VEB Budenkombinat

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • ogrikaze
    antwortet
    Na dann will ich mal....
    war ne relativ kurzfristige Aktion, deshalb hatte ich auch nur 4 Stunden Zeit. Geschätzte 200 Kilo so ne große Platte, ist schon ne Hausnummer. Aber Till hat Technik und Menpower organisiert. Da gings relativ flott
    Viele Bilder hab ich nicht gemacht, aber so ist der Hauptakteur wenigstens auch einmal auf einem Foto.
    Ne kleine Meise muss man schon haben bei dem Aufwand Aber das ist dann wohl gelebte Nachhaltigkeit
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von ogrikaze; 31.10.2021, 10:30.

    Einen Kommentar schreiben:


  • 2augen1nase
    antwortet
    Break

    Tja... ich will eigentlich gar nicht so viel Schreiben...

    Ich sag nur folgendes: Ich habe die Möglichkeit zu bergen und bescheuert und bekloppt wie ich bin, hab ich auch jede Menge interessantes Zeug entdeckt... darunter ca. 100m2 Granitplatten.

    Eine habe ich probehalber rausgenommen, die war dünn, also dachte ich, es wäre ne gute Idee die Platten zu bergen. Also... Team zusammengetrommelt, selbst vorbereitet, Radlader zum Verladen besorgt und bei der Vorbereitung schon gemerkt: Ach du grüne Neune...

    Aber: da schon alles eingerührt war und sich auch alle gefreut haben, gings heute mal richtig zur Sache.

    Aktuelle Bilder habe ich keine, die hier sind von gestern - da hab ich die ersten Platten so rausgenommen, dass der restliche Belag quasi "aus dem Zwang" war, um heute durchstarten zu können.

    Und es war erfolgreich. Die m2 Zahl hab ich noch nicht ausgerechnet, bisher sind es aber 14 Paletten mit durchschnittlich 1to Beladung - vermutlich so irgendwas um die 3-3,5m2 pro Palette.


    Wozu das Ganze und warum in diesem Thread?

    Ich hab da ja noch nen Hinterhof, der irgendwann mal gepflastert werden muss...und: Ich bin eben schon auch ein bisschen verrückt - damit aber nicht alleine. Mal sehen ob sich der andere fleißige Helfer hier noch mit Fotos meldet - ich hab gesehen, dass er welche gemacht hat. Mal schauen.

    War ne superschöne Aktion, lief aus meiner Sicht wie am Schnürchen und vor allem: superentspannt, wenn man mal Vergleiche zieht mit diversen Tresorbergungsaktionen


    Übrigens, für den den die reine Aktion noch nicht schockt: Dort wo die Platten lagen war maschinell kein Rankommen. Also per Hand die Platten ausgebaut, abtransportiert usw. der Radlader diente fast nur fürs Abfahren des Materials...
    Angehängte Dateien

    Einen Kommentar schreiben:


  • 2augen1nase
    antwortet
    Das Denkmalamt schaut schon ab und an mal vorbei, na klar. Aber weniger wegen Kontrolle, das ist hier nicht so ausgeprägt und so besonders ist mein Objekt ja auch nicht. Es ist oft eher so, dass wir Termine absprechen um gewisse Dinge abzuklären.

    Ein Beispiel: Vor der Abnahme des historischen Putzes kam eine liebe Frau vom Amt vorbei, um Proben zu nehmen. Bei der Gelegenheit wurden auch die Fenster beprobt. So weiß ich also, in welchem Farbton die Fassade und die Fenster gehalten werden müssen - wobei "müssen" nicht wirklich "Zwang" bedeutet. Durch die verschiedenen Baujahre sind natürlich auch unterschiedlichste Farben verwendet worden, man einigt sich dann gemeinsam auf die zu verwendenden Farben - und für diese Unterstützung bin ich sehr dankbar. Mag sein, dass es den ein oder anderen nervt, Farben "vorgeschrieben" zu bekommen - für mich ist es ein Detail über was ich mir selbst einfach keine Gedanken mehr machen muss und wo ich auch drauf bauen kann, dass das passt.

    Gut, mit dem Fugenmörtel der Rückseite bin ich unzufrieden, aber da gab es leider keinen Befund (da es ja eigentlich keine Fuge gab). Ich plädierte für was unauffälliges, das Amt hatte dazu eine andere Haltung und das ist ja auch in Ordnung. Am Ende darf man das alles nicht überbewerten, denke ich.

    Man darf ja auch eines nicht vergessen: Immerhin bekomme ich die Arbeiten ja auch gefördert. Zwar nicht so üppig, als dass das auch nur annähernd ausreichen würde, aber "ganz umsonst" mache ich das damit ja auch nicht - und bei so einem Objekt ist jeder Obulus wichtig.


    Zudem arbeite ich ja hauptberuflich in der Denkmalpflege und die wissen ja was ich mache. Vor kurzem wurde ich gar zum ehrenamtlichen Denkmalpfleger ernannt... Das ist zwar alles kein Freibrief, aber bei beiden Seiten herrrscht eben in den Angelegenheiten weitestgehend Konsens - ich will das Haus ja auch wieder so herstellen, wie es einmal war.


    Tja und zum Rest:

    Jörg - ich kenne deine Einstellung und die teile ich (eigentlich) auch. Aber: es bedarf erst einer Baugenehmgung. Erst dann kann ich mit den Dächern loslegen und erst dann macht alles weitere Sinn. Die Architektin war neulich zwar da - hat aber auch jede Menge anderes Zeug um die Ohren und die Planung ist etwas komplexer bei meiner Hütte...

    Warum man von mir wegen 20m2 Dachfläche eine Baugenehmigung verlangt, ist mir schleierhaft. Bei der Fabrik damals (360m2) ging es auch ohne... Aber - einfach machen wäre zwar möglich, gäbe aber eventuell nur Ärger, das möchte ich nicht riskieren.

    So gesehen - gut Ding will Weile haben und mein Haus braucht Zeit, das ist eben so und das ist auch ok so.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Sorgnix
    antwortet
    ... nur, wenn es einen Gebührenbescheid zu überreichen gibt




    Till,
    sieh zu, daß Du mit der Heizung anfängst - es wird Winter ...


    Schöne Arbeit.
    Scheiße für´s Auge - würde Egon Eiermann sagen
    Aber SCHÖNE Scheiße


    Gruß
    Jörg

    Einen Kommentar schreiben:


  • oliver.bohm
    antwortet
    Es wird....
    Kommen eigentlich auch mal welche vom Amt vorbei und gucken?

    Einen Kommentar schreiben:


  • Deistergeist
    antwortet
    Schön geworden, Respekt.

    Einen Kommentar schreiben:


  • 2augen1nase
    antwortet
    Konsolen / Dienste

    Soooo....

    Der Sturm zog vorbei und ich hatte glücklicherweise keine Schäden zu beklagen - also zumindest nichts, was einem sofort ins Auge gefallen wäre.

    So gings heute also endlich an den Einbau der beiden Stücke - zum Gück hatte ich ein wenig Unterstützung durch meinen Bauhelfer Niels - fleißiger Bursche.

    Da ich erst noch das zweite Stück zurückarbeiten musste, konnte er mal ein wenig die herbstliche Gartenarbeit angehen.

    Die im Mauerwerk verbliebenen Reststücke habe ich sicherheitshalber nochmal nach hinten verdübelt, die großen Löcher für die fetten Halteanker gebohrt und dann ging es auch schon los. Erstmal als Trockenübung um zu sehen, ob ich genug ausgehauen habe - war natürlich nicht so. Also nochmal raus, nochmal nachgespitzt und dann nochmal rein - es passte dann wirklich perfekt. Also - nochmal raus, umgelegt, alles schon sauber gemacht, Kleber auf beide Klebeflächen aufgetragen und die Dinger reingewummst, ausgerichtet und mit dem Halteanker und Keilen gesichert.

    Nach Abbinden des Ankermörtels konnte ich dann die Keile ziehen und die restlichen Fugen schließen.

    Was ich noch machen werde: Zur Sicherheit bohre ich von vorne nochmal bis in den "Reststein" durch und dübele nochmal - sicher ist sicher. Dann ist nämlich jede Konsole mit 4 fetten Ankern gesichert. Auch wenn da eigentlich gar nix passieren kann - lieber einer mehr, als einer zu wenig.

    Joa. Viel mehr ist nicht geworden an der Fassade, dafür ist das Grundstück mal etwas ordentlicher geworden und mein Holzlager nun fast leer - wegen dem nahenden Winter hab ich sukzessive das Lager mal zu mir nach Hause geräumt, muss ja auch mal sein.

    Joa... Schlechte Nachrichten gibts leider auch - mein Containerdienst geht in den wohlverdienten Ruhestand und damit bekomme ich vermutlich keinen Container mehr gestellt. Er hat mir die Container immer mietfrei gestellt, was ja bei den langen Standzeiten ziemlich geil war... Da muss ich mir jetzt echt was überlegen, weil Schutt 5 Mal in die Hand nehmen irgendwie auch nich geil ist...

    Was mir sehr gefällt - auf dem Bild aber leider schlecht rüberkommt: Durch den Einbau der Konsolen wirkt die ganze Fassade plötzlich viel feiner. Ich kann es auch nicht erklären. Vorher eben relativ klotzig und nun eben feingliedriger. Auch die Diamantbossensteine und die Spiegel wirken plötzlich nicht mehr so verloren. Ich freu mich schon darauf, die Schäfte aufzusetzen.

    Joa...und mit dem Gerüst passt das gerade so schnapp ab - hatte schon Sorge, dass ich das Gerüst nochmal ein Stück von der Wand wegdrücken muss - denn beim Aufbau habe ich überhaupt nicht an die stark auskragenden Teile gedacht...

    Gut. Fertig jetzt. Muss mich mal etwas auskurieren, hab mir heute die Schulter bei der Aktion kaputt gemacht...

    Liebe Grüße!
    Angehängte Dateien

    Einen Kommentar schreiben:


  • 2augen1nase
    antwortet
    Hauptkampftag

    Soooo... Lief heute leider einiges anders als gedacht, aber ich bin trotzdem zufrieden.

    Ziel war heute, die alten Stücke des Pilasters so weit zurückzuarbeiten, dass die neuen Stücke reinpassen. Die neuen Stücke sind unterschiedlich stark, daher musste das im Untergrund berücksichtigt werden.

    Frei nach dem Motto: "Mörtel rein, wird auch zu Stein" habe ich die Fugen links und rechts der Stücke aufgeschnitten und neu ausgefugt - musste ich machen, da manche Teile nicht mehr straff gesessen haben - und ich will ja kein Risiko eingehen, wenn ich mich mal in den Garten setze

    Die verbliebenen Löcher habe ich von allem losen Krempel befreit und ebenfalls ausgemörtelt.


    Bei der linken Seite war das obere Stück schräg nach innen weggebrochen, das zeigt, wir brutal die damals beim Abbruch vorgegangen sind... Da war es dann nötig, das Stück einzukürzen und auszumauern - für eine bessere Stabilität habe ich das gleich im Verband gemacht, das war kein megagroßer Mehraufwand.

    Trotzdem hat mich das Loch ganz schön aufgehalten und ich habe es leider nicht geschafft, alle Stücke zurückzuarbeiten... naja. Nächstes Mal dann


    Bild 1-3: Pilaster rechts, Zurückarbeiten, Fugen aufschneiden, ausmörteln

    Bild 4-6: Pilaster links, Zurückarbeiten, defekten Stein zurückschneiden, Ausmauern, ausmörteln
    Angehängte Dateien

    Einen Kommentar schreiben:


  • 2augen1nase
    antwortet
    Danke für die lieben Worte!

    Ich bin mal gespannt, was ich morgen schaffe, da wird wieder Hauptkampftag...


    Heute hab ich erstmal die Anker für die Stücke hergestellt - fast wie aus der Fabrik... fast
    Angehängte Dateien

    Einen Kommentar schreiben:


  • 36Sandhase41
    antwortet
    Du kommst ja ganz schön voran .

    War schon länger gespannt wie es bei dem
    (nicht gerade unerheblichen) Projekt weitergeht.
    An dieser Stelle meinen allerhöchsten Respekt
    vor deinem Mut und Tatkraft !!!!

    Schönes Gebäude ..... Immer super wenn es
    jemanden gibt, der so einem Gemäuer eine Chance
    gibt und es "adoptiert".
    Auch wenn sowas nicht nur jede Menge Geld und Zeit
    und Nerven und Zwischenfälle kostet. Hut ab!!!!!

    Einen Kommentar schreiben:


  • 2augen1nase
    antwortet
    Du kannst deine Bandscheiben beruhigen - mit etwas Technik geht das schon (und damit meine ich nicht den Kran)

    Meinen Bandscheiben geht es jedenfalls (noch) gut und ich hoffe, dass das auch so bleibt

    Einen Kommentar schreiben:


  • oliver.bohm
    antwortet
    Bei den dicken Brocken schreien meine defekten Bandscheiben auf..., wenn sie hören , das du die Dinger alle wuppst..


    Und wieder hat das Steinpuzzle etwas weiter Form angenommen...

    Einen Kommentar schreiben:


  • 2augen1nase
    antwortet
    Soooooooodele...

    Wieder zwei Schritte weiter...

    Letztes WE habe ich die Fassade gereinigt, also die alte Farbe von den Steinen abgewaschen - wenigstens den ersten Reinigungszyklus wollte ich dieses Jahr noch schaffen und es war warm genug dafür.

    Danach habe ich mir überlegt, wie ich sinnvoll weiter verfahre und bin zu dem Schluss gekommen, dass es Blödsinn ist, zuerst das Gesims und die Sohlbankvorplattungen einzubauen - denn: ich muss ja darüber noch jede Menge an alten Steinen aushauen.

    Also hab ich mich unter der Woche mal damit beschäftigt die Konsolen und die runden Spiegel ins Haus und aufs Gerüst zu schaffen - dank Dachdeckeraufzug keine riesen Hürde - auch wenn die Konsolen schon mächtig schwer waren für einen alleine, aber gut.

    Gestern habe ich dann meinen Seilaufzug montiert, denn damit erschien es mir sicherer, die Säulenschäfte hochzuschaffen - auch wenn ich dazu zeitweise Geländer aus dem Gerüst nehmen musste. Mittels Rollbrett habe ich die schweren Teile dann auch gleich verteilt.

    Unter der Woche habe ich auch die alten Spiegel ausgebaut, denn um für die Säulen Platz zu haben, mussten ja erstmal die neuen Spiegel verbaut werden.

    Geplant war heute der Einbau der Spiegel und das Hochschaffen der Säulen - anschließend wollte ich dann die ganzen Steine im Bereich der Pilaster (Säulen) aushauen, da ich aber eh gerade den ganzen Mörtelkram auf dem Gerüst hatte, hab ich mich dann doch dazu entschieden noch fix die Diamantbossensteine einzubauen - was erledigt ist, ist schließlich erledigt

    Ich bin heute jedenfalls mit meiner Leistung sehr zufrieden - und wie schön wäre es, wenn es immer so gut von der Hand gehen täte...

    Nunja...anbei ein paar Bilder von der ganzen Aktion.

    Übrigens: so ganz ohne Zwischenfälle ging es nicht vonstatten, aber das erspare ich mir jetzt
    Angehängte Dateien

    Einen Kommentar schreiben:


  • 2augen1nase
    antwortet
    Ja, ich weiß schon... "Klosterformat" ist überall anders :-) Aber es gab schon noch ein paar größere Formate die einheitlicher waren - dachte ich zumindest.

    Wie gesagt, ich muss selbst nochmal nachschauen, messen usw.

    Aber: es könnte eine Erklärung dafür sein. Ich habe ja irgendwann mal damit begonnen einen nachträglichen Türdurchbruch zuzusetzen und mit Reichsformat gemauert, weil ich die großen Kaliber für die Treppenhaussanierung aufhebe. Fragt nicht, was ich da an Mörtel zwischen die Steine knallen musste

    Einen Kommentar schreiben:


  • Lucius
    antwortet
    Zitat von 2augen1nase
    Klosterformat
    Klosterformat ist ein irreführender Name, ein paar Dörfer weiter hat eine kleine Ziegelei, wie es sie hier vor 45 in jedem Kaff gab, solche Klopper bis in die 60er Jahre hergestellt. Ist billig (Lehm gibts hier massenhaft) und spart Mörtel...
    Dumm nur, dass da jeder sein eigenes Format hatte

    Verwaltungsgebäude und offizielle Bauten wurden im Reichsformat gebaut, aber Bauer Willi bastelte seinen Kuhstall halt mit Bordmitteln. Zur Freude späterer Restaurateure.

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...