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  • 2augen1nase
    antwortet
    @Oli:

    Der Toilettenanbau war schon mal Thema hier - vor einigen Jahren.

    Zur Erklärung: der wurde ja erst 1884 an die jetzige Stelle gebaut - und zwar mit der Erweiterung des Hauses in Richtung des Hofes - also dort, wo die schöne Porphyrfassade ist. Und das "Problem" ist, dass in dem Bereich keine Porphyrfassade ist. Wenn ich den Kloturm also abreiße, muss ich ganz schön in der Fassade herummähren um da ein schönes Bild hinzubekommen. Zudem kann man den Kloanbau ja ganz wunderbar nutzen - im EG will ich später wieder eine Toilette haben, weil das ja für die Hofnutzung beim Grillen oder im Garten rumwerkeln sicherlich ganz praktisch ist und auf der Zwischenetage ist dann Platz für Abstellraum oder vielleicht auch Umkleide oder Garderobe o.ä. - eben der Wohneinheit oben zugeordnet. Deswegen lasse ich ihn stehen. Und die Kollision mit dem Dach des Kloturms ist eher zweitrangig - das mit der Eisenbahnschiene als Sturz mit gefühlt 5cm Auflage gefällt mir einfach nicht - auch wenn´s lange funktioniert haben mag.

    Und eines ist auch klar: Wenn ich jetzt nicht so brachial im Mauerwerk rumschnitzen müsste, würde ich mir den Aufwand nicht machen - aber wenn man eh mal dabei ist...


    @affenbrotbau:

    Mein Geisteszustand ist völlig ok - also zumindest fühle ich mich damit größtenteils wohl. Depressiv macht mich sowas eigentlich nicht, da sind andere Themen schlimmer (der permanente Geldmangel zum Bleistift ).
    Und glücklicherweise gibt es nicht viele Ecken in dem Haus die in so einem schlimmen Zustand sind - meist begrenzt sich das ja auf wenige m2 und die haben es dann natürlich in sich. Richtig stolz ist man eben, wenn man so ne Ecke am Ende halt erledigt hat, darauf zurückblicken kann, wass es für ein Mist war, aber dass es dann eben auch gut ist.

    Mir gehört das Haus jetzt seit 5 Jahren und seit 5 Jahren werkele ich in (fast) jeder freien Minute da herum - und seit 5 Jahren schaue ich auf diese Wand und weiß, dass ich da eigentlich schon länger mal hätte handeln müssen - und jetzt packe ich es endlich mal an... was ja auch irgendwie glücklich macht - es sieht ja jetzt schon ganz anders aus als noch vor zwei Wochen.... und IN 2 Wochen bin ich aus dem Gröbsten doch hoffentlich heraus.

    Mal sehen was heute noch so voran geht - zum Sonntag freuen sich die Nachbarn immer ganz besonders - da wurde mir sogar schon eine "Beschwerde" über die Chefin der Denkmalpflege weitergeleitet...

    (und nein, Sonntags werfe ich keine lauten Maschinen an!)

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  • affenbrotbau
    antwortet
    Wenn ich immer deine Bilder sehe, schwanke ich zwischen grenzenloser Bewunderung und tiefstes Mitleid ob deines Geisteszustandes...
    Hier in La Union gibt es lange aufgelassene Tagesanlagen von Gruben, die sind in besserem Zustand

    Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin gutes Gelingen bei all deinen Projekten

    Glück auf
    Micha2

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  • oliver.bohm
    antwortet
    Klasse , es geht weiter...


    Ließe sich die Toilette nicht im Haus integrieren, und der Anbau dann weg?

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Ach herrje...

    Diese Woche war ich richtig fleißig und da ich eh für zwei Aufträge und eine Gefälligkeit die Brückensäge anwerfen musste, habe ich auch gleich die ganzen Gewändeteile gesägt, die ich für die Rückseite des Treppenturms brauche - und natürlich im Laufe der Woche auch alle "durchgeballert"...nebenbei

    Tja... Heute früh war ich dann erstmal kurz in der Werkstatt, denn an manchen Teilen gab es ein paar Fehlstellen die ich mit Restauriermörtel gestern noch ergänzt habe, also hab ich diese heute früh gleich noch nachgearbeitet und anschließend noch die restlichen Stücke hydrophobiert.

    Das konnte dann in Ruhe den ganzen Tag über trocknen und ich bin gleich ins Haus gefahren, habe den ganzen Klimbamborium zusammengesucht den ich für die heutige Aktion brauchte, aufgebaut und dann sogleich das alte Gewände rausgeworfen - natürlich nicht ohne Schweißperlen der Angst auf der Stirn

    Natürlich hab ich auch noch die Abstützung etwas ausgebaut.

    Das Fenster verschiebe ich bei der Aktion gleich noch ein wenig nach rechts, denn im vorherigen Zustand kollidierte es mit dem Dach des Toillettenanbaus - und das macht es natürlich noch ein wenig aufwendiger, dafür bekomme ich aber auch andere Probleme besser in den Griff - der innere Sturz, der letztlich die Stufen mit oben hält, hatte früher kaum Auflage, da er mit einer Stufe in der Wand kollidierte...

    Achja - und da ich die Entscheidung getroffen habe, den mittleren Pfeiler komplett neu zu mauern, habe ich auch gleich mal noch so gut es ging die Ziegelschichten in Waage gebracht.

    Zum besseren Verständnis:

    An Stelle des jetzigen mittleren Pfeilers saß ganz früher mittig ein Fenster drin - das musste aber nach rechts rücken, als der Toillettenanbau kam. Der mittlere Pfeiler ist also nur ein zugesetztes Fenster - man erkennt noch ein Stück des Entlastungsbogens auf dem Bild mit dem Außenmauerwerk...

    Es ist auf jeden Fall ein tüchtiges Gefrickel und geht nur Schritt für Schritt: eine Reihe Steine raus - eine Reihe Steine rein und immer mit ganz sehr viel Bedacht und genauem Hinsehen...


    Naja... morgen bekomme ich ein wenig Unterstützung am Nachmittag, d.h. vormittags kann ich noch ein bisschen mauern, dann schleppen wir die ganzen Gewände ins Haus, anschließend kann ich weiter mauern und mein Helfer trägt mir hoffentlich die ganzen Ziegel hoch, denn da geht natürlich noch einiges an Material drauf....

    Ich denke die Richtung kann man jetzt jedenfalls ganz gut erkennen, mal sehen wie lange ich noch brauche - und um ehrlich zu sein: ich freue mich schon total drauf, das Fenstergewände einzubauen - denn dann ist wirklich erstmal der schlimmste Teil geschafft...
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Treppenturm

    Diese Woche konnte ich endlich das Projekt abschließen, was in letzter Zeit jede freie Minute beansprucht hatte. Zeigen kann ich es hier noch nicht, erst ab dem 12.5. wenn die Ausstellung eröffnet wird - bleibt gespannt.

    Dadurch ist bei mir aber auch einiges liegengeblieben in der Firma und am Haus - und Samstag habe ich mich spontan dafür entschieden, endlich mit dem Treppenhaus loszulegen.

    Zugegeben: keine halbe Stunde nach dem Anfang hätte ich laut Scheiße schreien und wieder abhauen können.

    Also... mir war ja schon klar, dass das Mauerwerk echt einen weg hat - aber dass mir die halbe Wand entgegen kommt, damit hätte ich trotzdem nicht gerechnet...

    Das ging alles so schnell - ich hab es zwischenrein gar nicht mehr fotografiert...

    Kurzum: Ich habe erstmal ein bisschen was abfangen müssen (rein vorsorglich ) und dann konnte ich wenigstens die eine Ecke schon wieder hochsetzen - als ich dann vorsichtig weitermachen wollte, kam plötzlich das ganze Geraffel im Bereich der Fensterbank geflogen... Ich hatte mich echt satt...


    Aber gut - es stellte sich dann heraus, dass es sich einfach nur um die Hintermauerung der äußeren Sohlbank handelte und ich hab dann erstmal alles was defekt war an Steinen sauber (und äußerst vorsichtig) herausoperiert und dann gleich wieder ausgemauert. Am Ende war gestern sogar noch Zeit, um an der rechten Wand den ersten Teilbereich auszuhauen - so hatte ich heute noch ein bisschen was zum mauern, war auch ok.

    Und für die die genau hinschauen: An dem Bestandsmauerwerk stimmt so gut wie nix - alles krumm und schief, nichts in Waage, keine richtige Flucht mehr erkennbar, überall angestückelt und verändert - es ist wirklich ein Graus. Irgendwann habe ich die Bemühunges ordentlich zu machen einfach aufgegeben und mir gesagt: das muss der Putzer am Ende irgendwann lösen

    Gut - das erste Zwischengeschoß ist die am stärksten betroffene Wand und gerade der Teilbereich hatte es wirklich in sich - das war mir schon von vornherein klar. Allerdings muss ich den kompletten mittleren Pfeiler (zwischen Klotür und Fenster) neu hochziehen, weil der sich abgelöst hat und auch nur noch auf halb 8 hängt. Da hängt leider auch das Fenstergewände mit drin - also hab ich mir heute gleich die ganzen Steine zusammengesucht um das neu herzustellen und gleich in dem Zuge mit neu einzubauen - tauschen muss ich es eh irgendwann, aber da ich jetzt doch größer als gedacht ins Mauerwerk eingreifen muss, wird aus dem "irgendwann" eben ein "jetzt".

    ...und die ganze Zeit habe ich den Spruch von der Mitarbeiterin der Denkmalbehörde im Kopf: "Also so viel Aufwand ist das doch nicht, da schaffen andere ganz anderes, jetzt stellen Sie sich aber an..." (oder so ähnlich...)

    Nun gut - den Fuß hab ich drin, jetzt geht es also los und ich hoffe, dass da nicht noch größere Überraschungen auf mich zukommen - was ich jetzt sehe und weiß reicht mir eigentlich schon...

    Anbei ein paar Bilder...viel Spaß damit.
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Nein - nicht nur eine

    Insgesamt habe ich 5 Leuchten hergerichtet und auf LED umgerüstet. Und ich hab mal nen Tag blau gemacht - wie man sieht

    Und trotz der dunklen Decke ist es durch die Leuchten wirklich taghell - sind scheinbar ganz gut, die Osram Röhren - und sie sind aus Glas, das ist ziemlich geil - die Plasteröhren hängen bei 1,5m nämlich gerne mal durch...

    Joa...ansonsten kommt mich nach wie vor meine treue Krähe Heinrich besuchen - aktuell ohne Anhang, ich vermute da wird gerade irgendwo was ausgebrütet

    Mit den Ziegeln ging es am WE auch weiter, ein Bekannter hat mich besucht und wollte mir unbedingt helfen und da ging dann doch ganz schön was voran. Aber: davon hab ich keine Bilder gemacht...
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  • bbastler
    antwortet
    Herrlich, eine Gewichtheberlampe.......

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Mein Osterfest

    Als "Mann der tausend Projekte" sind natürlich allgemein "freie" Tage immer ganz sehr willkommen um die eigenen Herzensprojekte weiter voranzutreiben - aber Achtung - da ist auch ein wenig "artfremdes" dabei, also Zeug, was mit dem Haus selbst nix zu tun hat.

    Mein Ostern begann schon am Donnerstag, denn da habe ich vormittags den kleinen 2cbm Schuttcontainer (den ich erstmal brauchte um Platz für den größeren zu schaffen) gegen einen 7m3 Container tauschen lassen. Im Anschluss habe ich meine fertig gestrahlten und lackierten Lampengestelle abgeholt, in die Werkstatt geschafft und das erste Mal lackiert. Dann noch "fix" mit meinem ehemaligen Werkstattvermieter für ihn eine Werkbank transportiert und gegen 15 Uhr war ich dann bereit, um den frisch gestellten Container zu befüllen - und der Ziegelhaufen schrumpfte sichtbar an dem Tag.

    Aber damit nicht genug - im Anschluss war ich noch fix bei der Abbruchbaustelle und habe die ersten 3 von 5 großen Blöcken abgeholt.

    Freitag war ja ein "ruhiger" Feiertag, also erstmal das Auto augeladen und im Anschluss ein Großteil der Tags zuvor raussortierten Ziegel geputzt und eingelagert. Damit waren dann die ersten ca. 1200 Steine geputzt. Zugegeben: ich war dann aber auch nicht mehr ganz so fit. Trotzdem: die zwei verbliebenen Steine habe ich dann noch beim Abbruch geholt, dann war´s aber auch gut.

    Samstag war ich dann erstmal wieder Auto ausladen, dann habe ich ein zweites Mal die Leuchtengestelle lackiert und im Anschluss den verbliebenen Rest-Ziegelhaufen durchsortiert und in den Container geladen. Dann war ich aber schon auch ein bisschen Platt, en wunderts

    Und zugegeben: Aus dem Haufen kamen dann doch nicht die erhofften 2000-3000 ganzen Ziegel heraus - am Ende sind es etwa 1700 gewesen und das ist für mein Vorhaben zu wenig.

    Also habe ich Sonntag kurzerhand beschlossen mir noch Ziegel zu holen, wurde allerdings erstmal von nettem Besuch ein wenig "abgehalten", schaffte es dann aber doch noch 4 Fuhren (?) ins Haus zu schaffen - und es lag auf der Abbruchbaustelle noch reichlich gutes Material herum und auch wenn die Transportwege schwierig waren, so hab ich es mit der letzten Ladung am Montag dann doch noch geschafft nochmals 1000 Ziegel heranzukarren - die sind allerdings noch nicht geputzt, das hätte mich zu viel Zeit gekostet

    Joa... Montag stand dann noch Auto putzen auf dem Plan, weil ich das heute zur "Generalüberholung" in die Werkstatt geschafft habe und weil dann noch Zeit war, habe ich die erste Leuchte neu verkabelt und mit LED Röhre bestückt.

    Und ja - ihr dürft mich gerne dafür auslachen, dass ich die Stino-DDR- Hantelleuchten aufarbeite, diese furchtbaren Dinger die ÜBERALL hingen - aber: die hatte ich nunmal vor Ewigkeiten gesammelt und die meisten davon funktionieren ja aktuall auch noch, nur als ich mir die Elektrik dann mal näher angesehen habe (das waren die Restleuchten mit Defekten die ich ewig von A nach B geräumt hatte) war mir klar, dass da nach 50 Jahren dann doch mal generalüberholt werden muss - und zumindestens die Leuchten die dann in der frischen Werkstatt hängen, sollten dann auch ganz ordentlich aussehen - deswegen eben der Wahnsinnsaufwand

    Heute habe ich Leuchte 2 fertiggemacht und 3 angefangen - ich kam aber durch einen spontanen und netten Werkstattbesuch nicht zu mehr - ist eben so. Sind ja auch nur 5 Stück und soll ja auch alles ordentlich sein.

    Schön werden se jedenfalls die Dinger

    Ja... das zumindest so die "Hauptprojekte" die ich über Ostern so abgefrühstückt habe. Für Bilder hatte ich kaum Zeit - aber ein paar wenige sind ja geworden, immerhin.

    Meine Einfahrt ist jedenfalls "fast" wieder frei, nächstes WE große Ziegelputzaktion, dann wird das schon. Und vielleicht hole ich noch welche - wann kommt schon mal wieder so eine Gelegenheit... Rein rechnerisch komme ich zwar hin, aber wenn man die Auswahl hat ists natürlich netter


    So - genug von mir. Reicht erstmal wieder - ich melde mich, wenn es wieder ein Stückchen weitergeht
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  • 2augen1nase
    antwortet
    ... Naja...öhm...*räusper*

    Du weißt schon, dass ich da so ne lustige Maschine in der Firma stehen habe mit 3m Schnitlänge, oder?

    ...und wenn ich ganze Ziegel für ein solches Pflaster zur Verfügung hätte, dann würde ich die wohl auch so nutzen - sieht am Ende sogar noch schöner aus.

    Aber lassen wir das - ist schon gecancelled

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  • Sorgnix
    antwortet
    Zitat von 2augen1nase
    Jörg - das mit dem Pflaster hast du falsch verstanden...


    stimmt!
    ... denn auf so ne dumme Idee wäre ich nie gekommen

    Klar mußt Du da fast jeden Stein schneiden - weil ohne gerades Auflager verabschiedet
    sich der eine oder andere nach unten. Da ist dann nix mehr mit ebener Fläche ...

    Fürs Volk:
    bei dem Verband liegen auf dem Quadratmeter 96 Steine!
    nen ganzen, kompletten Stein schneidet einmal - dann hat man 2 Verlegesteine
    24 cm hochkant will er ja nicht - 12 cm, halber Stein reicht ja ...

    Aber bei den ganzen Schrotten ist dann meist eh nur ein halber Stein brauchbar,
    sprich, man schneidet im schlimmsten Fall bis zu 96 Steine pro m2
    Und DAS ist am Ende dann wirklich Arbeit ...
    (und 50 % Schutt ...)

    Und auf den Gedanken kam ich nicht

    Gruß
    Jörg

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Jörg - das mit dem Pflaster hast du falsch verstanden... ich hätte es nicht so gelegt wie du deines, sondern die Steine auf ein einheitliches Maß geschnitten und immer mit den Köpfen nach oben gelegt - wenn man so will im Binderverband. 12cm Einbindetiefe gäbe da schon was relativ belastbares und sieht ja auch ganz nett aus... Aber ich lasse es trotzdem - ist am Ende wirklich zu viel Aufwand.

    Ich hatte übrigens zwischenzeitlich mal darüber nachgedacht, mir ein Tinyhouse in den Garten zu stellen und mir so meine Miete zu sparen - allerdings rechnet sich das nicht wirklich, weil meine Miete sehr günstig ist - und in der Tat: es ist ganz nett Platz zu haben - wobei zu viel irgendwie auchnicht gut ist. Ich käme mit etwas weniger eigentlich auch gut zurecht

    Am Ende muss ich sehen wie ich das mit dem Haus hinbekomme und das geht eben nur, wenn ich so wenig Geld wie möglich in die Hand nehmen muss - auch wenn es die ein oder andere Schweißperle mehr kosten mag...

    Trotz der ganzen Krisen habe ich gerade ein bisschen das Gefühl, dass alles ein wenig konstanter wird und ich hoffe wirklich inständig, dass sich langsam bei mir mal alles so einpegelt, dass nicht immer so krasse Hochs und Tiefs aufeinander folgen... und auch wenn es überall noch richtig viel zu tun gibt, so bin ich wirklich froh darum, dass in meiner Werkstatt wenigstens mal ein Raum halbwegs fertig ist und so viel fehlt da ja auch nicht mehr.

    Mal sehen wie sich das alles noch so entwickeln wird... Heute war erstmal Pause angesagt, weil Schnee und Kalt und irgendwie auch mal "keine Lust"

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  • Sorgnix
    antwortet
    Zitat von 2augen1nase
    Tja - irgendwie war mir klar, dass dieser Satz kommen wird...
    Na, wenn man die Vorlage schon liefert ...
    Aber unter dem Strich ziehen wir ja am gleichen Strang.
    Was wir uns mit unseren Buden "nebenbei" so antun, kriegen andere von vornherein
    nicht auf die Kette - bzw. müssen dafür halt ne Baufirma finanzieren ...


    Zitat von 2augen1nase
    Vom Pflaster hab ich mich mittlerweile gedanklich verabschiedet, weil: wirklich zu viel Aufwand - ...
    Man gut!
    Mein Pflaster sieht am Ende zwar auch nett aus - aber so einige Fehlstellen an Steinen
    stören am Ende eben doch die Optik.

    Während im ersten Raum (Bild mit grünem Rohr) das Ergebnis noch "schön" war, die Oberfläche
    ziemlich homogen und eben, so sah es in Raum 2 mit den Abbruchsteinen von Bauer 2
    ganz anders aus.
    Die Steine waren wirklich "Historisch". Ziegel aus der alten Dorfziegelei, noch in Handarbeit
    geformt ... Die Klippen hatten nichts mit "Reichsformat" o.ä. zu tun. Nicht maßhaltig,
    schief und krumm - da war es fast ein Puzzle, das Fischgrät-Muster zu legen, ohne
    große Zwischenräume bzw. Steine auf Maß zu schlagen ...
    Die Höhenversätze bzw. unebenen Oberflächen noch dazu.
    Optisch "wirkt" es - aber man merkt es beim gehen, und beim fegen ...

    Da freue ich mich, daß Du die Idee das mit "Brockenfutter" zu machen verworfen hast.
    Das würde u.U. mit Verlegung im Mörtelbett gehen - was aber noch aufwendiger endet ...


    Zitat von Lucius
    Müsste sich dein Hobbyprojekt, und nichts anderes ist dein Haus, auf Biegen und Brechen rechnen, würdest du wahrscheinlich in einem Discounter-Bausatzhaus mit 50 qm Grundstück in einer Retortensiedlung am Stadtrand wohnen.
    Ja und??
    ... gib es zu - ich tue es jetzt - ab und an habe ich darüber auch schon nachgedacht, ob
    am Ende nicht so ein vielbeschworenes "Tiny-Haus" die bessere Idee gewesen wäre ...
    Ich hab nur ein paar Klamotten, packe die in einen Karton - und muß mich nicht um das
    ganze Drama drumrum kümmern. Und ich habe ZEIT ohne Ende, kann mich meinen
    Hobbys widmen ...

    ... wobei, wie soll ich denn SO über die Runden kommen??
    So ganz ohne Werkzeug? Ohne das ganze Equipment? Ohne den PLATZ daheim?
    Dann säße man permanent im Auto, führe von hier nach da - und würde gezwungen sein,
    zu konsumieren. Immer für alles und jedes das Portemonnaie in der Hand. Weil ja
    nix "auf Lager" ...
    Und wenn uns Corona mal wieder heimsucht, dann sitze ich in meiner 50 m2-Klitsche
    und hege Selbstmordgedanken Weil dauernd eingesperrt und beschäftigungslos.



    Aber wem erzähle ich das ...


    Mir ging´s ja eigentlich nur darum, die viele Zeit, die man da mit dem trauten Heim so
    vedaddelt, auch sinnvoll, effektiv und produktiv zu verdaddeln.
    Sinnvoll in unserem Sinne - wird ein Außenstehender ja eh nie verstehen.

    Gruß
    Jörg

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  • Lucius
    antwortet
    Zitat von 2augen1nase

    Finde das schon ok, aber die Rechnung ist ja eigentlich Quatsch.
    Die ganze Diskussion auf einen Kernsatz reduziert.
    Wenn du jetzt noch rechnest, wieviele Steine du während der unproduktiven Rechenzeit hättest putzen und stapeln können...
    Müsste sich dein Hobbyprojekt, und nichts anderes ist dein Haus, auf Biegen und Brechen rechnen, würdest du wahrscheinlich in einem Discounter-Bausatzhaus mit 50 qm Grundstück in einer Retortensiedlung am Stadtrand wohnen.

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Tja - irgendwie war mir klar, dass dieser Satz kommen wird... ist ja auch nachvollziehbar.

    Im speziellen Fall ging es aber nicht anders, da die Abbruchfirma das nicht akzeptiert hätte, wenn ich da ewig einen Container belade (was bei den aktuellen Witterungsbedingungen eh doof geworden wäre) und vorheriger Handabbruch war durch den Eigentümer untersagt worden, wegen des sehr schlechten Dachzustandes...

    So habe ich jetzt auf die Schnelle das Material sicher auf dem Hof liegen was ich brauche und kann in aller Ruhe mich dem Sortieren und Reinigen widmen. Die Feinanteile wurden vom Baggerfahrer mittels Siebschaufel bereits herausgesiebt, also ist es im Endeffekt ein großer Haufen "Bröckchen"

    Das mit den Paletten mag ne gute Idee sein, wenn man die Steine zeitnah verschafft und vor allem auch einen Untergrund hat, auf dem man mit Paletten fahren kann. Kannst ja gerne mal testen, wie gut sich ne 1-2to schwere Palette auf unebenem Pflaster noch fahren lässt und dir so ne Palette mal nach 2 Jahren anschauen

    Um dem Verrotten der Paletten also aus dem Weg zu gehen und die Steine möglichst platzsparend zu lagern, hab ich mich dazu entschieden sie in dem Bereich abzustapeln - ist sehr nach am Hauseingang dran und ich muss ja eh mit allem erstmal eine halbe Treppe hoch, denn die Gewölbe werde ich nicht aus dem Keller heraus mauern, sondern von oben auf einer Schalung die dann im Keller steht. Einzige Ausnahme werden die zwei Bögen sein, die den jetzigen Träger zukünftig ersetzen sollen.

    Zu den Oberflächen: das vollfugige Vermauern und eventuell ein bisschen nötige Nachfugen sollte jetzt nicht das große Problem sein, schon gar nicht wenn man mit einer Schalung arbeitet. Je nachdem wie gut mir das Ergebnis am Ende gefällt, werden die Ziegel dann entweder sandgestrahlt oder belassen oder die Gewölbekappen dann verputzt. Für die zwei Bögen die ich da reinstelle kann man ja auch über neue Steine nachdenken - das ist ja der geringste Antel.

    Zu Kosten / Nutzen Rechnung:

    Transportkosten + Entsorgung des Schutts werden voraussichtlich ca. 400€ kosten (1x Schuttentsorgung + 3x Anfahrt), gerechnet auf 3000 Steine macht das 13/Cent pro Stück. Bisher habe ich für die 350 Stück aufgerundet 2h gebraucht, was mit meinem derzeitigen Stundenverrechnungssatz 32 Cent / Stück gleichkäme - wobei ich diese Rechnung eigentlich schwachsinnig finde, da in meinem Stundensatz ja die unproduktiven Stunden eingerechnet sind, die ich eben nicht auf normalen Baustellen bin (wegen Winterzeit, Auftragslage, Baubehinderungen usw.) und letztlich eben auch mit solchen Aufgaben verbringe - mit anderen Worten: man dürfte das eigentlich gar nicht in Ansatz bringen, aber lassen wir es mal dabei.

    Also: die Milchmädchenrechnung ergibt 45Cent / Stück - ausgehend von 3000 Steinen. Werden es mehr, sinkt der Preis, logisch. Für das Geld bekomme ich keine Ziegel abgeputzt auf den Hof gestellt und schon gar keine Ziegel neu gekauft. Hintermauersteine kosten neu ab Werk ca. 70Cent/ Stück, Vormauersteine 1,20€ - das sind aber noch die Preise aus dem letzten Jahr, das wird mittlerweile wohl auch mehr sein.

    Finde das schon ok, aber die Rechnung ist ja eigentlich Quatsch. Tatsächlich nehme ich ja für die Geschichte nur die 400€ reell in die Hand, die ich für Entsorgung und Transport brauche. Natürlich kann man sich das alles hin und herrechnen - es bleibt aber am Ende dabei, dass ich nur diese 400€ anfassen muss, also vorher auch verdienen muss usw. War ja mit meiner Treppe ähnlich - dafür musste ich "nur" 2000€ in die Hand nehmen für Baumaterial und Baukosten.

    Die andere "Denke" macht für mich nur Sinn, wenn ich davon ausgehe, das Objekt irgendwann mal "gewinnbringend" veräußern zu wollen - aber selbst dann wird der Preis mehr vom Markt abhängen, als von meinen geleisteten Arbeitsstunden....


    Vom Pflaster hab ich mich mittlerweile gedanklich verabschiedet, weil: wirklich zu viel Aufwand - aber: es gibt nen Interessenten für die Reste, mal sehen

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  • Sorgnix
    antwortet
    paar Bilder zum Thema

    1 - ungefähr mittendrinn beim Abbruch bei Bauer 1

    2 - geliefert - Platzprobleme kennst Du ja ...

    3 / 4 - Keller mit ehem. Lehmschlag - alles schön rausbuddeln, teiwl. Boden tiefer legen.
    Was in einer enormen Aushubmenge endete, die durch das kleine Fenster nach
    draußen wollte.
    Irgendwann kam ich auf die Idee, den Aushub einfach durchzusieben und als Sandbett
    fürs Plfaster zu nehmen. STAUB ohne Ende.
    Hat aber knapp 2 m3 Aushub davor bewahrt, zum 30 x 40 cm Fenster rausgeschaufelt zu werden.
    2 m3 lagen am Ende trotzdem vor der Tür - einige hier erinnern sich (DANKE!! )

    5 - ein Raum, fertig abgezogen, bereit für Pflaster.
    Wie es zu Beginn aussah?? - siehe ganz unten.

    6/7 - bei der Arbeit.
    Steine wurden zu Anfang nur auf Bedarf nach unten gelassen. Um Fläche für Lager
    zu machen. Später kam das weitere Material da drauf. Um die Klippen eben nicht
    jedes Mal mehrfach anzufassen.
    Die Paletten standen außen vor dem Fenster, das Abwasserrohr lag auf der Baustelle rum.
    Oben einen Einlegetrichter ins Rohr geflext, dann einlegen und rutschen lassen.
    Bedeutend bequemer als reinreichen per Hand.
    ... man muß nur mit dem Einleger einig sein - und schnell reagieren, wenn da entweder
    zwei Steine auf einmal kommen - oder die Klippe ein zu großes Tempo entwickelt hat ...

    8/9 - der Urzustand.
    Jahrzehntelang ließ man Kartoffeln in den Keller rutschen - MIT Lehmanhaftungen, die
    sich über die Jahre halt summierten ...
    Jedes Mal, wenn man in den beiden Räumen stand, schleppte man auch entsprechend Dreck
    und Staub unter den Schuhen in den Rest des Hauses.
    Da mußte was passieren. Schnelle Ratschläge von außen waren: Beton!!
    ... nix da. wirft den Feuchtehaushalt im LAGERkeller völlig über den Haufen.
    Und das wird NIE Wohnraum ...
    ... eher Weinkeller

    10/11 - Schätze.
    Die Bilder entstanden NACH der Beräumung von wurmstichigen Regalen und etlichem
    anderen Kram, der im "begehbareren" Teil des Kellers im Wege stand ...
    Die Schätze hab ich erstmal hängen lassen - kommen später wieder zum Einsatz ...


    Das mal als Abschweif zu wiederverwendeten Steinen.


    Gruß
    Jörg
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