Loch- und Arbeitsstein?

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  • Laurin5@gmx.
    Geselle


    • 07.11.2004
    • 56

    #31
    Suchen nach Metallen

    Hält ihr es für sinnvoll, die nähere Umgebung des rätselhaften Lochsteines mit einem Metalldetektor abzusuchen? Ich meine, etwaige Metallfragmente könnten vielleicht Aufschluss über Nutzung und Funktion dieses Steines geben, oder?
    Gruß Laurin

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    • curious
      Heerführer


      • 25.04.2004
      • 3859
      • Köln
      • tesoro/ebinger

      #32
      Das wäre ja der Idealfall, wenn in unmittelbarer Nähe des Steines noch Teile zu finden wären, die über die Nutzung Aufschluß gäben!
      Das würde aber voraussetzen, das dieser noch an seiner ursprünglichen Position liegt.
      Sondeln ist immer sinnvoll, ein erfahrener Sondler wird sich aber nach dem Absuchen des Geländes anhand der gefundenen Reste ein ungefähres Bild von den Aktivitäten im Zeitraum der erhaltenen Fragmente machen können.
      Falls der Lagepunkt des Steines auch der seiner Bearbeitung ist, und bei dem möglichen Alter des Objektes halte ich es für sinnvoller, mit den klassischen archäologischen Techniken (Kelle und Pinsel) vorzugehen, da bei den Witterungsbedingungen vermutlich keine der "sehr alten" Metallteile mehr erhalten sind. Diese könnte man dann allenfalls anhand von Verfärbungen im Erdreich nachweisen. Diese und andere könnten beim reinen Sondeln zerstört werden.

      Der Nutzen der mühevoll erstellten Löcher musste doch den hohen Aufwand rechtfertigen. Ein materieller Vorteil der das Überleben sicherte? Warum genügte nicht ein Loch? Je mehr Löcher, um so besser? Um Hölzer oder was ähnliches zu befestigen so ein Aufwand? Da wäre auch ein Sandstein bequemer gewesen. Eine religiöse Bedeutung könnte so betrachtet immer warscheinlicher werden.

      Hast du eine Idee wo der Stein herkommt, ich meine gibt es noch mehr von dieser Gesteinssorte im Umkreis? Liegt die Stelle am Berg oder im Tal?

      Gruß Alex
      Gruß Alex

      Selbst eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig.
      Woddy Allen
      यहां तक कि एक टूटी हुई घड़ी ठीक दो बार एक दिन है. वुडी एलेन

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      • Laurin5@gmx.
        Geselle


        • 07.11.2004
        • 56

        #33
        Ich bedanke mich sehr herzlich für den Tipp. Es gibt viele Granitsteine dieses Typs in unserer Gegend, allerdings sind die nicht an der Oberseite abgeflacht wie unser Lochstein. Ich bin mir fast sicher, dass der Stein an der Stelle bearbeitet wurde, wo er jetzt liegt. Aufgrund seiner Größe und des Gewichtes kann ich mir nicht vorstellen, dass der Stein bewegt wurde; das wäre in dem ziemlich steilen Gelände auch sehr gefährlich gewesen. Der Stein liegt übrigens auf etwa 1.200 Meter in unmittelbarer Nähe eines kleinen, sehr alten Bergweilers, dessen Kirchlein (es gibt bei uns Kirchen zuhauf) um 950 n.Chr. zum ersten Mal schriftlich erwähnt wird.
        Gruß Laurin

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        • basti
          Landesfürst


          • 19.07.2004
          • 697
          • ruhrgebiet mitte

          #34
          ich muss nochmal eben erwähnen das die alpen nicht aus sandstein bestehen wie oben irgendwo erwähnt wird

          ich denke da hatte einfach ein hüttenwirt wann auch immer mal einen langweiligen winter und hat dann dort löcher in einen stein gemeisselt

          die wahrheit liegt so nahe das man sie als erstes übersieht

          gruss basti

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          • curious
            Heerführer


            • 25.04.2004
            • 3859
            • Köln
            • tesoro/ebinger

            #35
            Zitat von basti
            ich muss nochmal eben erwähnen das die alpen nicht aus sandstein bestehen wie oben irgendwo erwähnt wird
            Danke für den Tip! Ich meinte halt etwas weniger hartes als Granit, wer damit Erfahrung hat, weiß wovon ich spreche...

            ich denke da hatte einfach ein hüttenwirt wann auch immer mal einen langweiligen winter und hat dann dort löcher in einen stein gemeisselt

            ??? mit seiner neuer Black&Decker ???

            Gruß Alex
            Gruß Alex

            Selbst eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig.
            Woddy Allen
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            • Claus
              • 24.01.2001
              • 6219
              • Bernau bei Berlin
              • Pulse Star II pro, modifiziert ...und einen guten Freund mit Bergeunternehmen :-)

              #36
              Zitat von Laurin5@gmx.
              Ich bedanke mich sehr herzlich für den Tipp. Es gibt viele Granitsteine dieses Typs in unserer Gegend, allerdings sind die nicht an der Oberseite abgeflacht wie unser Lochstein. Ich bin mir fast sicher, dass der Stein an der Stelle bearbeitet wurde, wo er jetzt liegt. Aufgrund seiner Größe und des Gewichtes kann ich mir nicht vorstellen, dass der Stein bewegt wurde; das wäre in dem ziemlich steilen Gelände auch sehr gefährlich gewesen. Der Stein liegt übrigens auf etwa 1.200 Meter in unmittelbarer Nähe eines kleinen, sehr alten Bergweilers, dessen Kirchlein (es gibt bei uns Kirchen zuhauf) um 950 n.Chr. zum ersten Mal schriftlich erwähnt wird.
              Gruß Laurin
              Heisst das jetzt; für dich erledigt...???

              Also mich würde schon interessieren was dabei rumkommt, wenn du da Stöcke reinsteckst und ab und zu mal versuchst im Verhältnis zu den Gestirnen etwas zu entdecken.
              Sei das jetzt der Schattenwurf tagsüber, oder dass plötzlich nachts hinter jedem Stock ein Stern eines bestimmten Sternbildes verschwindet...

              claus
              Vertrauen ist eine sehr zerbrechliche Angelegenheit!

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              • curious
                Heerführer


                • 25.04.2004
                • 3859
                • Köln
                • tesoro/ebinger

                #37
                Wäre es nicht interressant zu wissen, ob die Achsen der Löcher in einem Verhältnis zueinander stehen?
                Saug die Löcher doch mal mit dem Autostaubsauger leer. Möglicherweise findet sich ein Hinweis. ( Holzreste, Wachs oder Brandreste, Rost oder der abgebrochene Teil des Werkzeugs)

                Gruß Alex
                Gruß Alex

                Selbst eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig.
                Woddy Allen
                यहां तक कि एक टूटी हुई घड़ी ठीक दो बार एक दिन है. वुडी एलेन

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                • Laurin5@gmx.
                  Geselle


                  • 07.11.2004
                  • 56

                  #38
                  Das Thema ist für mich natürlich noch nicht erlegdigt. Ich brenne geradezu darauf, das Geheimnis dieser Steine zu lüften; es ist mir ein sehr großes Anliegen. Obwohl ich mich schon sehr mit dieser Materie beschäftigt habe, ist mir bis jetzt nichts Vergleichbares untergekommen. Es gibt zwar mehrere Schalen- bzw. Napfsteine in unserer Gegend. Die haben aber nur schalenförmige Einkerbungen und eben keine Löcher wie besagter Lochstein. Aus diesem Grund fällt dieser "Fund" nicht in die Kategorie "Schalenstein".
                  Ich bedanke mich an dieser Stelle sehr für eure Anteilnahme und euer Interesse. Vielleicht kommen wir gemeinsam ein Stück weiter.
                  Herzliche Grüße
                  Laurin

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                  • Bibo
                    Einwanderer

                    • 25.01.2003
                    • 9
                    • niedersachsen

                    #39
                    Hallo
                    Könnte es sein das man den Stein zerteilen wollte. Früher hat man es so gemacht Loch gebohrt und dann glaub ich einen keil eingetrieben,oder im Winter Wasser eingefüllt.
                    Gruss Bibo

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                    • Laurin5@gmx.
                      Geselle


                      • 07.11.2004
                      • 56

                      #40
                      Ich weiß, man hat früher Löcher gebohrt, Holzkeile hinein getrieben und anschließend befeuchtet. Durch die Quellung des Holzes und das Gefrieren im Winter hat man erreicht, dass die Steine gesprungen sind. Im vorliegenden Fall ist das auszuschließen, weil die Löcher nicht - wie bei dieser Technik üblich - in einer Reihe angeordnet wurden. Kurzum: Um einen Stein zu sprengen, würde man die Löcher auf keinen Fall so anordnen wie bei besagtem Lochstein. Dagegen spricht auch, dass der Stein keinerlei Sprünge aufweist.
                      Gruß Laurin

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                      • curious
                        Heerführer


                        • 25.04.2004
                        • 3859
                        • Köln
                        • tesoro/ebinger

                        #41
                        Das könnte auch bedeuten, das die Arbeit nicht beendet wurde. Dagegen spricht die Tatsache, daß es im Umkreis auch kleinere Steine gibt, die mit effektiver Schlagtechnik in Form gebracht werden können.

                        Ist es möglich, das der Verlauf der Gemarkungsgrenzen dem Schnittpunkt zweier Löcher folgt? Dann ware es eine dauerhafte Methode den Verlauf des Geländes zu markieren, indem man Stäbe in die Löcher steckt, und diese so betrachtet das sie fluchten , den Blick in das Gelände verlängern, so ließe sich auch bei Schnee im baumlosen Grund die Grenze ausmachen. Das wäre auch Grund genug den Aufwand zu rechtfertigen.

                        Gruß Alex
                        Gruß Alex

                        Selbst eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig.
                        Woddy Allen
                        यहां तक कि एक टूटी हुई घड़ी ठीक दो बार एक दिन है. वुडी एलेन

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                        • Laurin5@gmx.
                          Geselle


                          • 07.11.2004
                          • 56

                          #42
                          Ich habe in der Zwischenzeit viel recherchiert, ich komme aber nicht so recht weiter. Ich habe nirgendwo etwas Ähnliches gefunden; die uns bekannten Schalensteine haben eben nicht allzu tiefe Näpfchen, aber eben keine Löcher wie in diesem Fall. Ich danke, dass solche Löcher gemacht werden, um etwas hinenzustecken, denn nur dazu sind Löcher gut. Man kann in solche Löcher gut Holzstäbe hineinstecken, die natürlich Schatten werfen. Wenn man davon ausgeht, dass die Anordnung nicht willkürlich ist, erscheint mir am wahrscheinlichsten, dass man an den Schatten die Jahreszeiten abgelesen hat. So gesehen, tippe ich auf Kalenderstein; das gibt auch Sinn, wenn man bedenkt, wie wichtig es in den rauhen Alpen ist, den Beginn bestimmter Jahreszeiten zu kennen, um eben nicht Gefahr zu laufen, beispielsweise das Getreide zu früh oder zu spät auszusäen. Den richtigen Zeitpunkt zu kennen, war geradezu lebenswichtig. Leider kann ich das heute schwer nachprüfen, weil rundum mittlerweile hohe Bäume stehen, die kaum Sonnenlicht durchlassen. Eine weitere Möglichkeit wäre vielleicht, dass man zu gewissen Anlässen brennende Fackeln in die Löcher steckte, um damit vielleicht Signale zu senden bzw. mit anderen Menschen zu kommunizieren. In der Tat steht der Stein auf einer Anhöhe, von wo aus man - denkt man sich die Bäume weg - einen herrlichen Ausblick auf die gegenüberliegende Talseite hat. Auf dieser Talseite liegt u.a. ein prähistorisch sehr bedeutender Ort: Sebatum (heute St. Lorenzen). Dort hat man u.a. mehrere Schalensteine gefunden, aber eben Schalensteine mit Näpfchen und keinen Löchern wie im vorliegenden Fall ...
                          Herzliche Grüße von Laurin

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                          • Laurin5@gmx.
                            Geselle


                            • 07.11.2004
                            • 56

                            #43
                            Wallburg?

                            [FONT=Book Antiqua]Das Bild zeigt eine Luftaufnahme eines Grundstückes, das sich ca. 50 Meter unterhalb des Lochsteines befindet. Es sieht so aus, als ob sich darunter ein Erdwall befinden würde. Etwa 50 Meter entfernt von diesem Grundstück befinden sich drei ergiebige Wasserquellen. Ist innerhalb des Walles etwa ein altes Dorf verborgen? Haben dort einst Menschen gesiedelt? Innerhalb des Walles ist übrigens die Vegetation sehr eigenartig. Teilweise wachsen dort nur mannshohe Halme. Wer kennt sich aus mit Luftbildern?
                            Grüße von Laurin
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                              Geselle


                              • 07.11.2004
                              • 56

                              #44
                              Einfriedung Lochstein

                              Hallo,
                              in den letzten Wochen haben wir um unseren Lochstein herum Grabungen durchgeführt. Zu unserem großen Erstaunen haben wir dabei festgestellt, dass der Stein im Abstand von ca. 1 m ursprünglich mit einer Trockenmauer eingefriedet war (siehe Bild). Ich vermute daher, dass der Stein mit seiner ringförmigen Mauer ursprünglich kultischen Zwecken diente. Frage: Hat jemand von euch etwas Ähnliches schon mal gesehen? Wie deutet ihr die Mauer um den Stein herum?
                              Güße von Laurin
                              Angehängte Dateien

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                                Geselle


                                • 07.11.2004
                                • 56

                                #45
                                Einfriedung Schalenstein

                                Guten Tag
                                Ich bin aus Südtirol und habe im September 2004 auf einem meiner Grundstücke (Bergbauernhof) einen rätselhaften Stein mit fünf Löchern gefunden. Die 5 Löcher (ein Bohloch siehe Bild) haben einen Durchmesser von ca. 3 cm und sind etwa 15 cm tief. Manche Experten stufen den Stein als Schalenstein ein, andere wiederum sagen, dass die Löcher für einen Schalenstein im herkömmlichen Sinn zu tief und zu gleichmäßig seien.
                                In den letzten Wochen haben wir um den Stein herum Grabungen durchgeführt. Zu unserem großen Erstaunen haben wir dabei festgestellt, dass der Stein im Abstand von ca. 1 m ursprünglich mit einer Trockenmauer eingefriedet war (siehe Bild). Ich vermute daher, dass der Stein mit seiner ringförmigen Mauer ursprünglich kultischen Zwecken diente. Frage: Hat jemand von euch etwas Ähnliches schon mal gesehen? Wie deutet ihr die Mauer um den Stein herum?
                                Güße von Laurin
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