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  • 2augen1nase
    antwortet
    ...mit Bleiwolle verfugt habe ich auch schon - aber das geht nicht bei Fugen mit um die 6mm Stärke - keine Chance.

    Da brauchs mindestens 8-10mm, wenn ich mich recht erinnere war die Empfehlung sogar noch höher, je nach Feineit der Wolle. Zudem meine ich, dass die Bleichwolle richtig eingehauen werden muss, damit die Fugen wirklich dicht sind. Lose reinstopfen ist da nicht, ich muss aber zugeben, dass ich auch schon wenig verdichtete Bleifugen an Denkmälern gesehen habe. Aber um wirklich dichte Fugen zu bekommen, muss die Wolle am Ende quasi eine glatte Oberfläche haben.

    Ich hab damals mit Fäustel und Eisen verdichtet, das ging einwandfrei - ein Gefrickel ist es trotzdem, es braucht ne Zeit, bis man die richtige Menge raus hat. Kein Wunder, dass der lfdm Bleifuge irgendwas zwischen 90 und 120€ kostet. Dafür hält sowas aber auch hundert Jahre zuverlässig - kein Vergleich mit den heute üblichen Polymerdichtstoffen...

    Im Steinmetzbereich wird noch relativ viel mit Blei gemacht, vor allem in großen Höhen und beim Versetzen filigraner Bauteile, die höheren windlasten ausgesetzt sind. Da wird dann aber i.d.R richtig vergossen, auch nicht ganz ungefährlich...


    @ Oli: Die Attika steht, lediglich die beiden Anschlussteile i.R. Dach muss ich noch setzen - da muss aber erstmal der Maurer ran.

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  • U.R.
    antwortet
    Zitat von hopfenhof
    Nur mal ne Frage ,wie willst du das verschließen ?
    Wäre da nicht eine Fase oder Facette einfacher gewesen ?
    Im Notfall," Blei-Presswolle", gibts im Bleiwerk.

    Auch geeignet für Fugen mit Metallanschlüssen, oder als Dübel für Fallrohrschellen....

    Die benötigte Menge Bleiwolle für die Fuge leicht "Rödeln",(ähnlich wie am Spinnrad), und mit einem feinem Holzkeil(wichtig Holz) in die Fuge Klöppeln. Dabei darauf achten, das man die Wolle nicht zu stark verdichtet(stopfen), sonst fängt man von neuem an. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.

    So mussten wir vom Denkmalschutz her, das alte Palais Hannover(heute Landtag Niedersachsen) , oder auch die superschöne Gartenkirche in Hannover am Turm abdichten.

    In einigen Fällen wurde auch extra Muschelkalk eingefugt, aber nur da, wo das Denkmalamt es vorgeschrieben hatte.



    Gruß U.R.

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  • oliver.bohm
    antwortet
    Mir ging es um die Attika.. Und deine Gesundheit..

    Hatte schon die Befürchtung, das du das Projekt nicht angehen konntest..

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Zu Ollis Frage:

    Mir geht es wieder gut. Zwei Tage lag ich flach, danach gings munter weiter mit dem Aufbau der Attika. Nase läuft immer noch ein wenig, ist aber bei dem Wetter nicht verwunderlich.

    Und der Grund weshalb ich zur Zeit zum Haus nichts poste ist ganz einfach:

    erstens muss dieses Jahr noch einiges fertig werden und da muss auch mal ein Samstag geopfert werden, zweitens bin ich nach wie vor mit der Bergung beschäftigt. Die benötigten Granitplatten sind zwar raus, aber da gibt es eben noch mehr zu retten, bevor der Longfront anrückt und alles klein kloppt.

    Zudem ist es zu kalt um Stücke zu versetzen. Eigentlich wäre jetzt die Zeit endlich mal im CAD die weiteren Werkstücke zu zeichnen und sich noch fix vor der absoluten Kälte die Stücke herzurichten / zu sägen. Hab ich aber gerade keine Zeit für...

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Was meinst du genau mit Verschließen? Meinst du die Fuge?

    Die Fuge ist irgendwas zwischen 5 und 6mm stark, kein Problem das zu verfugen. Die ist ja auch nicht komplett hohl, zwischen den Stücken ist schon auch ein wenig Versetzmörtel

    Brauchst dafür halt entweder sehr feine Fugenmörtel oder eben etwas Geduld.


    Messerfugen sind nicht jedermanns Sache und ich weiß, nach heutiger Norm sollen "Natursteinfugen mind. 1cm stark sein und mit grauem Zementmörtel verschlossen werden" (so ähnlich stehts in der Din 18332). Ist aber totaler Quatsch, zumindest in der Denkmalpflege.

    Eigentlich ist die Fuge für das was früher gebaut wurde viel zu fett - früher haben die die Stücke nur in ganz dünnen Kalkbrei gesetzt, die Fugenflächen waren leicht keilig gehauen, so dass man im Sichtbereich nur 1-2mm "Fuge" hatte. Hinten wars dann etwas mehr, um mit einem Zwickel noch etwas ausgleichen zu können. Was ich immer erstaunlich finde: du findest nirgends Fasen... ich frage mich oft, wie die damals die Kanten halten konnten...



    Zurück zum Verfugen:

    Ich verfuge grundsätzlich mit Kelle - Mörtelspritze ist mir einfach nichts und die dafür benötigten "Spezialmörtel" enthalten mir zuviel Hexenwerk. Man kann entweder mit Restauriermörtel verfugen, der ist meist schon in sehr geringen Korngrößen erhältlich, oder man lässt sich halt den Fugenmörtel extra in der benötigten Korngröße herstellen.

    Remmers hatte von Haus aus einen ziemlich netten Fugenmörtel, den TK-Mörtel. Aber Remmers bekommt es mit dem Vertrieb hier nicht mehr hin. Im konkreten Fall wurde ja von der Denkmalpflege ein Farbton festgelegt und da ich damals an den Remmers Mörtel nicht mehr herankam, verfuge ich jetzt notgedrungen mit Restauriermörtel von Mineros. Die Korngröße liegt da bei etwa 0,5mm - das geht ganz geschmeidig sehr sehr tief rein.

    Ich verfuge mit Hilfe einer Traufel. Auf dieser "richte" ich mir das Mörtelbett in der Fugenstärke ein und schiebe es dann mit der Fugenkelle so tief als möglich in die Fuge rein. Mindestfugentiefe ist die doppelte Fugenbreite - und das erreicht man immer.

    So es dir jetzt um die Fuge ging, sollte alles klar sein?


    Wenn ich kann, baue ich eigentlich immer möglichst enge Fugen, selten größer als 7mm. Sieht einfach besser aus. Vierungen sollten gar keine Fuge haben, außer den obligatorischen mm - was aber auch nicht in jedem Stein so ohne weiteres umzusetzen ist.

    Im Anhang mal Fotos von Attikateilen aus Postaer Sandstein - der ist halt sehr grobkörnig und hält die Kanten dementsprechend nicht so scharf. Eng bauen geht trotzdem noch einigermaßen. Solche Fugen nachh noch extra zu verschließen ist nervig, sieht aber besser aus als wenn man den Kleber rauschauen lässt, auch wenn das im konkreten Fall möglich gewesen wäre.
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  • hopfenhof
    antwortet
    Nur mal ne Frage ,wie willst du das verschließen ?
    Wäre da nicht eine Fase oder Facette einfacher gewesen ?
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  • hopfenhof
    antwortet
    Till, du bis verrückt ,,aber gut verrückt ..was du da veranstaltest ist ja schon Bergbau .
    Aber sieht top aus Hut ab

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  • oliver.bohm
    antwortet
    Ob es unsrem Till gut geht..?

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  • Bergedienst
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    Stemmst ganz schön was..Respekt

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Rest vom Schützenfest

    Soooooo....

    Am Sonntag konnte ich nochmal ein kleines Team zusammentrommeln und nochmal 10 Paletten Bodenplatten ausbauen. Diesmal mit ein wenig Unterstützung eines selbstgebauten Dreibocks, den ich kurzerhand aus 3 Schrägstützen zusammengefummelt habe. Zumindest für die ganz schweren Brocken war das schon sehr hilfreich.

    Wieviel m2 letztlich geborgen wurden, kann ich nur schätzen. Ich hatte ja Anfangs mal grob eine Fläche angezeichnet, innerhalb der Fläche sind ein paar Platten nicht verwendbar gewesen, dafür habe ich aber auch ein paar m2 aus den angrenzenden Bereichen zurückgebaut... Naja - und in der Halle liegt ja immer noch was, mal sehen ob ich nochmal die Gelegenheit habe, oder ob da dann während des Abbruchs noch was rauskommt.

    Theoretisch müsste die Menge ausreichen, mal sehen ob dem so ist.

    Mit dem Fräsen habe ich Samstags weiter gemacht, im Schnitt schaffe ich 6 Platten pro Nachmittag, stark davon abhängig wie viel ich runterfräsen muss. Ist also noch ein wenig Arbeit, aber nützt ja nix.

    Heute lief mein Tag wie am Schnürchen und ich konnte mir beim Nachbarn den Radlader ausleihen und die Paletten zu mir fahren - das war schon mega. Im Gegenzug hab ich ihm dann noch ein klein wenig mit dem Feuerholz geholfen und natürlich bringe ich ihm auch mal einen Kanister Sprit vorbei - Ehrensache.

    Bin mal gespannt, was ich aus der Bude noch alles herausholen kann - theoretisch gibts dort noch einiges brauchbares wegzuholen


    Übrigens: Sonntag bin ich leider nur dazu gekommen die ausgebaute Fläche und die rausgefahrenen Paletten zu fotografieren - heute dann noch die Paletten nach Ankunft im Lager - für mehr war einfach keine Zeit - sorry...
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  • oliver.bohm
    antwortet
    Wenn ich mir die, weitläufige NAchbarschaft auf dem Bild anschaue, war das mal eine gute Gegend... Tolle Häuser, große Grundstücke, dünn besiedelt..?

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Achso....

    .... ja, da war ja noch was...

    Ich meine, dass ich das im Zuge der Bergung schon erwähnt habe - zumindest habe ich es in Erwägung gezogen...

    Ich habe nun mal angefangen die Platten auf einheitliche Stärke zu fräsen - also Schnitte zu machen und den Rest dazwischen wegzuprellen.

    Am Donnerstag hat mich eine Schulklasse besucht (es war der Horror ) und im Anschluss wollte ich mich eigentlich mit der Architektin treffen, die mir aber leider absagen musste. Da war also plötzlich Raum und da habe ich dann mal richtig losgelegt. Ist ein ganz schöner Aufwand, aber lohnt sich - muss ja den Kram auch einigermaßen eingelagert bekommen und die Verlegung macht sich so ganz sicher auch besser.

    Ja - aber das ist eben auch so ein bisschen der Hintergrund mit dem Licht - jetzt kann ich auch mal ne Nachtschicht ballern, was dringend nötig ist, denn wenns frostig wird, ist nichts mehr mit der Sägerei...

    Im Anhang mal zwei Fotos der Materialschlacht (da war´s allerdings schon dunkel...)
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Sodele....

    heute war es glücklicherweise einigermaßen angenehm von den Temperaturen....so langsam wirds hier nämlich winterlich, was die Arbeiten dann irgendwann zwangsläufig zum Erliegen bringen wird.

    Aber: Noch ist es nicht soweit...

    Heute habe ich die vorerst letzten großen Brocken der Pilaster eingebaut. Die nachfolgenden Teile muss ich erst noch hauen und mir war es ein Anliegen, die großen Dinger dieses Jahr noch rein zu bekommen.

    In aller Gemütlichkeit habe ich das heute durchgezogen, total tiefenentspannt und ohne mich unnötig zu quälen.

    Für dieses Stück musste ich mir eine speziellere Verankerung ausdenken, da ich ja (noch) nicht von oben an das Stück herankomme. Klar ist: Da wird nochmal "richtig" geankert, wenn ich richtig rankomme, sprich: Wenn ich nach oben weiter baue. Daher das "Gebastel" auf dem ersten Foto.

    Joa... und weil der Sonnenuntergang dann doch so schön war, hab ich mal vom Gerüst aus in die Nachbarschaft fotografiert - ist ja vielleicht auch mal spannend für den ein oder anderen

    Tja... und da es im Moment immer früher dunkel wird und in meiner Sägehalle die beiden LED Leuchten (China Dreck) verreckt waren, hab ich mal zwei alte Feuchtraumleuchten (Spende von meinem Elektriker im Ruhestand) in Gang gebracht und aufgehängt.

    Hach, was für ein herrlich entspannter Tag...
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  • 2augen1nase
    antwortet
    ... du kannst das auch gerne als "Sucht" betiteln


    Jaja...mein "Treibstoff"

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  • U.R.
    antwortet
    .......ich Glaube, ich kenne dem Till sein flüssiges Lebens-Elixier.....

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