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  • 2augen1nase
    antwortet
    Uiiii - es lebt Trotz beleidigter Leberwurst Hab ich was wichtiges übersehen? Ich schaue in letzter Zeit mal öfter wieder rein, aber da das Forum nicht mehr so "kompakt" ist wie früher, hab ich tatsächlich manches auch erst spät entdeckt - und entsprechend spät reagiert.

    Sei es drum - zurück zum Thema:

    Die Filme von Dieter Wieland sind ganz ganz großes Kino und ich schaue mir die regelmäßig an - wie Recht der gute Mann doch hat und wie man trotz aller Öko-Bewegungen und Nachhaltigkeit dahingehend immer noch weit hinter den Altvorderen unterwegs ist. Aber, und das wird in einem der Filme auch konkret benannt: es gibt eben Faktoren, auf die hat man heutzutage wenig Einfluss bzw. muss man da eben manche Kompromisse mitgehen.

    Mir ist völlig klar: So einen hervorragenden Kalkputz, wie er sich an manchen Stellen noch von 1875 erhalten hat, bekomme ich heute nicht mehr - bzw. kann ich mir definitiv nicht leisten. Historisch war ja ein Kalkspatzenputz dran - enorm, was der mitgemacht hat und trotzdem noch tadellos an der Wand klebt. Aber mein Stuckateur wird definitiv nicht mit der Kelle putzen und Kalkspatzenputz geht nunmal nicht durch eine Maschine. Selbst reiner Kalkputz, der heute als Maschinenputz auch erhähtlich ist, hat da seine Einschränkungen, weshalb mir der Entwickler von Sakret auch gesagt hat, dass unbedingt ein Ortstermin nötig wäre. Bei mehr als 25m Putzschlauch wird´s da nämlich auch problematisch.

    Insofern: Es kommt ein reiner Kalkputz ran - als Zugeständnis muss ich aber auf die Kalkspatzen verzichten und wohl auch mit einem (leicht) hydrophob eingestellten Putz leben.Letzteres könnte ich verhindern, wenn ich überall für eine gleichmäßige Putzstärke sorgen könnte, aber das wäre ein großer zusätzlicher Aufwand, da ich größere Wandflächen beischleifen müsste. Dafür bleibts aber (wie historisch vorhanden) bei einem abgeriebenen Putz - es kommt also kein Feinputz drauf, sondern es wird in Kornstärke abgezogen und verrieben.

    Tja - und was die Farbe angeht.... Klar - ein eingefärbter Putz hat schon Vorteile, aber eigentlich auch nur, wenn man das ganze Haus damit in einem Zuge putzen würde. Das geht allerdings nicht. Selbst beim Treppenturm können nur Teilbereiche verputzt werden, weil sich bestimmte Anschlussbereiche noch verändern werden bzw. manche Bereiche derzeit wegen des Gerüstes gar nicht erreichbar sind. Historisch war ja auch offensichtlich eine Farbe gestrichen worden, zumindest ging das aus der Untersuchung der Denkmalbehörde hervor.

    Mir persönlich ist das auch gar nicht so wichtig, ob die Fassade später mal an der ein oder anderen Stelle ein bisschen fleckig ist oder verschmutzt. Das gehört irgendwo auch dazu und ich finde das auch gar nicht schlimm.

    Mit den Häusern in den Filmen ist meine Bude jedenfalls nicht zu vergleichen und so sehr ich diese simplen Putzoberflächen in ihrer Wirkung auch mag, sie passen einfach nicht zu meinem Haus. Putzleisten kommen keine rein - und finde heute mal einen Putzer, der das mitmacht. Meiner wird klassisch gegen eine Latte putzen - so wie das historisch auch am Haus belegt werden kann. Gewebe wird auch nicht verbaut - ich kann mit eventuell auftretenden Rissen leben und sehe gerade bei Kalkputzen auch eher selten, dass es dadurch zu schlimmeren Problemen kommt. Da hab ich keine Bedenken.

    Ansonsten lieber Jörg: Seit Jahren heulst du über die Zustände und beschwörst deine herrlichen Kellen - dann mach doch endlich das, was dir wirklich Freude in der Arbeit bringt. Im Handwerk mangelt es eh immer mehr an guten Leuten und gerade solche Nischen sind derzeit extrem unterbesetzt. Ich merke das in diesem Jahr erstmals so richtig deutlich, da auf mich immer mehr Auftraggeber zukommen, die den hiesigen Porphyr wieder haben wollen und nicht irgendeinen Ersatz-Sandstein aus weiter Ferne. Hat sicherlich auch damit zu tun, dass man mit den Jahren für seine Beklopptheiten auch bekannter wird, aber ich meine da auch einen Trend sehen zu können. Ich mache mein Handwerk ja auch nur, weil ich selber darüber bestimmen kann WIE ich das mache. Wäre ich in einer normalen Firma angestellt, müsste ich Tätigkeiten machen, die mir null Spaß bringen und auch wenn die Selbstständigkeit oft ein wirklich hartes Brot ist - das ist einer der Hauptgründe, warum ich davon nicht lassen kann. Unterm Strich würde ich als Angestellter zwar sehr wahrscheinlich deutlich besser dastehen (wird bei dir auch ein Grund sein, weshalb du nicht loslassen kannst), aber naja... Leidenschaft halt

    Ich bin mal gespannt, wie sich das mit dem Tag des offenen Denkmals angehen wird und wie viele Besucher sich da anmelden werden. Hab jetzt wochenlang die Bude auf Vordermann gebracht, aktuell kann man da fast schon vom Boden essen


    @Sven: Du hast mir das ja bei FB schon geschrieben - aber wer ist eigentlich mit "Wir" gemeint gewesen? Deine Family oder wart ihr forenmäßig mal wieder unterwegs und ich hab´s nicht mitgeschnitten?


























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  • ogrikaze
    antwortet
    Das 2. Video ist ja genial, danke Hase, hab gerade schön gelacht. bei "Konditorputz" hatte ich Tränen in den Augen

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  • Baron
    antwortet
    Zitat von Sorgnix

    Aber mit Sicherheit nicht mit diesen beiden Filmen

    Die beiden Streifen schauen - und hinterher mal mit dem vergleichen, was wir heute treiben ...
    Das ist der Grund, weshalb mir mein Job heute weniger und weniger Spaß macht, ich lieber
    heute als morgen aufhören würde ...
    Gruß
    Jörg
    Das letzte Hemd hat keine Taschen, wer früher geht hat länger Rente.

    Gruß
    Micha

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  • Sorgnix
    antwortet
    Zitat von 36Sandhase41

    Jetzt kriege ich hoffentlich keinen Ärger mit den Fachmännern ....
    Aber mit Sicherheit nicht mit diesen beiden Filmen

    Die beiden Streifen schauen - und hinterher mal mit dem vergleichen, was wir heute treiben ...
    Das ist der Grund, weshalb mir mein Job heute weniger und weniger Spaß macht, ich lieber
    heute als morgen aufhören würde ...
    Ich lege mich auf jeder Baustelle mit denen an, die die großen LKW mit Dämmstoff anfahren
    lassen bzw. sie verplanen. Nutzt nichts. Weil die "Norm" es ja verlangt. Nachdenken tut man
    ab und an, aber am Ende: Machen! Verantwortung will keiner mehr übernehmen. Aber lieber
    noch 4 weitere Gutachten von diversen Schlechtachtern einholen, damit man auf der "sicheren"
    Seite ist ...

    Film 2 ist auch schön.
    ... wobei der Maurer an seinem Mörtelmischer auch produktiver sein könnte. Der läuft mit
    seiner Schaufel ja mehr, als das er was in den Mischer kriegt ...
    Die Anordnung der Baustoffe, die Einrichtung des eigenen Arbeitsplatzes verlangt ab und
    an auch ein wenig Fachkenntnis ...
    Am Abend sind sie immer alle "kaputt" - fragt sich dann nur wovon ... Vom wirklichen arbeiten
    oder vom unnötigen rumgelaufe ...
    Bei 22:30, der Umgang mit der Putzkelle - DAS ist mein Hobby!
    Wie viele Jahre ich auf der Jagd nach ner handgeschmiedeten Kelle war. Keiner der "Alten"
    wollte seine hergeben. Alles schon anderen versprochen.
    Als ich "meine" endlich hatte, trudelten binnen ein paar Monaten 3 weitere ein. Die, die sie
    ursprünglich haben wollten, kamen dann nicht mit klar - oder der hochbetagte Rentner
    erinnerte sich glücklicherweise an mich ...
    Mit so einer Kelle arbeiten kann kaum noch einer. Alles macht mit Putzmaschine.
    Bei mir ist es umgekehrt. Ich kann nicht "Putzmaschine" - aber von Hand
    (außer Decken verputzen, das lern ich nicht mehr ... man sieht aus wie ne S...)
    (... richtige Gesellen während meiner Lehrzeit, die gingen Freitags mit dem gleichen Dress
    heim, wie sie Montag angefangen hatten. SAUBER. Unsereins sah Montagabend schon aus ... )

    Nun gut, Schluß mit der Romantik.
    Ist Till sein Thread.
    Putz hatten wir ja schon ab und an.

    Gruß
    Jörg

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  • 36Sandhase41
    antwortet
    Hier musste ich spontan an einen Report von Dieter Wieland denken.
    Nachdem ich den gesehen habe, würde ich NIE wieder ein Gebäude streichen !

    Wie sich das jetzt bei unserem Haus (Bj 2004, Energiespardings) verhalten würde
    weiß ich nicht, aber bei einem älteren Haus würde ich Innen wie Außen auch
    (mit Erdfarben gefärbten Kalkputz verwenden, das sieht auch richtig geil aus !

    Jetzt kriege ich hoffentlich keinen Ärger mit den Fachmännern ....





    Liebe Grüße und halt durch

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  • ogrikaze
    antwortet
    Also da geb ich Jörg Recht...Meine Kunstfelsenbauer lassen sich auch komplett den Mörtel vorfärben und nur an den Stellen wo etwas Kontur hervorgehoben werden muss wird nachgepinselt. Beinahe hätten wir Dich ja gestern besucht, aber die Fahrt hat geschlaucht.
    PS: Und ich hab nur hinten gesessen😅

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  • Sorgnix
    antwortet
    Mal vorab:
    Zitat von 2augen1nase
    Uiiiii - eine Reaktion
    ... warum sollen wir auf DEINE Beiträge reagieren - DU reagierst ja auch nicht auf unsere ...
    oder aber: wenn wir alles bis ins kleinste Detail ausdiskutieren, paßt es ja vielleicht auch nicht ...

    Zitat von 2augen1nase
    Warum sagt eigentlich niemand was zur Verblechung? Ein (kleiner) Meilenstein! Wohl dann doch nur für mich...
    ... nur weil Du nicht jeden Tag ne Goldmedaille umgehängt bekommst, heißt das noch lange nicht,
    daß wir den Marathonläufer aus dem Auge verloren haben.
    Bei DER Rennlänge kann man sich ab und an aber doch schon mal am Kühlschrank festgebissen haben,
    so daß 100 m mal nicht im Blickfeld waren ...

    Die Diskussion zum Detail war meiner Meinung aber schon seinerzeit geführt.
    Nett sieht es aus, keine Frage. War auch so gesagt. Aufwendig vor allem.
    Bautechnisch vor allem RICHTIG. Da hat das Wetter bzw. der Zahn der Zeit künftig wenig Chance ...

    "mit Kanonen auf Spatzen" könnte man aber auch sagen, wenn man den Rest des noch zu bewältigenden
    Marsches vor Augen hat. Du willst es ja nicht in Gänze dokumentieren, am Ende wird Dir eh niemand
    den Gesamtaufwand an Zeit bzw. Geld glauben wollen ...
    DAS sieht dann nur der Fachmann ...

    Ansonsten fehlt mir da die Dachluke, wo sich der Burgherr dann oben auf seinem Turm setzen kann
    um die Aussicht über die Zinnen zu genießen ...
    Man muß auch öfter mal die Konstruktion aus der NÄHE betrachten, sich erfreuen,
    nicht immer nur als Bodenpersonal ...


    Zitat von 2augen1nase
    Unterm Strich ist mir das eigentlich auch völlig wurscht - an solchen Vorgaben hänge ich mich nicht auf. Hauptsache Farbe drauf und gut ist.


    Wie ich mal vor 30 Jahren in nem Seminar beim Schweizer Architekten Paul Bossert lernte:
    "Nur das allerdümmste Schwein streicht auf Putz, Beton und Stein!"


    Übersetzt:
    Sobald Du 1 x gestrichen hast, mußt im in Folge IMMER streichen.
    Das Heraufbeschwören von Unterhaltskosten ...
    Jede Betonmauer, Jede Fassade bekommt frühe oder später "Spuren". Irgendwo läuft Wasser, irgendwo
    wird es grün, vermoost - oder einfacher Dreck von der Straße oder vom Acker nebenan setzt sich ab.
    Eben das, wo Mutti später sagt: Sieht schäbig aus, muß neu gestrichen werden ... => Kohle ...

    zu überlegen: Fährst Du nach Rom, in die Toskana oder sonstwo, da fotografiert man wie irre diese alten
    Buden, deren Fassaden eben NICHT so geleckt wie bei uns aussehen, weil meist seit Inbetriebnahme nie
    wieder gepinselt ... Alles dazu noch in "Erdfarben", Pastelltönen ...
    Bei Gelegenheit bring ich ein Bild von zwei Fachwerkhäusern in meinem Dorf - zur Bauzeit einmal gepinselt,
    dann sich selbst überlassen. Der Kenner erfreut sich eher an deren "Patina", als an der Neuanstrichbude
    nebenan ...
    Warum das??

    Des Rätsels (Teil-)Lösung:
    Nicht pinseln - den Farbton festlegen und den Putzmörtel FÄRBEN
    Kann man mit Beton auch machen - Farbpigmente zusetzen, das Material homogen durchfärben.
    Da will es natürlich überlegt sein, ob man sich für knalliges Milka-Lila entscheidet, Schweinchen-Rosa -
    oder eben einen warmen, zurückhaltenden Pastellton.
    Vorteil: Selbst wenn Pigmente verblassen durch UV oder sonstwas, es sieht "natürlich" aus.
    Haut einer mit dem Hammer an die Wand und sprengt ein Stück aus - drunter ist die gleiche Farbe ...
    (ja, außer er haut bis auf das Kernmauerwerk durch ...)
    Und wenn wirklich dreckig oder gar verschlammt - mit nem Kärcher machst Du da dann auch nix kaputt.
    Es gab Zeiten, da war das auch hier bekannt bzw. üblich. Aber mal sind es vermeintliche Kosten - die Du
    ja nicht scheust - oder eben der wechselnde Geschmack. Es wurde mehr oder weniger vergessen ...

    Auf lange Sicht ist es wohl günstiger.
    so lange Mutti sich damit anfreunden kann, nicht alle 5 Jahre die Farbe komplett wechseln zu müssen ...
    Aber das kannst Du ja selbst sagen, was allein die Einrüstung kostet.
    Dazu der Maler.
    Und das alle 15 bis 20 Jahre??
    ... da ist das bißchen Pulver im Mörtel wohl nix gegen.


    Reaktion genug??
    Ich trete mal das Copyright ab - Du kannst aus diesem Thread später mal ein Buch machen.
    So mit Bildern und Werdegang. Kann man nachblättern wann immer man will.
    ... Video kostet zu viel Zeit


    Gruß
    Jörg
    Zuletzt geändert von Sorgnix; 04.09.2025, 10:26. Grund: Rächtschraibunk ...

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Uiiiii - eine Reaktion

    Naja, streichen muss ich wohl und vor relativ langer Zeit hat eine Voruntersuchung durch die Denkmalbehörde auch eine Farbfassung aufgezeigt. Die muss noch näher spezifiziert werden - aktuell bewegt sich das irgendwo zwischen einem mittelhellen und eher dunklen beige-Ton. Schwer zu beschreiben, aber erfahrungsgemäß wirken gerade diese seltsamen Farben, die man sich gar nicht vorstellen kann, dann doch ziemlich cool. War damals auch in der SpeMaFa so mit diesem komischen Grünton der Stahlträger...

    Unterm Strich ist mir das eigentlich auch völlig wurscht - an solchen Vorgaben hänge ich mich nicht auf. Hauptsache Farbe drauf und gut ist.

    Warum sagt eigentlich niemand was zur Verblechung? Ein (kleiner) Meilenstein! Wohl dann doch nur für mich...


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  • oliver.bohm
    antwortet
    Bekommt der Putz eine Farbe, oder bleibt er in Natur..?

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Heute habe ich den ersten Teil des Gerüstes zurückgebaut - damit der Putzer besser ran kommt. Eher zufällig fiel mir dann auf, dass man von anderer Stelle des Gerüstes doch wirklich mal einen schönen Blick auf den Zinnenkranz bekommt.

    Ich hab natürlich noch mehr gemacht - aber auch nur in Form von Aufräumen und saubermachen - nichts, worüber ich ausgiebig berichten könnte... Aber DIE Ansicht wollte ich dann eben doch zeigen
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Hallo allerseits.

    Wie bereits vor längerer Zeit angemerkt, hatte ich nun haufenweise kleine Schritte zu erledigen, die es zu dokumentieren nicht lohnt, weil man da ohnehin nicht wirklich was sieht.

    Die letzten Wochen bestanden also aus Reinigungsarbeiten, Restlöcher am Turm stopfen, Gerüst umbauen für den Verputzer und den Blechklempner, Fugen aufschneiden, Turm kärchern, kleinere Antragungen machen, ein paar Fugen austauschen und Zinnenkranz hydrophobieren. Zwischenrein war auch der Baumpfleger mal wieder da, solche Dinge müssen ja auch erledigt werden.

    Bei Regenwetter hab ich aufgeräumt, saubergemacht usw. - denn: Der Tag des offenen Denkmals steht ja an. Da ich ohnehin den Kärcher neulich im Haus hatte, habe ich die Gelegenheit mal genutzt und meine vor Jahren gebaute Treppe im Hinterhaus gleich mal mit gereinigt - zwischenzeitlich hat sich da einiges an Staub abgelagert und durch die Bearbeitung saß in den Poren der Steine ja auch noch jede Menge Staub - jetzt kommt der schöne Stein so richtig zur Geltung. Ein paar Verfärbungen muss ich noch wegreinigen, aber das ist Kleinkram.

    Dem Blechklempner habe ich ja für die Fertigung schon längst die Freigabe erteilt und der war zwischenrein auch sehr fleißig - nur durch das schlechte Wetter konnte ich über Wochen das Versetzen der Bleche nicht vorbereiten, weswegen sich das dann doch ein wenig verzögert hat. Aber: Heute war es endlich soweit und der hat es tatsächlich fertig gebracht, heute alle Verwahrungen draufzubringen. Es fehlen nur noch die Lötnähte - denn das Lötzeug hatte er nicht mit, weil er selbst nicht damit gerechnet hat, so schnell zu sein.

    Über die Optik kann man streiten, aber die ist auf meinem Mist gewachsen. Da Denkmal, ist die gerollte Kante vorne Pflicht und da die Rollen historisch auch seitlich abgedeckt waren und ich obendrein auch unbedingt die Aufkantung wollte, sieht es eben nun so aus, wie es aussieht - in glänzend aktuell ganz schön dramatisch und technisch - aber ein Jahr Bewitterung reicht zu, dann nimmt sich das schon deutlich zurück. Und aus der Ferne wirkt es gut. Sicher nicht jedermanns Sache, aber ich bin zufrieden und die Steine sind so auch bestmöglichst geschützt.

    Da man bei diesen letzten beiden Schritten mal wieder richtig was sieht, gibts natürlich auch gleich ein Update für euch.


    Kurz zum Tag des offenen Denkmals: Falls wer mit dem Gedanken spielen sollte, sich das ausgerechnet an diesem Tag ansehen zu wollen - das kann man gerne tun. ABER: Es gibt ausschließlich Führungen mit max. 6 Personen pro Gruppe und auch nur über Voranmeldung via Mail. Ich kann das anders leider nicht managen, da bitte ich um Verständnis. Selbstredend ist natürlich, dass man auch an jedem anderen Wochenende eine Besichtigung für die User hier organisieren kann. Samson kam damals ja einfach mal spontan vorbeigeschneit - und das war schon ziemlich cool. Ansonsten kennen meiner Erinnerung nach nur Lucius, Ogrikaze und Trilobit das Objekt.

    Viel Spaß mit den Fotos und dem neuen Update!


    Liebe Grüße!














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  • 36Sandhase41
    antwortet
    Klar, andere hätten vielleicht n bisschen Gipskarton draufgeklatscht und neue Kunststoffenster rein, aber so bin ich halt nicht.

    Zum Glück!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  • 2augen1nase
    antwortet
    @Lucius:

    Ich glaube ich muss mir öfter anhören, dass ICH irre bin


    Da muss ich doch spontan an den Dachdecker denken, der seine Firma aufgelöst hat und bei dem ich einen Großteil meines Gerüstes gekauft habe. Der fragte mich im Vorfeld wieviel ich denn brauche und ohne zu wissen wie viel er hatte, hab ich gesagt "Alles" . Kurzum: er musste mich zwangsläufig besuchen, um die benötigte Menge einschätzen zu können. Ich stand damals im Hinterhof auf meinem QSG Gerüst und war am werkeln, als ich es poltern hörte und er schon von Weitem rief "Du bist ja verrückt, du bist ja verrückt!" und: "Das schaffst du nie!!!" und: "Du brauchst eine Frau, alleine schaffst du das nie. Ach nee - mit der Hütte bekommst du keine Frau...!" Das ging noch ne Weile so weiter, aber er verstand relativ schnell worum es geht und ich denke er ist auch ganz happy, dass er mich da unterstützen konnte. Das werd ich nie vergessen

    Aber sei es drum - am Ende (finde ich) ist es völlig wurscht ob ich es wirklich schaffe oder nicht - solange mir die Hütte gehört, werkele ich daran rum so gut es geht und ich denke, dass ich das sooo schlecht auch nicht mache. Klar, andere hätten vielleicht n bisschen Gipskarton draufgeklatscht und neue Kunststoffenster rein, aber so bin ich halt nicht.

    Und ja: Das Internet ist voll mit noch deutlich verrückteren Projekten - wenn ich da an die Typen in Frankreich mit ihrem Schloss denke (Oli Bohm hat das hier mal gepostet)... Und was Lucius da gezeigt hat ist schon auch krass - also soooooo schlimm sh es bei mir nicht aus. Wobei ich den Wiederaufbau auch nicht wirklich gelungen finde, aber gut, darüber kann man sich ja streiten.





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  • Lucius
    antwortet
    Wenn du glaubst, bzw dir anhören musst, dein Projekt wäre irre; ich folge auf Instagram welchen, deren Idee dieses Prädikat eher verdient (hatte)
    Es fiel in den vergangenen Jahren schwer, sich den einstigen Glanz des herrschaftlichen Gebäudes vorzustellen, wenn man die Ruine in Goldenbow südlich von Wittenburg sah. Dabei zählt das Herrenhaus in Goldenbow zu den wenigen erhaltenen Herrenhäusern aus dem 17. Jahrhundert in Mecklenburg.

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  • 2augen1nase
    antwortet
    @Lucius: Alles klar - da hast DU also in meinen Post was völlig anderes hineininterpretiert So entstehen Missverständnisse...

    Ich denke wir sind letztlich auf einer Linie - ich unterschätze die Arbeiten ganz und gar nicht, genau deshalb ist´s ja genau richtig, wenn ich zwischenrein als Lückenfüllertätigkit (bei Schlechtwetter, wenn anderes stockt, wenn´s mich eben bockt) sowas auch mit angehe. Glaube mir. Sturzunterseiten scharrieren ist so ziemlich das beschissenste was man machen kann und auch so wirst du wohl kaum jemanden finden, der in Situ überhaupt sowas macht. Das ist schon auch körperlich Quälerei - umso schöner wenn DAS dann schon erledigt ist

    Und nein, du bist für mich ganz und gar nicht ein Negativbeispiel, das habe ich so auch wirklich nicht gemeint. Mir gings lediglich um die Prioritäten, ohne zu wissen, dass du die eigene Sanierung an manchen Stellen vielleicht auch korrigieren musst. Ich gebe mir jedenfalls Mühe, die Dinge so gut es geht zu erledigen, so dass sie eben möglichst "richtig" sind. Ist nicht immer ganz einfach, man kann so ne Bude ja auch nicht verdrehen - aber ich denke, mit dem Treppenturm ist mir schon ein kleines Meisterstückchen gelungen, also jetzt nicht bezogen auf die Steinmetzarbeiten, sondern auch auf alles andere drumherum. Und das geht ja noch weiter - auch die Folgegewerke fordern mir einiges ab, damit es am Ende eben gut wird.

    Beispiel: Der Stuckateur, der mir die Fassade im Herbst verputzt, hat mich drum gebeten, dass ich ALLE Fugen am Turm ein bisschen aufschneide. Sowas hab ich noch nie irgendwo anders gesehen, aber er meinte halt, dass sich der Putz dann besser reinkrallt und das klingt logisch. Für die zwei großen Seiten hab ich fast den ganzen Samstag damit zugebracht, aber auch, weil ich anschließend gleich noch die Flächen gekärchert hab.

    Und ja - ich geb´s ja zu: Mich nervt´s gerade schon ein bisschen an, dass ich nun doch nochmal in eine Mietwohnung umziehen muss, hatte gehofft, dass die jetzige Butze meine letzte Mietbutze ist. Wäre es auch gewesen, wenn die Stadt Chemnitz nicht mal wieder so ne bescheuerte Stadtplanung betreiben würde. Sei es drum - ich ziehe nun raus aufs Land und das wird dann auch seine Qualitäten haben. Kleine Butze, alles auf neuestem Stand, Heizung über Geothermie - ich bin gespannt wie gut das funktionieren wird.




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