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  • oliver.bohm
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Abschluß

    Lange habe ich mich nicht zurückgemeldet und so richtig weiß ich auch gar nicht wo ich ansetzen soll...

    Wie gern würde ich euch all die Einzelschritte wie gewohnt zeigen - aber durch die nach wie vor komische Bildersituation ist mir das zu anstrengend, da alle Fotos kleiner zu machen usw.

    Also bleibt eigentlich nur, das Endergebnis zu zeigen. Oder Zwischenergebnis, je nachdem, aus welchem Blickwinkel man es sieht.

    Mit viel Glück hat es jedenfalls geklappt, dass das Dach drauf ist, das Gerüstdach weg ist und ich letztlich auch die letzten noch fehlenden Abdeckungen fertigstellen UND versetzen UND sogar noch verfugen konnte. Klar - die Verblechungen der Zinnen fehlen noch, aber dafür ist es nun auch einfach zu kalt.

    Anbei also (reichlich verspätet) der aktuelle Stand. Mit ohne Gerüstdach und mal einem seltenen Blick aus der Ferne auf das "Spektakel"

    Normalerweise müsste man wohl Freudensprünge machen - aber ich bin wirklich so durch mit allem, mir fehlt dazu die Kraft. Hier ist erstmal der Haken dran, ich bin aber schon wieder an anderen Stellen am Wuseln. Im Treppenhaus habe ich die beiden neuen Treppenstufen über Weihnachten eingebaut - jetzt stolpert man da oben ja auch nicht mehr herum, da ist genau der richtige Zeitpunkt. Und gestern habe ich schon den nächsten großen Steinblock für die Gartenfassade zugeschnitten... Ich bin also weiter dran an allem, muss ja weitergehen... Aber müde bin ich... wirklich müde.

    Wenn man so will also mein Jahresabschlusspost. Ihr wollt ja sicher auch wissen, wie es nun ausgegangen ist...
    Angehängte Dateien

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  • 2augen1nase
    antwortet
    @ Jörg:

    Stundensatz - die 15.51€ sind schon mit Zuschlag. Der Mindestlohn ist ja deutlich geringer aktuell.

    Wo für dich der Schwerpunkt liegt, ist ja erstmal zweitrangig, da weder deine Bude noch deine Baustelle

    Ich erlebe fast nur noch Baustellen, wo nach deinen Schwerpunkten gebaut wird und da geht regelmäßig was schief. Da wurde was vergessen, dann wird wieder aufgehackt oder rumgepfuscht, ums irgendwie noch zu retten und meist ist die Lösung am Ende dann doch nicht so gut.

    Anderherum: Ich kann mir ja die Zeit auch nehmen, hab eh nicht die Kohle, um Gas zu geben - selbst wenn man "billiger" bauen wöllte.


    Zu den Fenstern:

    Aus der Erinnerung sind meine "Schießscharten" in der Regel 1,42mx 0,82m - also die meisten normalen Fensteröffnungen - und darauf bezog sich auch das Angebot für die 3-flügeligen Fenster. Hinzu kommen natürlich noch eine ganze Menge Sondergrößen, die bestimmt deutlich kleiner sind, aber in der Fertigung vermutlich nahezu den gleichen Aufwand brauchen - das bisschen Material sollte da keine nennenswerte Rolle spielen - nehme ich zumindest an.


    Zum Denkmalschutz:


    Ich habe nirgends geschrieben, dass es NUR so geht. Natürlich kann man auch günstiger gut bauen, dann hat man aber Abstriche in der Gestaltung oder der Oberflächenbehandlung oder oder...

    Ich schrieb "dann hat man meist die BESTE Qualität" verbaut - hinsichtlich der genannten Punkte.

    Ob jetzt ein gutes Holzfenster die originale Sprossung und Zierelemente aufweist oder nicht, ist ja per Se nun für die gute Funktion des Fensters kein Merkmal - da tut auch ein einflügeliges Holzfenster mit vernünftigem Glas seinen guten Dienst. Aber mit diesen Anpasungen fügt es sich halt besser ins Gesamtbild ein und rundet das Gesamtbild eines solchen Hauses einfach ab. Genau dieser Mehraufwand wird über die Förderung eben abgedeckt.

    Wie gesagt, was DU machst und machen würdest ist ja alles ok - ich mache das anders und bei mir kommen definitiv keine Kunststoffenster rein. Punkt. Auch Trockenbau will ich eigentlich nicht, wird vermutlich nicht überall vermeidbar sein, aber dann wenigstens keinen Gipskram, da gibt es ja im Zweifelsfall auch Alternativen - wobei Vermeidung definitiv an erster Stelle steht.

    Mich nervt eigentlich schon an, dass meine Dachdeckung / Dämmung usw. alles miteinander verklebt ist, quasi untrennbar für den, der zukünftig da irgendwann vielleicht doch mal ran müsste. Gründach war aber mit dem Baumbestand auch keine wirkliche Alternative. Aber auch konstruktiv will ich grundlegend eher so bauen, wie man das früher machte, das man eben weitestgehend den Kram auch halbwegs sauber getrennt bekommt - geht nicht immer, ist klar, aber ich bin absolut kein Fan von diesen seltsamen Verbundstoffen, die da heutzutage massenweise verbastelt werden.

    Ein Kollege wollte mir mehrere Säcke "ganz tollen" Dämmputz schenken - 40€/ Sack,aber eben mit Styroporkügelchen - sowas fällt definitiv aus, keine Chance


    Ob ich damit ans Ziel komme, wie, mit welchem Aufwand - das ist alles mein Problem... Andere dürfen das gerne anders machen - ich machs eben so.

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  • Sorgnix
    antwortet
    Um nochmal auf die vorherige Seite, Beitrag 1.384 zurück zu kommen:
    ...
    Faktisch wird aber die fachliche Eignung anerkannt - deswegen ja die 25% Aufschlag.
    ...
    Klar sind 15.51€ lächerlich - aber wie Lucius schon bemerkt hat: Dafür, dass man an der eigenen Hütte baut und die Leistung für sich selbst macht ist das doch trotzdem ein guter Deal.

    folglich ist die Arbeit des "Fachmanns" dann 3,88 € die Stunde wert ...


    Oder waren die 15,51 schon incl. "Fachzuschlag"??


    Sorry, aber für mich liegt hier der Schwerpunkt noch immer eher auf dem Punkt,
    die Hütte auch irgendwann mal einigermaßen FERTIG zu kriegen.
    Mit möglichst geringem Aufwand an Arbeit, Mühe und Zeit - wie auch möglichst geringen Kosten.


    Man bekommt die Maßnahmen bis zu 1/3 gefördert und hat am Ende dann meist die beste Qualität verbaut - letztlich bekommt man also für relativ wenig Geld sehr viel Leistung und das ist auch gestalterisch meist auf einem völlig anderen Niveau, als die typische Baumarktware oder die heutigen Trends

    Und "Denkmalschutz" ist da nun auch nicht die Gewähr für vermeintlich höhere Qualität.
    Man kann auch gut, richtig UND günstig bauen OHNE den Denkmalschutz mit seinen ab und an
    kleinlichen Haarspaltereien und Forderungen.





    Beispiel Fenster:
    Wg. mir gern in Holz. Aber bitte keine Kiefer oder Fichte ...
    Wg. mir das Tropenholz.
    Mein Elternhaus hat auch Fenster aus Meranti. Vom Dorfschreiner. 1970!!
    Letztes Jahr hat die Schornsteinfegerin bei der Forderung nach Zwangslüftung für

    den Küchendunstabzug wg. Kaminofen im Wohnzimmer ne teure Anlage verlangt - weil
    sie die Fenster als "neu" und sehr "dicht" ansah ... ( )
    Das kommt davon, wenn man die Fenster pflegt, alle 2 bis 3 Jahre neu lasiert ...


    Kunststoff wäre mir ebenso schnuppe - so ich doch wenigstens die Fassade dann mal
    dicht habe und mich um den Innenputz, Trockenbau und den sonstigen Innenausbau
    kümmern kann ...
    Aus 30 m Entfernung von der Straße her wird das eh kaum noch einer erkennen ...

    Und wenn man sich die Fenster ob der Lohnkosten in Polen oder Timbuktu bauen läßt,
    dann kann man u.U. auch leichte Qualitätseinbußen hinnehmen. So die Haltbarkeit
    gewährleistet ist. Holzfenster streichst Du eh irgendwann nach ...
    Wobei ich 1.000,-- € für diese kleinen Schießscharten schon als Hausnummer ansehe ...
    Aber dafür wären eben auch die Anzahl und genauen Maße interessant.
    Was kann man da standardisieren, was nicht ...


    Gruß
    Jörg

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  • 2augen1nase
    antwortet
    @Ogri: Keine Frage - mich nervt das teilweise auch, gerade was die Fördermittelabrechnung angeht, ist das schon ein heftiger Aufwand. Andererseits ist das auch völlig richtig so - Fördergelder wachsen ja auch nicht auf den Bäumen, sondern sind wenigstens zu einem großen Teil aus unser aller Steuern finanziert - insofern absolut korrekt, wenn da ganz genau hingesehen wird. Würde ich mir an vielen anderen Stellen auch wünschen, dann sähe es in unserem Land sicherlich auch nicht ganz so schlecht aus.

    Zudem muss man (leider?) feststellen, dass die heutige Art zu sanieren eigentlich immer so radikal ist, dass es eben wirklich wichtig ist, Befunde zu sichern und so wenigstens den Versuch zu unternehmen, diese für die Nachwelt zu erhalten. Die Welt vor 100 Jahren und länger war überhaupt gar nicht so uniform wie die heutige, was man immer wieder an den vielfältigsten Gestaltungen sehen kann, sei es bei Dekorationsmalereien oder eben bei Stuck oder Zierelementen.

    Früher haben viele Generationen mit der krummen Wand gelebt, Farbschicht für Farbschicht aufgetragen und eigentlich immer nur dazugebaut. Heute geht das alles mit den Entkernungen verloren - und da passiert auch nicht selten ganz schöner Frevel, hab da neulich erst eine Story gehört - wenn das wirklich so wahr ist, gingen da eben mal fix Befunde / Kunstwerke im Wet von mehreren 100.000€ über den Jordan.


    Ich finde, wer sich ein altes Haus kauft, vor allem wenn vorher schon der Schutzstatus bekannt ist, der muss damit auch leben. Deswegen ist manch Hütte ja auch ein Schnapper - und deswegen sind gerade solche Hütten für manche auch das einzig noch funktionierende Geschäftsmodell. Und das möchte ich mal ganz klar heraussstellen: In der Denkmalsanierung geht es fast so munter weiter, wie die letzten Jahre - da ist der Neubau in der Krise vergleichsweise eingeschlafen. Und das hat eben auch mit dem Schutzstatus bzw. den damit verbundenen steuerlichen Möglichkeiten zu tun.

    Unterm Strich ist es auf jeden Fall bei allen Projekten so: Man bekommt die Maßnahmen bis zu 1/3 gefördert und hat am Ende dann meist die beste Qualität verbaut - letztlich bekommt man also für relativ wenig Geld sehr viel Leistung und das ist auch gestalterisch meist auf einem völlig anderen Niveau, als die typische Baumarktware oder die heutigen Trends, die irgendwie auch immer nur billige Effekthascherei sind.

    Das einzige Problem, wo ich mitgehe und auch mit den Eigentümern mitleide ist, wenn die vor Ort zuständige Behörde völlig unzugänglich und stur ist. Das ist hier in Chemnitz zum Glück nicht so, da wird grundsätzlich die Philosophie eines Miteinanders gelebt und man ist durchaus kompromissbereit, weil man ja um die Probleme auch weiß und die Dinge nie nur von einer Seite betrachten darf. In Leipzig ist man da schon deutlich zackiger unterwegs und selbst im Landkreis habe ich schon Haarsträubende Geschichten durch, wo man sich nur an den Kopf greifen kann. Ist natürlich auch darauf zurückzuführen, dass man bei der extremen Vielfalt an Objekten auch immer individuelle Lösungen finden muss und es natürlich auch in der Denkmalpflege Trends gibt - wo man einst fleißig mit Kopien arbeitete, um die Originale in Lapidarien für die Nachwelt zu erhalten, wird heute eben der letzte Griebsch noch irgendwie aufgepäppelt und das wird sich in einigen Jahren vermutlich auch wieder verändern.

    Insofern bleibt dem Bauherrn nur, sich da auch mal mit den eigenen Vorstellungen etwas zurücknehmen zu können - eine Eigenschaft, die den Menschen / unserer Gesellschaft ohnehin immer mehr verloren geht. Nicht unbedingt gegenüber der Behörde, aber auf jeden Fall gegenüber des Objektes - das hat auch was mit Anerkennung und Respekt und vielleicht auch Ehrfurcht zu tun.

    Unterm Strich ist mir es wirklich egal, welche Wandfarbe das Haus mal hat und ob die Fenster grün, grau oder lila werden - da sind mir bauliche Details (zum Beispiel der Kalkputz) wichtiger, es muss funktionieren und miteinander harmonieren. Deswegen ja auch der Ziehauf mit den vorgeblendeten historischen Ziegeln - ich packe das Haus nicht mit Gewebe und Spachtelmasse ein, das fällt definitiv aus und dann ist es eben die Konsequenz, den Untergrund so herzustellen. Wobei mir der Putzer nun verraten hat, dass ich die Fugen hätte offen lassen sollen - man wird auch nur schlauer mit der Zeit

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  • 36Sandhase41
    antwortet
    Ist bei unserem Nachbarn genauso .

    Alte Posthalterei Bj. 1726.
    Es sind allerdings geschnitzte Ornamente, Köpfe etc. in den
    Rahmen.
    Bis jetzt (seit 15 Jahren) hat er erst 3 oder 4 machen lassen.
    Die Kosten für die Fenster konkurieren stark mit dem Schnäppchenkauf
    für das ganze Anwesen.

    Du wirst eine Lösung finden .
    Schau erstmal zu das du wieder anständig auf die Beine kommst
    wenn es irgendwie geht.
    Bin genauso und kann keine Ruhe geben .

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  • ogrikaze
    antwortet
    Ähm Till, ich hab nicht unbedingt von Kunststofffenstern geredet
    Es gibt auch preiswerte Holzfenster. Mich stört eher das Du beim Thema Denkmalschutz/Fördermittel alles dokumentieren und nachweisen musst....
    Und ohne den passenden Klingelbeutel unterm Kopfkissen geht halt auch nix "Auf Tasche"
    Aber ich bewundere Deine Ausdauer und Konsequenz

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  • Sir Quickly
    antwortet
    Zitat von 2augen1nase
    [...] Aber solche Fabriken finden sich hier trotzdem noch häufiger - ist ja auch eine sehr holzreiche Gegend hier und gerade im Gebirge haben sich echt gute Handwerksbetriebe erhalten.
    Es gibt Sachsener Meranti? Wieder was gelernt... :

    Nein, ernsthaft: Ist mir schon klar, dasses gen Osten ein deutliches Preisgefälle gegenüber hier in Rhein/Main gibt. Trotzdem empfand ich dein Angebot als geradezu erschreckend günstig.
    Wie auch immer, ich drück' dir die Daumen - so aus der Ferne!

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Warmhalten ist gut...

    Leider ist es so, dass er vor einiger Zeit ein lukratives Angebot für seine Halle bekommen hat und er da drei Mal drüber nachgedacht hat und drei Mal zu dem Schluss kam: verkaufen!

    Hintergrund: Er fand keine Mitarbeiter mehr für den Einbau, die Produktion drückte ihm ein Fenster nach dem anderen in den Rücken und er sagte sich: Entweder zeitnah Herzinfarkt und Burnout oder aber einen gut bezahlten Cut und dann die letzten Jahre bis zur Rente nur noch kleinere Projekte oder etwas völlig anderes machen. Was er jetzt macht, weiß ich gar nicht genau, aber seine Fensterfabrik gibt es in der Form leider nicht mehr. Waren mit die besten Fenster, die man hier bekommen konnte - hab den ja auf verschiedenen Baustellen erleben dürfen, viele im Denkmalbereich.

    Aber solche Fabriken finden sich hier trotzdem noch häufiger - ist ja auch eine sehr holzreiche Gegend hier und gerade im Gebirge haben sich echt gute Handwerksbetriebe erhalten.

    Insofern ist eine Preissteigerung da natürlich nicht ausgeschlossen - darüber mache ich mir aber Gedanken, wenn es soweit ist. Kunststofffenster kommen da jedenfalls nicht rein und an der Stelle folge ich gerne den "Forderungen" der Denkmalplfege. Für mich sind das eh Selbstverständlichkeiten, auch, weil alles andere in so einem Haus nicht funktioniert.

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  • Sir Quickly
    antwortet
    Zitat von Lucius
    [...] Und 1000€ für ein Fenster passt schon. Wenn du alte aufarbeitest, kosten die, nach Stunden gerechnet, ähnlich.
    Mit Sichheit bin ich hier (FFM) preislich vollkommen verdorben, aber das Angebot empfinde ich als erschreckend günstig. Ergo: Warmhalten, den Mann... ganz, ganz warm!

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  • Lucius
    antwortet
    Bei Fenstern wirst du um die Neuanfertigung nur schwer herum kommen. Zwar wurden damals oft schon standardisierte Maße verwendet, welche die Tischler "auf Halde" produzierten, aber es gibt kaum noch Originale aus historischem Bestand. Die meisten flogen spätestens Anfang der 90er auf den Sperrmüll...
    Also ist die Wahrscheinlichkeit, welche zu finden, welche rettbar sind und auch noch passen, nahe dem absoluten Nullpunkt.
    (Ich hatte voriges Jahr welche in meinem Maß, 105x1750, angeboten bekommen, ebenfalls Baujahr 1905, hab aber nur fünf für meinen geplanten Windfang genommen)
    Und 1000€ für ein Fenster passt schon. Wenn du alte aufarbeitest, kosten die, nach Stunden gerechnet, ähnlich.

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Sven, du weißt doch ziemlich genau wie ich ticke - das Haus bekommt definitiv keine billigen einflügeligen Kunststoffenster...

    Ich kaufe kein altes Haus, um es dann zu vergewaltigen.

    Konkret zum Fensterthema sei so viel gesagt:

    Mir tut es in der Seele weh, dass viele der alten Kastenfenster bereits vor meiner Zeit rausgeflogen sind und durch DDR Verbundfenster ersetzt wurden. Die noch vorhanden sind alle unterschiedlich - diese aufzuarbeiten und neue Kastenfenster nach historischem Vorbild dazu anfertigen zu lassen ist leider teurer, als neue Holzfenster in alter Aufteilung. Allerdings sind neue Fenster dicker in den Rahmen, wegen der Statik und das verändert das Bild für meinen Geschmack schon ziemlich krass.

    Insofern wird es eine langwierige Suche werden, nach einem Festerbauer mit passendem Fräsersatz um möglich schlenke Rahmen hinzubekommen - hat halt nicht jeder und die Sätze sind extrem teuer.

    Ein befreundeter Fensterbauer hat mir ja auch mal ein Angebot gemacht - demnach hätte die Luxusversion in Meranti ca. 1000€ / Stück gekostet, ohne Einbau. Der Einbau hätte dann nochmal mit ca. 200€ zu Buche geschlagen. In normal Fichte Kiefer hätte das Fenster ca. 600€ gekostet - so ausm Kopf raus, da müsste ich wirklich nochmal nachsehen.

    Aber ich finde 1000€ / Fenster als Hausnummer ist völlig in Ordnung für ein ordentliches Holzfenster aus deutscher Produktion.

    Klar - ist am Ende trotzdem viel Geld, sind ja nicht wenige Fenster, aber der Einzelpreis kommt mir dennoch angemessen vor, zumal ich seine Produktion ja auch mal besichtigt habe und sehen konnte, wieviel Aufwand eigentlich in so einem Bauelement steckt.


    Sei es drum - an dem Punkt bin ich noch lange nicht und wenn ich mal da sein sollte, dann wird sich schon was passendes finden. Und natürlich redet die Denkmalpflege mit - aber es stört mich nicht, deren Empfehlungen zu folgen.

    Die haben seinerzeit auch mal eine Farbuntersuchung gemacht, Fassadenfarbe und Fensterfarbe stehen somit fest - ein Punkt weniger, an dem ich was entscheiden muss, ich sehe das ganz entspannt.

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  • ogrikaze
    antwortet
    Q
    betonen möchte ich auch, dass das Denkmalamt NICHTS von mir verlangt. Unter Schutz steht der "Ist-Bestand"
    Ja klar Till, aber dann viel Spaß wenn Du neue Fenster ordern willst

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Also mich wundert es, dass ihr euch da so sehr wundert - und ich weiß nun auch nicht genau, was mein Steuerberater daraus machen wird.

    Faktisch wird aber die fachliche Eignung anerkannt - deswegen ja die 25% Aufschlag.

    Man muss allerdings auch sehen, dass der Umfang, in dem ich das betreibe, ja doch eher außergewöhnlich hoch ist und betonen möchte ich auch, dass das Denkmalamt NICHTS von mir verlangt. Unter Schutz steht der "Ist-Bestand" und den muss ich auf jeden Fall erhalten. Dass die mir die Fassadenrekonstruktion sogar fördern, da darf man eigentlich dankbar dafür sein, denn aus denkmalpflegerischer Sicht (je nach Sichtweise) hat ein "Neubau" zunächst keinen hohen Denkmalwert. Da kann man sich jetzt streiten ob die Reko Neubau ist oder nicht - aber das Fass machen wir nun bitte nicht auf.

    Faktisch hätte ich den Dachanschluß anders nicht hinbekommen und der Dachdeckwer wies mich auch darauf hin, dass trotz des gebauten Zinnenkranzes an einer Seite nur 14 oder 14,5cm sind, anstelle der 15cm, die die Fachregel fordert. Ein Drama

    Tatsächlich deutlich schlimmer finde ich folgenden Aspekt:

    Das Haus gehört ja aktuell meiner Firma. Wenn ich das irgendwann mal aus der Firma herausnehmen will, wird aber nicht gschaut, welche steuerlichen Vorteile ich dadurch tatsächlich hatte, sondern dann kommt ein Gutachter und bewertet das so, wie eine Immobilie bewertet wird - und da die Preise deutlich gestiegen sind, würde ich da schon deutlich mehr "Auslöse" zahlen, als ich bislang davon profitiert habe. Mit jeder zusätzlichen Verbesserung wird das also noch teurer.
    Ist aber an und für sich auch nicht so schlimm - dann führe ich die Firma eben ewig weiter, soll ja eh zukünftig auch gewerblich genutzt werden, das Haus.

    Übrigens: Man könnte das mit dem geringen Stundensatz natürlich auch umgehen, indem man die Arbeiten über eine Firma abrechnet. Man kann sich ja auch gegenseitig munter Rechnungen schreiben. Aber ich bin so nicht gestrickt, das ist mir einfach auch zu viel Aufwand.

    Klar sind 15.51€ lächerlich - aber wie Lucius schon bemerkt hat: Dafür, dass man an der eigenen Hütte baut und die Leistung für sich selbst macht ist das doch trotzdem ein guter Deal.

    Und ja Jörg - auch ich muss mittlerweile mit 70€ / h rechnen, mein Steuererater rät sogar zu 85€, da auch bei mir die Kosten explodiert sind. Trotzdem bleibt da unterm Strich auch nicht so viel mehr übrig, verdienen tun die anderen daran, ich nicht. Bei mir bleibt derzeit weniger übrig, als noch vor 8 Jahren, als ich mit 35€/h gearbeitet habe. Hat aber auch was mit den unproduktiven Stunden zu tun, die in den letzten Jahren einfach unfassbar gewachsen sind. Ein Grund: die kommunalen Großbaustellen. Bei meiner Friedhofsbaustelle machte das alleine nur für An- und Abfahrten bis zu 5h zusätzliche unproduktive Stunden / Woche aus. Und das muss ich meinen Sub´s ja auch bezahlen, ist ja klar.

    Mal sehen, wie das alles so weitergeht. Es gibt ja vielleicht auch ein paar Lichtblicke - mal sehen wie sich das entwickelt. Aber es gibt hier zwei Unternehmer, die großen Gefallen an meinem "Räucherdingens" gefunden haben und ich stecke mitten in der Produktion von dem neuen Entwurf. Die sollen dann auch als Souvenier für die Kulturhauptstadt verkauft werden und vielleicht mache ich damit ja mal einen besseren Schnitt. Vielleicht bezahlt das ja mein Dach? So wünsche ich es mir jedenfalls.

    Aber - auch das macht mir natürlich gerade ein bisschen Stress, genau so wie die Restarbeiten.

    Und eines ist auch klar: für die Restarbeiten an dem Turm habe ich ja einen Antrag gestellt und davon ist ja mit dem Zinnenkranz ein Großteil bereits abgefrühstückt. Da werde ich mich nächstes Jahr noch um die restlichen "Pflichtaufgaben" die sich aus dem Antrag ergeben kümmern, und den Rest der Zeit mal Dinge angehen, die über die Jahre schlichtweg liegen geblieben sind - ganz entspannt und in aller Seelenruhe.

    Übrigens: Der Dachdecker ist schon fast fertig, der legt eine wahnsinnige Geschwindigkeit hin. Montag war bereits Dachrinne, Dampfsperre, Dämmung und Abdichtung verlegt, gestern wurden noch restliche Abdichtungsarbeiten erledigt und die haben schon die Hälfte der Wangen verblecht. Insofern kommt dann nächste Woche das Gerüstdach runter und dann schiebe ich auch mal wieder ein paar Bilder hinterher...

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