe ich gefunden. Finde der gibt schon einige Interessante Daten darüber her!

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                  • Savo
                    Einwanderer


                    • 01.08.2010
                    • 3
                    • NRW

                    #54


                    Hier findet man auch noch was Interessantes, sogar ein Foto mit Stollenmundloch ist dabei

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                    • Biblio
                      Landesfürst


                      • 03.08.2011
                      • 625
                      • Ba-Wü

                      #55
                      Zum Kurzbericht der RWTH Aachen zum 6. Altbergbau-Kolloquium ist ein umfangreicher Tagungsband im Verlag VGE (Verlag Glückauf, Essen) 2006, hrsg. von P. Martens und G. Meier erschienen. Die Gipsgrube Stieghost wird auf S. 197-207 behandelt.
                      Topographischer Überblick auf der TK 25 Nr. 3917, das Gebiet soll inzwischen unter Naturschutz stehen bzw. in Privatbesitz sein.

                      Ein weiterer Aufsatz mit hist. Angaben findet sich in der Zeitschrift "Mineralien - Welt, H. 5/2006, S. 44 ff. mit dem Titel: Das Gipsbergwerk Bielefeld-Stieghorst, ein Kleinod in Westfalen, verfasst von Claudia Quirini und Heinz Wirausky.

                      Glückauf!

                      Biblio

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                      • Bunker-Bill
                        Einwanderer


                        • 02.10.2005
                        • 3

                        #56
                        Ohne den gesamten Thread gelesen zu haben: Ich weiß nicht, ob meine Antwort eher zur Klärung oder zur weiteren Verwirrung beitragen wird

                        Zu den Gebäuden auf der ersten Seite: eindeutig Wassergewinnungsanlagen. Das auf den unteren beiden Bildern habe ich selbst inspiziert vor einigen Jahren, weil beide Türen offenstanden und ich an sowas nicht vorbeigehen kann... Drinnen verlief hinter der rechten Tür eine rostige Wasserleitung in Richtung der hinteren Wand. Dort fand sich im Boden eine Art Pumpenschacht oder -sumpf. Der Boden war mit hellem Sand ausgestreut.

                        Die anderen Gebäude befinden sich hangabwärts auf der anderen Straßenseite. Eigentlich müssten auch Schilder zu finden sein, die auf einen Wasserbeschaffungsverband oder eben eine Wassergewinnungsanlage hinweisen, war ewig nicht dort.

                        Lange bevor ich mich für das Thema ernsthaft interessiert habe, vor etwa 20 Jahren, entdeckte ich auf einer Wanderung von der Sparrenburg in Richtung des Bismarckturms (im Volksmund "Eiserner Anton" genannt) ein mit einem Gitter gesichertes Stollenloch im Berg. Es war deutlich schmaler als hoch und hatte keine gemauerte Einfassung o. ä., aber man konnte Bearbeitungsspuren sehen, also keine natürliche Höhle. Als ich etwa 2005 anfing, mich für die Thematik zu interessieren, habe ich mich nochmals auf den Weg gemacht, nur leider die Stelle nicht wiedergefunden.

                        Ausschließen allerdings würde ich, dass die Menschen im letzten Krieg so weit gelaufen wären, um Schutz in dem Stollen zu suchen.

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                        • lunepi
                          Bürger


                          • 18.01.2006
                          • 161
                          • LK ROW
                          • ACE 150

                          #57
                          Auch kenn die Gegend von vor rund 20Jahren und war dort auch bei diesen "Wasserhäuschen" viel unterwegs. Ich meine mich zu erinnern, das dort im Gelände es einige Stellen gab die nach zugeschütteten/verschlossenen Stollen aussahen. In meiner Erinnerung irgendwo gegenüber der Häuschen - aber wie gesagt 20 Jahre her und seit dem war ich nie wieder da.
                          Oben auf dem Berg gibt es einen Steinbruch, der heute und damals schon von Freeclimbern genutzt wurde.

                          Gruß Lunepi

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                          • Biblio
                            Landesfürst


                            • 03.08.2011
                            • 625
                            • Ba-Wü

                            #58
                            Bielefelder-Altbergbau lässt grüssen...

                            Der Dornberger Kohlenbergbau meldet sich zurück:



                            Glückauf!

                            Biblio

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                            • fuck4freedom
                              Lehnsmann


                              • 18.05.2011
                              • 32
                              • Bielefeld

                              #59
                              Zitat von Silett
                              Seite 230 ist das Gipslager von Stieghorst kurz beschrieben.

                              Ich habe mir den Gipssteinbruch angeschaut.
                              Auf einem alten Foto ist auch ein Stollen zu sehen.

                              Leider ist dort der Eingang grossflächig gesprengt worden.


                              Zitat von Bunker-Bill
                              entdeckte ich auf einer Wanderung von der Sparrenburg in Richtung des Bismarckturms (im Volksmund "Eiserner Anton" genannt) ein mit einem Gitter gesichertes Stollenloch im Berg. Es war deutlich schmaler als hoch und hatte keine gemauerte Einfassung o. ä., aber man konnte Bearbeitungsspuren sehen, also keine natürliche Höhle. Als ich etwa 2005 anfing, mich für die Thematik zu interessieren, habe ich mich nochmals auf den Weg gemacht, nur leider die Stelle nicht wiedergefunden.

                              Ausschließen allerdings würde ich, dass die Menschen im letzten Krieg so weit gelaufen wären, um Schutz in dem Stollen zu suchen.

                              Ich denke damit wirst du die "Zwergenhöhle" meinen.
                              „That is not dead which can eternal lie,
                              And with strange æons, even death may die“

                              Kommentar

                              • fuck4freedom
                                Lehnsmann


                                • 18.05.2011
                                • 32
                                • Bielefeld

                                #60
                                Moin moin alle zusammen,



                                ich bekomme demnächst die Möglichkeit einige der alten Wassereinrichtungen im Bereich der Kugelgasbehälter zu betreten, zu untersuchen und zu dokumentieren.

                                Ich denke auch, dass wir dort auf jeden Fall Spuren von Bergbau finden werden. Meine Kontaktperson sagte, dass es in den Akten zwar keine konkreten Informationen aber schon Hinweise über Bergbau in dem Bereich gibt.

                                Aber ich bin jedoch mehr Fotograf als Bergbau-Experte.

                                Ich suche also noch jemanden, der sich mit der Materie Bergbau und Altbergbau auskennt und Lust hätte an diesem kleinen Projekt mitzuwirken.

                                Anfragen bitte per PM...




                                gruss... Phil...
                                „That is not dead which can eternal lie,
                                And with strange æons, even death may die“

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