yeap,
austenitische stähle oder auch chrom-nickel-stähle sind unmagnetisch:
Die Bezeichnung Austenitischer Stahl geht zurück auf den Begriff Austenit, welcher nach Sir William Chandler Roberts-Austen (1843-1902) benannt wurde.
Austenitischer Stahl ist ein Stahl mit mehr als 8 % Nickelanteil und hat eine kubisch flächenzentrierte Kristallstruktur. Er gehört neben ferritischen – und martensitischen Stählen, zur Gruppe der rostfreien (Edel-)stähle und weist eine besonders gute Kombination mechanischer Eigenschafen in Verbindung mit Korrosionsstabilität auf.
also, daß Gußeisen nicht magnetisch ist, stimmt nicht. Habe hier viele Dinge aus gegossenem Eisen da - z.B. alte Nähmaschine, Kanonenkugel, Ofen u.a. an allen Dingen bleibt der Magnet haften.
Ich gehe davon aus, daß Kettenglieder Legierungsbestandteile haben, welche die Zähigkeit erhöhen und dem Stahl die magnetischen Eigenschaften rauben.
Bei Edelstählen ist es ja auch so: ein einfacher Chromstahl aus Eisen mit mind. 12% Chrom ist rostfrei, aber magnetisch. Die Edelstahl-Erkennungsmarken, die die Panzertruppe im WK2 z.T. hatte sind aus dem Material. Auch Waschmaschinentrommeln werden häufig daraus gemacht, weil der Werkstoff billiger ist als z.B. V2A.
Gibt man einem magnetischen Chromstahl noch (ebenfalls magnetisches) Nickel dazu, ist die Legierung nicht mehr magnetisch.
Ich habe etliche Kettenglieder da - deutsch und sowjetisch. Nachher mal schauen, ob die alle unmagnetisch sind.
Ob Kettenglieder überhaupt gegossen wurden? Guß ist ja sehr spröde, neigt zum Bruch. Keine ideale Eigenschaft bei der Belastung. Würde ich eher gesenkschmieden...
habe es eben mal überprüft. Etwa 2/3 der Glieder, die ich da habe sind unmagnetisch. Beim Rest bleibt der Magnet haften.
Interessant: selbst bei Gliedern eines Fahrzeugtyps ist das nicht immer gleich. Habe drei Glieder vom Raupenschlepper Ost da, zwei Glieder magnetisch, ein Glied nicht. Anbei Bild, man beachte den gelben Kühlschrankmagnet und die zeitgenössische Reparaturschweißstelle am linken Glied
Das andere Bild zeigt diverse Glieder, die magnetische Lampe klebt an einem sowjetischen Kettenglied.
Habe noch mehrere, die nicht im Bild sind (Sturmgeschütz III und PzKw II - nicht magnetisch).
Da alle rostig sind, ist es ein anderer Legierungsanteil, vielleicht Mangan? Vermutlich war der Legierungsbestandteil nicht immer verfügbar in Richtung Kriegsende, weswegen da Unterschiede feststellbar sind.
Achja - gußeiserne Hantelscheiben sind auch magnetisch...
Viele Grüße, Dierk
Edit:
ja, der Post vorher schreibt, was mein Magnet feststellt. Von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich...
Genau das finde ich super wenn jeder der eins oder viele hat mal testet!
Egal welche epoche!
Der link mit den ketten ist sehr gut und erklärt viel!
Ich gebe offen zu das ich da eine bildungslücke hatte !
Bis gestern wäre für mich alles was keine gummikette ist ,magnetisch gewesen!
Dann bin ich per zufall drauf gestossen das da kein magnet hällt!
Danke an alle die hier ihre eigenen bilder von ketten einstellen!
Vieleicht ja der eine oder andere noch beim bund und kann mal nen leo oder marder testen
Link's sind gut !
Ersetzen aber nicht die feldarbeit!
Und was hier losgetretten wurde .....wird als kettengliedmagnettest in die geschichte eingehen!
Finde es gut das du auch so verwundert bist!
Die rep.stelle ist gut die sieht aus wie meine!
Fotowettbewerbgewinner März 2020 & Kettengliedmagnettesterfinder und seit dezember 2021 professionellen ghostwriteraufdensenkelgeher
-Angesichts derart sinnfrei angewandter Mathematik, streiche ich die Segel und komme stattdessen einfach mit-
(SirQuickly)
Und was hier losgetretten wurde .....wird als kettengliedmagnettest in die geschichte eingehen!
Finde es gut das du auch so verwundert bist!
Die rep.stelle ist gut die sieht aus wie meine!
danke - und ja, gehe vom SU-152 aus, Fundort wie das eine, reparierte RSO-Glied war Oberschlesien.
Anbei noch ein weiteres Bild. Hatte mal aus verschiedenen Gliedern Hocker gemacht für mein (momentan eingestaubtes ) Sammelzimmer. Der große Hocker aus 11 Gliedern STG III o. PzKw IV. 10 Glieder waren (vielleicht) vom Dtschld. höchstgelegenem Panzerwrack, die Glieder lagen zumindest auf rund 800m Höhe...
Leider reichten die 10 Glieder nicht zum Schließen des Rondells, mußte damals 1 Glied im Tausch dazu erwerben. Das "Tauschglied" ist magnetisch, der Rest nicht.
Der kleine Hocker ist wohl aus Gliedern vom PzKw II, bzw. von einem Fahrwerk davon, zu Kriegsende wurden die ja für alles mögliche verwendet.
Hier: 5 von 8 Gliedern magnetisch, drei nicht.
Wir verarbeiten personenbezogene Daten über Nutzer unserer Website mithilfe von Cookies und anderen Technologien, um unsere Dienste bereitzustellen, Werbung zu personalisieren und Websiteaktivitäten zu analysieren. Wir können bestimmte Informationen über unsere Nutzer mit unseren Werbe- und Analysepartnern teilen. Weitere Einzelheiten finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.
Wenn Sie unten auf "Einverstanden" klicken, stimmen Sie unserer Datenschutzrichtlinie und unseren Datenverarbeitungs- und Cookie-Praktiken wie dort beschrieben zu. Sie erkennen au?erdem an, dass dieses Forum möglicherweise außerhalb Ihres Landes gehostet wird und Sie der Erhebung, Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten in dem Land, in dem dieses Forum gehostet wird, zustimmen.
Kommentar