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  • 2augen1nase
    antwortet
    Hehe...

    Es war an Wahnsinn kaum zu überbieten - aber irgendwie auch ne lustige und zum Glück auch erfolgreiche Aktion...

    Ja - unspektakuläre Stahgitterträger - aber immerhin in einer netten Stückzahl und in einer großzügigen Länge... Immerhin 5 Stück mit 7,5m und 1 Stück mit 6,5m Länge...

    ...und das ganze noch für unter 500€ von Privat - ich bin begeistert


    Aktuell sind die Preise ja unverschämt hoch...

    ...und welch Glück ich habe - denn ein Bekannter hat über seine Firma Zugriff auf eine Pritsche mit 4m Ladelänge und hat mir in einer Spontanaktion die Teile gefahren. Man kann es sich ja vorstellen - die Fahrt war doch etwas abenteuerlich. Aber hat geklappt...

    Nun fehlen nur noch ein paar Kleinteile - dann kann das Gerüst weitergebaut werden.


    Gebraucht habe ich eigentlich nur zwei Träger - aber noch ein wenig Puffer zu haben schadet ja auch nicht - vor allem bei dem Preis. Bin wirklich dankbar, dass es auch noch coole Verkäufer da draußen gibt. Andererseits: solche Teile können wohl auch die wenigsten transportieren... ich ja auch nicht, wenn ich nicht die richtigen Leute kennen täte

    DANKE!
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Ja, im Moment wirkt es tatsächlich ein bisschen heftig fett - aber das wird sich geben.

    Noch "knallt" die Ecke ja wie wahnsinnig heraus, da die umliegenden Wände noch nicht gereinigt sind und man aufgrund der "Offenheit" (keine Decke drin, keine Türen usw). Es wirkt auch noch extrem lebendig, weil alle Fugen noch offen sind usw usf.

    Klar - die Treppe ist schon irgendwo ein Monstrum, aber ich glaube so ne gute und große Treppe gab es im Hintergebäude noch nie - und ich erschließe mir damit den fast 100m2 großen Raum im Obergeschoß wirklich perfekt.

    Nützt nix - ich reiße es nimmer ab

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  • U.R.
    antwortet
    Moin, sieht mal wieder toll aus!

    Es sieht aber auch alles "Übergroß" aus, , wie auf einer Burg ,oder einem Schloß....

    Mächtige "Bauklötze " hast du da verbaut, fehlt eigentlich noch das "I" Tüpfelchen....

    Bei Renovierungsarbeiten im britischen Parlament in London ist ein längst vergessener Durchgang aus dem 17. Jahrhundert wiederentdeckt worden. Der ...



    ....immer wieder Klasse, Danke für`s Teilhaben lassen....

    Uwe

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Auch wenn ich letztes WE nix gepostet habe - es ging natürlich weiter. Und dieses WE natürlich auch ... also Zeit für ein kleines Update.

    Nur mal so für den Spaß habe ich mal die Tür mitgenommen, die später mal vorne rein soll. Eigentlich wollte ich nur schauen, ob sie auch wirklich reinpasst - und es sieht ganz danach aus. Entscheidend ist die Höhe, denn da die Tür 1m breit ist und nach innen öffnet, hatte ich befürchtet, dass sie an den Stufenunterseiten womöglich anschlägt. Es sieht aber so aus, als würde es passen.

    Ansonsten habe ich noch 3 Reihen Steine aufgesetzt und dann gings endlich auch mal wieder daran zu hintermauern. Diesmal kamen auch die gekauften Steine zum Einsatz - denn oberhalb der Stufen sollen die Steine auf Sicht bleiben. Da an dem Tag der hiesige Fussballverein gespielt hat und ich dadurch keine Chance auf einen Parkplatz bei meiner Wohnung hatte, war´s ein guter Anlass um lange durchzuziehen und das tat dem ganzen Thema auch gut, auch wenn ich erst gegen 22 Uhr zu Hause war...

    Am Folgetag war ich natürlich ziemlich durch und dadurch auch etwas unmotiviert, aber immerhin habe ich es geschafft, den Großteil des angefallenen Schutts zu beräumen und die erste Stufe nach dem Podest einzupassen. Ich habe dann gleich alle Stufen auf das Podest transportiert und heute 4 von 5 einbauen können - trotz aller Widrigkeiten. Es war noch ein Stück Decke herauszutrennen und an der Wand läuft ein Balken entlang, der natürlich auch im Weg war. Zudem musste ich eines der Löcher der alten Treppenstufen zumauern, damit das Auflager hält usw usf...

    Naja. Trotz allem bin ich nun quasi oben. Es fehlt nur noch die letzte Stufe und ich werde aus meinem Fundus noch eine große Granitplatte als Abschluss legen. Und: Ich komme gerade mal 0,5cm unter OK Dielenboden heraus - das sah anfangs schlechter aus.

    Nun steht der Endspurt an - der hat es allerdings noch in sich... ein weiterer Deckenbalken muss weichen, der Segmentbogensturz muss hergestellt werden, die Türschwelle unten, das umlaufende Kranzgesims, die Hintermauerung - es gibt noch vieles zu erledigen, aber die große Materialschlacht ist langsam vorbei. Jetzt kommt im Grunde nur noch Fummelkram...

    Gut. Viel Spaß euch mit den Bildern!
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Sodele...

    Nachdem ich mich ja in den letzten Wochen hauptsächlich mit den Stufen und dem Podest befasst habe, musste ja irgendwann mal der Tag kommen, an dem es an der "nervigsten" Ecke weitergeht.

    Diese kleine Flügelmauer ist wirklich extrem arbeitsintensiv, da ich ja pro Schicht auf zwei Steine jeweils die 166° Gehrung aufarbeiten muss - auf dem kurzen Stück ist das immer ein wenig Gefrickel, denn das Fugenbild muss ja stimmen.

    Obendrein wird jetzt der Pfeiler auch ein wenig zurückgesetzt - eine optische Spielerei um später mit dem durchlaufenden 15cm breiten Streifen wenigstens annäherungsweise die Optik eines Steingewändes herzustellen. Ist schlichtweg auch nötig, da die Türen ja von außen angeschlagen werden sollen und ich ja irgendwie den "Versprung" durch das Gesims ausgleichen muss. Es hätte selbstredend auch andere Möglichkeiten gegeben - aber ich glaube die gewählte macht es optisch am Ende stimmig. Und auf das Gesims wollte ich auch nicht verzichten - so ein wenig Gliederung tut so ner Wand schon gut.

    Wie dem auch sei - da mal wieder Leerlauf auf allen meinen Baustellen produziert wurde, konnte ich die Gelegenheit ganz gut nutzen und die Steine zuschneiden. Freitag stand ich dann in meiner Einfahrt und habe durch die ganze Bearbeiterei für wahrlich mächtige Staubwolken gesorgt - ein Wunder dass niemand die Feuerwehr gerufen hat...

    Samstag habe ich dann alles eingebaut - und heute mal Sonntag gemacht

    Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich nun so weit gekommen bin - denn mit dem Gesims unten in der Ecke habe ich lange gekämpft bzw. lange keine Lust gehabt das nochmal anzufassen / fertig zu machen. Tut immer gut, lang auf die Bank geschobene Sachen abhaken zu können.

    Achja - und an den Lichtschalter für die Zukunft hab ich auch noch gleich gedacht. Ursprünglich wollte ich das Rohr eigentlich unter die Treppe führen - es macht aber rein installationstechnisch wohl mehr Sinn, das nach oben zu führen. Jetzt also noch ein Leerrohr was mit reingefrickelt werden muss. Doofe Ecke - aber da ich das ja selbst so entworfen habe: selber schuld

    Schön wirds jedenfalls und ich freue mich nach wie vor über jeden kleinen Schritt, den ich da vorankomme.

    Euch noch einen wunderschönen Sonntag!
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Meine Beweggründe???

    Jörg: Ich hab keine Kohle und mache das, was ich günstig (für mich) machen kann. Kostet halt Zeit - aber bei einem Lagerbestand von 250to Naturstein hab ich halt auch genug Reststeine die ich eben in so einem Projekt verbauen kann. Und klar - man könnte es auch simpler machen, aber in der Natursteinverarbeitung ist man eben einem gewissen Umgang mit dem Material verpflichtet. Noch simpler als hier gehts eben nicht.

    Wird auch vor 140 Jahren der Grund gewesen sein, warum der Steinbruchbesitzer mit Naturstein gebaut hat - war halt billiger, weil aus eigener Quelle verfügbar.

    War halt früher ein ganz normaler Baustoff - und kein Luxusgut, so wie heute...


    Zum Nebenthema:

    Toleranz gibt es da von meiner Seite nicht - weil eben solch ein Verhalten im Kleinen genau das gleiche ist wie das, was gerade im großen passiert. Egoismus pur und das ausschließliche Streben nach dem eigenen Vorteil hat noch nie zu Gutem geführt in dieser Welt.

    Nun kenne ich ja Eisenknicker auch persönlich und weiß schon wie ich das zu nehmen habe - aber ich kann darüber halt trotzdem nicht wegsehen oder gar lachen, dafür ist mein Gerechtigkeitsempfinden zu sehr ausgeprägt. Keine Frage - das war schon manches Mal ein Thema...


    Wie sagte mal ein Kollege von mir (der aus ner Pastorenfamilie kommt und einfach ein unglaublich guter Mensch ist):

    "Der Mensch ist eben so. Der ist gierig, der ist neidisch, eifersüchtig, handelt zumeist egoistisch und wird sich auch nie ändern. Weder im Sozialismus, noch in der Demokratie. Der Mensch ist eben so"


    Trotz dem Wissen darüber: Es hat noch keinem geschadet wenigstens den Versuch zu wagen, das zu durchbrechen - und es gibt wahrlich haufenweise tolle Projekte, in die man investieren kann UND gleichzeitig auch was gutes bewirkt. Dann drückt sich die Rendite vielleicht nicht nur in Zahlen aus, dann ist ein Teil der Währung vielleicht Liebe, Heiterkeit, zufriedene Tiere oder einfach nur bessere Luft . ODER AUCH:

    ...ein wahnwitziger kleiner Handwerker, der unglaubliches zu leisten im Stande ist.

    Mein Vermieter damals O-Ton: "Och, es ist auch ganz schön mal einen Steinmetz auf dem Gelände zu haben" - und ohne ihn und die guten Bedingungen die man mir da verschafft hat, wäre ich lange nicht mehr am Markt. Geschenkt bekomme ich auch nix - aber man geht äußerst fair mit mir um, wofür ich unglaiblich dankbar bin.

    Dort wo ich früher ansässig war...tja: da ist nun seit Jahren alles abgerissen und liegt brach. Und wird auch weiter brach liegen - bis eben einer kommt, der genug bezahlt für die Dreckhaufen... Auch Investoren, halt welche von der anderen Seite...

    Wurscht. Ich bin da emotional halt ein wenig vorgeprägt, weils schon ein krasser Eindruck war, die Flüchlingsfamilie in der leeren Wohnung zu sehen, mit 5 Kindern, ohne irgendwas ausser dem Inhalt ihrer wenigen Koffer. Gleichzeitig die Beschämung, da man auf Hilfe angewiesen ist und die Dankbarkeit, dass da einfach einer unkompliziert kommt und denen Möbel hinstellt... Wäre alles nicht nötig gewesen, wenn einer (!) sein Ego ein bisschen im Griff gehabt hätte...

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  • Sorgnix
    antwortet
    Ewig suchte ich nach den Beweggründen, die Dich dazu trieben, da auch im kleinsten Detail
    Dinge zu treiben, für die andere kein Auge haben ...

    Jetzt weiß ich es .
    Es haben schon mehrere Leute sogar besungen, aber einer hat es schon vor langer Zeit gewußt:

    => der kleine Heintje hat es immer gewußt ...

    War jetzt zu schön/schade, um Eisenknickers Musikparade im Mitsing-Thread zu stören ...


    Und im ERNST:
    ... das sieht langsam IRRE aus.


    Und Dein kleines Nebenthema:

    Zitat von 2augen1nase
    Irgendwie ganz schön belastend, wenn man einerseits einer gerade aus dem Kriegsgebiet angereisten Familie mit 5 Kindern dabei hilft sich wieder halbwegs einzurichten, und andererseits hier im Forum schon mit Grundstücken in der Ukraine spekuliert wird... Blickt ihr das eigentlich noch? Seid ihr noch ganz sauber??
    Ich würd es einfach mal mit etwas Toleranz versuchen ...


    ... mal ganz allgemein und NICHT persönlich in irgendeine Richtung gesagt:

    Es gibt halt Leute, die möchten gern die Welt verändern, die Welt retten, das Wetter schöner machen,
    das Wetter umkehren, anderen vermeintlich Gutes tun.
    Und die erwarten, daß das gefälligst von den anderen ebenfalls als einziger Weg angesehen wird,
    Sie mahnen Toleranz an. Akzeptanz und andere Defizite, die sie bei anderen zu erkennen meinen ...

    Auf der anderen Seite gibt es Leute, denen geht das alles am Ar... vorbei - und denen ist
    genau der EIGENE halt näher, als die der anderen ...
    Die sind natürlich total überzeugt davon, daß sie die Freiheit für sich gepachtet haben und
    das Recht auf ihrer Seite.
    Und die fordern natürlich laufend von anderen die Akzeptanz und Toleranz ihrer Lebenseinstellung ...

    BEIDE Seiten haben wohl ein kleines Problem:

    ... die mangelnde Toleranz der "anderen Meinung" ...


    ... und bevor ich jetzt über die Gruppe "ihr seid mir eigentlich BEIDE ziemlich egal" referiere,
    wünsche ich einen schönen Tag und weiterhin viel Erfolg bei allem, was jeder so
    an Lebensziel am Start hat!

    Und berichtet davon!
    Denn es gibt Leute, die schauen da gern zu - und erfreuen sich daran, woran Ihr Euch auch erfreut.

    Gruß
    Jörg

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Joa...

    Dieses WE ist leider gar nicht so viel geworden...

    Hängt wohl damit zusammen, dass ich ziemlich abgelenkt wurde... Samstag eine Anlieferung bekommen, dann war die Restauratorin noch für die Befunduntersuchung da... Heute musste ich dann noch für nen Kumpel, der unfreiwillig bei der Flüchtlingshilfe eingespannt wurde noch ein paar Möbel fahren...

    Irgendwie ganz schön belastend, wenn man einerseits einer gerade aus dem Kriegsgebiet angereisten Familie mit 5 Kindern dabei hilft sich wieder halbwegs einzurichten, und andererseits hier im Forum schon mit Grundstücken in der Ukraine spekuliert wird... Blickt ihr das eigentlich noch? Seid ihr noch ganz sauber??

    Aber gut - hier soll´s nun mit dem Bau weitergehen. Nicht mit bescheuerten Fabeln und auch mit keinem anderen Scheißdreck.


    Freitag hab ich es noch irgendwie hinbekommen die Podestplatten zurückzuschneiden und das Profil für die Aufnahme der nächsten Stufe aufzuarbeiten. Samstag war dann der Zeitpunkt für größere Umräumung gekommen: der Kran musste umgesetzt werden, die Unterstützung der Decke ebenfalls, dann musste der Deckendurchbruch noch erweitert werden. Hat ganz schön Zeit in Anspruch genommen und irgendwie war zwar die Motivation auch ein wenig weg, aber ich habe mich trotzdem noch dazu durchgerungen, noch ein paar Steine für heute vorzubereiten.

    Nuja, heute habe ich dann die noch gesetzt - viel sieht man davon nicht, da es hauptsächlich ne 16er Schichtenhöhe war.

    Ich muss demnächst dann mal wieder für etwas Nachschub sorgen, mal sehen wann ich dazu komme.

    Immerhin: das Etappenziel ist ja erstmal erreicht. Podest ist drin und nun muss ich erstmal wieder ne ganze Menge aufmauern, um dann die letzten 5 Stufen einsetzen zu können.

    Mal sehen... nächstes WE wird es irgendwie und mit irgendwas schon weitergehen.
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  • Michael aus G
    antwortet
    Zitat von mun_depot


    ...verhält es sich doch wohl etwas anders als in der Fabel.
    Das stimmt. Die meisten sind eher Schafe als Hunde...

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  • mun_depot
    antwortet
    Zitat von Michael aus G
    Das Monatsgehalt ist die Fessel der kleinen Leute. Fällt mir spontan Aesops Fabel vom Wolf und Wachhund ein.


    Wie Zappo ja bereits schrieb, verhält es sich doch wohl etwas anders als in der Fabel.

    Auch ein Unternehmer oder ein Freelancer usw. haben vertragliche Verpflichtungen, die man als Kette ansehen könnte. Und zur guter Letzt ist da immer noch das Finanzamt, dem man (meist) nicht entkommen kann.

    Als Angestellter hat man einen Arbeitsvertrag, den beide Seiten erfüllen müssen. Der Arbeitnehmer ist meist in der besseren Position, einen Arbeitsvertrag zu beenden, um sich anderweitig zu orientieren.

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  • Zappo
    antwortet
    »Ich will lieber frei in den Wäldern leben und Hunger leiden, ja, sterben vor Hunger, als ein wohlgenährter Sklave an einer Kette zu sein!«

    Jetzt wirds doch sehr philosophisch.

    Sorry - das werden 99 % der Leute anders sehen. Verständlicherweise. Gezwungenerweise.

    Niemand könnte nur im Ansatz adäquat bezahlen, dass ich mich morgens aus dem Bett begebe.

    Aber irgendwann hat man Hunger. O.ä. Sich anzupassen war schon immer eine Grundkompetenz des Menschen.

    Gruss Zappo

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  • Michael aus G
    antwortet
    Zitat von U.R.
    Freiheit ist das Zauberwort, und die kann ein in Etagen herumstreunender nach Arbeit suchender Angestellter in so einem langweiligen Etablissement dort nicht finden!
    Das Monatsgehalt ist die Fessel der kleinen Leute. Fällt mir spontan Aesops Fabel vom Wolf und Wachhund ein.

    Wolf und Wachhund – Aesop Fabel –

    In einer mondhellen Nacht trafen sich einst ein Wolf und ein Wachhund.

    Der Wolf war so mager, so struppig und so hungrig, dass man sofort Mitleid mit ihm hatte, wenn man ihn nur ansah. Der Hund aber sah sehr wohlgenährt aus und sein Fell war so glänzend und weich, dass es eine Freude war, ihn anzuschauen.

    »Wie kommt es, mein Freund«, fragte der Wolf, »dass es dir so gut geht und dass du immer genug zum Fressen hast?«

    »Das ist ganz einfach! Du könntest es genauso gut haben wie ich, wenn du mir bei meiner Arbeit helfen würdest!«

    »Ich bin so hungrig, dass ich bereit bin, alles zu tun«, antwortete der Wolf. »Was ist deine Arbeit?«

    »Ich bewache nachts das Haus meines Herrn und verjage die Diebe.«

    »Wenn es weiter nichts ist, das kann ich auch tun. — Ich werde mit dir gehen«, sagte der Wolf, »und sofort um Arbeit bitten.«

    So trabten sie miteinander fort. Der Mond hing groß am Himmel, und in seinem hellen Licht sah der Wolf etwas um den Nacken seines Freundes hängen.

    Er blieb neugierig stehen und fragte: »Was ist das, was du da um den Hals trägst?«

    »Oh, das bedeutet nicht viel«, erwiderte der Hund. »Kümmere dich nicht darum, es ist nur ein Zeichen meines Dienstes.«

    »Ja, gewiss, aber warum?« bestand der Wolf darauf zu erfahren. »Was ist es, und warum musst du es tragen?«

    »Es ist mein Halsband, an dem man ab und zu meine Kette befestigt.«

    »Was!« rief der Wolf. »Ein Kette! Bist du nicht frei?«

    »Ich bin frei, aber um die ganze Wahrheit zu sagen, nicht immer«, gestand der Hund. »Manchmal legen sie mich tagsüber an die Kette. Aber jede Nacht bin ich ganz frei und kann tun, was ich will. Denke nur an all das gute Futter, das ich jeden Tag erhalte!«

    »Nein, Danke!«, antwortete der Wolf und kehrte unverzüglich um. »Ich will lieber frei in den Wäldern leben und Hunger leiden, ja, sterben vor Hunger, als ein wohlgenährter Sklave an einer Kette zu sein!«

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  • bIauage
    antwortet
    Ganz lange ist es bei mir her als ich hier mal schrieb.
    Durch vielerlei Umstände hatte ich das hier sogar vergessen
    Aber ich mag hier auch Senf dazu geben.
    Man kann sich im öffentlichen Dienst tatsächlich mit sich selbst beschäftigen.
    Aber: Man kann auch kreativ sein.
    Ich bin der Typ Mensch der nicht des Geldes wegen arbeitet sondern spaß haben muß.
    Klar ist es angenehm wenn das Geld auch reicht, aber wichtiger ist, das man auch sich selbst treu sein kann.
    Meine Branche ist die IT. Ich fing ganz klein an und konnte mich total verwirklichen.
    Ich habe Dinge immer nur getan weil Sie auch Sinn machten und nutzten.
    Irgendwann wechselte der Personalchef.
    Dieser hat brauchte seine Leute im Haus die ihm zutragen im negativen Sinne.
    So etwas tue ich nicht und sagte ihm nur das ich nur meine Arbeit machen möchte aber keine Menschen führen möchte.
    So kommt es das dann andere es tun und sämtliche Kreativität unterdrückt wird.
    Ich werde, sobald es eine schöne Möglichkeit gibt, auch etwas tun was mich erfüllt.
    Das tun zu können ist tausend mal besser als später zwar mehr Geld zu haben, aber auf nichts schönes zurück blicken zu können.
    Schönes ist für mich die Natur. Das unschuldige Leben dieser und etwas für Sie zu tun.
    Dem schenke ich fast meine gesamte Freizeit die mir mein Sohn läßt
    2augen1nase hört seine Bienen summen, und ich schaue, wie z.b verschiedene arten Schmetterlinge von der Raupe bis zum Falter auf dem Grundstück leben, während rings herum der Rasenmäher wöchentlich zwischen den Thuja Hecken hin und her geschoben wird.

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Nee Jörg - DEN Schuh ziehe ich mir nicht an.

    Großherzigkeit? Neid? Nichts von alledem hat mit dem zu tun, von dem ich hier schreibe.

    Nochmal auf den Punkt gebracht: Mir geht es um Kontinuität und um Wertschätzung und einem fairen Umgang miteinander.

    Mir sind dabei die Vertragswerke relativ egal - solange es flutscht und man miteinander spricht und Probleme löst, wenn sie auftauchen.

    Ich will lieber der Problemlöser und Macher sein, als der Bedenkenträger und Paragraphenreiter - von letzteren gibt es wahrlich genug in der Welt - und die sorgen auf dem Bau weder dafür, dass es schneller vorangeht, noch dafür, dass es kostenmäßig im Rahmen bleibt.


    Letztlich sind es Leute wie du, die dafür zu sorgen haben, dass ich als Handwerker termingerecht meine Leistung erbringen kann - nur: davon gibt es eben immer weniger und es gab auch schon immer nur sehr wenige, die das auch hervorragend geleistet haben. Und klar: In den aktuellen Zeiten ist das eh alles ziemlich schwierig - aber gerade dann kommt es doch drauf an, jede noch so kleine Lücke irgendwie auszunutzen.

    So - und da sitzt er nun der kleine Handwerker und hat keine Ahnung wie und wann er seine Baustelle(n) fertigstellen kann, der seine Preise gar nicht so dermaßen hoch ziehen müsste, weil er eben nur an ganz wenigen Punkten das Problem von Materialpreissteigerungen / Lieferengpässen hat - es aber letztlich doch machen müsste, weil durch die ständig künstlich produzierten Leerlaufzeiten die Produktivität in den Keller geht - was durch den Stundensatz ja irgendwo auch dann aufgefangen werden muss.
    Das ist doch völlige Idiotie...

    Aber: es sprengt langsam den Rahmen meines Threads. Es wurde eigentlich alles zu dem Thema gesagt, was es zu sagen gibt und den Rest zeigt die Zeit.

    Es muss sich ja erstmal die gute Gelegenheit bieten um überhaupt so aussteigen zu können wie ich mir das vorstelle und bis dahin habe ich an anderen Stellschrauben zu drehen. Glücklicherweise läuft es ja nicht überall so - ich habe auch Baustellen (sind halt die kleineren Sachen) wo es einzig und alleine nur auf mich ankommt.

    Und eines ist auch klar: es wird auch bei einer beruflichen Veränderung nicht alles rosig sein - wobei es auch hier im Forum durchaus Leute gibt, die wohl mit einer ähnlichen Entscheidung gar nicht so schlecht gefahren sind. Wenn ich mich da an Bernd zurückerinnere - ich glaube der ist nach wie vor superglücklich mit dem, was er jetzt macht - zumindest wenn ich seine Posts bei Facebook so mitbekomme, wirkt es so.

    Und wenn ich mich an mein Studium zurückerinnere: Dessau war eine völlig andere Welt als Coburg - denn in Dessau hatte ich viel mehr Möglichkeiten mich zu entfalten und zu entwickeln, bei gleichzeitig weniger Stress, mehr Schlaf und sehr viel netteren und engagierteren Professoren UND einer wahnsinnig spannenden Internationalität, durch das dortige Bauhaus. Und: ich habe exakt das gleiche studiert.

    Es gibt eben Dinge, die man nicht mehr selbst beeinflussen kann und es gibt eben Spiele, bei denen man eben nicht mitspielen will - und spätestens wenn man das feststellt, muss man eben schauen, dass man das "Drumherum" verändert - und vielleicht machen das auch viel zu viele Menschen viel zu selten. Corona hat nun einige dazu "gezwungen" - und siehe da: das hat plötzlich Auswirkungen, auf die jetzt wohl auch reagiert werden MUSS - wenn manche Bereiche nicht gänzlich den Bach runtergehen sollen...

    So gesehen: Abwarten, Tee trinken - und weiter am eigenen Häusle bauen

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  • Sorgnix
    antwortet
    Ach ja,
    ... ich fasse mich mal kurz. Denn Langschriebe sind ja auch nur für die Wand ...

    Zitat von 2augen1nase
    @Sorgnix: ich habe nicht gesagt, dass ich weniger machen will - ich will nur nicht mehr so viel machen MÜSSEN. Als Angestellter hast du eben 17 Uhr FEIERABEND -
    Ja.
    Auf dem Amt sicher.
    Und in nem Großkonzern auch.
    Aber im sonstigen normalen Leben würde ich da nicht allzu sehr drauf vertrauen.
    NICHT in nem Job, der auch mit ein wenig Verantwortung behaftet ist.
    Und was Du "MUSST", da gibt es am Ende auch meist einen (über Dir), der Dir das erklärt.
    Und wenn es das eigene Gewissen ist - wo Dir dann irgendwann die Parallele zu Deiner
    aktuellen Situation einfallen wird ...


    Zitat von 2augen1nase
    Und was das VOB-Thema angeht / generell Vertragswesen / Angebote usw.: Ich weiß, dass ich einige Dinge "falsch" mache - aus Sicht derer, die meinen die Leute abzocken zu müssen. Aber: Ich bin so halt nicht drauf und ich will so auch nicht drauf sein. Ich habe keine Lust 10% auf ein Angebot draufzuschlagen, nur das der AG dann 5% runterhandeln kann und ich immer noch vor Lachen nimmer kann. Das ist doch einfach Scheiße - und da bin ich raus.
    Auf die einfache Frage reduziert: Ist Dir der EIGENE Arsch am nächsten - oder das Heil der Welt??

    Mit Deinem Idealismus kannst Du Dich gern mit Sekundenkleber auf der Kreuzung festtackern,
    aber das macht Dir den Kühlschrank nicht voll ...

    Und wenn Du so großherzig bist, auf das zu verzichten, was Dir rechtlich (nicht illegal!)
    sogar zusteht bzw. möglich ist, dann kannst Du Deinen Angestelltenvertrag ja
    auch gern für 10 % weniger unterschreiben

    Denn darauf läuft es hinaus.
    Du schaust am Ende dabei zu bzw. beneidest die, die scheinbar die bessere Wahl
    als Du getroffen haben ...
    Du bist einfach zu gut für diese Welt ...



    Jörg

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