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  • Bergedienst
    antwortet
    Zitat von 2augen1nase
    Hachja... irgendwie machts gerade richtig Freude mal wieder in der Werkstatt zu stehen und ganz klassische Seinmetzarbeit zu machen.
    Wenn du grad so ne Freude hast, ich hätte da noch was zum probierenDer würde sich prima im Vorgarten machen! Neben Sven seiner Feuerschale.....
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  • 2augen1nase
    antwortet
    @ Lucius:

    Kein Ding, hat keine Eile. Ich hab auch noch die Hakenleisten aufgehoben, die müsste man nur mal sandstrahlen und neu verchromen lassen - falls der Bedarf hat...

    @all:

    Winterzeit ist ja immer die "saure Gurken Zeit" aufm Bau: Es geht nicht sehr viel wegen dem Wetter, die Kraft ist nicht so da wie im Sommer und so richtig motiviert bekomme ich mich bei der Kälte auch nicht wirklich. Also die optimale Zeit um sich in der Werkstatt zu verkrümeln und vorzubereiten was fürs Jahr vorzubereiten geht.

    Vor längerer Zeit hatte ich mal Bilder gepostet von den Gesimsstücken des Hinterhauses - die hatte ich noch in der alten Werkstatt gefertigt. Damals habe ich auch jede Menge Rohstücke zurechtgeschnitten - bin aber nie dazu gekommen die Sachen fertig zu hauen. Das habe ich pünktlich zum 31.12. erledigt - siehe Bild 1. Das sind die letzten Gesimsteile für das Gurtgesims Hinterhaus.

    Durch die Feiertage hat sich mein Rhythmus gerade ziemlich verschoben und durch das diesige Wetter war ich auch nicht wirklich motiviert die warme Bude zu verlassen... Gestern wollte ich eigentlich nur fix das Stück anreissen, musste dazu aber noch eine Fläche absetzen und ach - ich fand mal wieder kein Ende. Dafür konnte ich heute die Verdachung schon fertig hauen und bin froh, dass mir das so gelungen ist - denn der Stein ist leider nicht gerade von bester Qualität und hat leider ein paar Stiche.

    Die Verdachung war im Sturz des mittleren Fensters im 1.OG des Hinterhauses eingearbeitet und wurde leider auch weggekloppt. Ich ersetze mit der Vierung quasi den kompletten vorderen Bereich des Sturzes.

    Als nächstes haue ich dann noch die 3 Sohlbankvorplattungen und ich hoffe, dass ich das diese Woche noch gut durchbekomme. Da kommt noch mehr, aber das ist dann eher für die anderen Fassaden - gemach gemach

    Auf Bild 2 sieht man den Zwischenstand, also noch ohne Profilierung. Ist eigentlich unüblich das so zu hauen, mir blieb aber keine andere Wahl, da die Hohlkehle hinterschnitten ist. Bleibt also nur: Leerschläge ziehen und friemeln...

    Hachja... irgendwie machts gerade richtig Freude mal wieder in der Werkstatt zu stehen und ganz klassische Seinmetzarbeit zu machen. Man kommt so langsam wieder richtig gut rein und da geht dann vieles schneller von der Hand. Für diese Verdachung habe ich jetzt ca. 10h gebraucht, für die zuletzt gehauene (die etwas größer und aufwendiger war) brauchte ich knapp 4 Tage. Die Gesimsteile gingen schneller, da schaffte ich pro Tag 2 Stück, was etwa 1,7-2,3 lfdm ausmacht. Ich hab spaßeshalber mal ausgerechnet was nur die kleine Verdachung kosten würde - inkl. Material und Einbau sind das mind. 1000€... hochrechnen dürft ihr selber
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  • Lucius
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    OK, danke, ich leite es weiter. Der ist aber nicht der Entscheidungsfreudigste, kann also ein paar Tage dauern, bis ich eine verbindliche Antwort habe.

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  • 2augen1nase
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    Sodele, hier nun ein schnelles Foto der beiden Türen. Die vorderste ist leider nicht mehr so super in Schuß, da müsste unten am Winkelrahmen etwas ergänzt werden und das Blatt wieder etwas gerade gebogen werden. Die zweite ist etwas besser in Schuß.

    Die Maße sind ca. 1.57 x 0.63 - aus den Fotos zu entnehmen.


    Ich nehme an, dass die beiden Türen aus der gleichen Fabrik stammen wie die Kühlhaustür und ich bin mir zumindest bei dem einen Raum relativ sicher, dass es sich um eine Räucherkammer handelte. Immerhin gab es ein Rohr, welches von der Kammer im Schornstein mündete (an der Gewölbekappe noch zu sehen).
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  • Bergedienst
    antwortet
    Zitat von Lucius
    @Till: Mach mal bitte ein Bild der Tür, mit Maßen. Mein Biobauer-Nachbar erwähnte neulich, dass er eine Räucherkammer bauen will.
    @Axel: Sind die Balken glatt oder mit Schlitzen für Stakhölzer?
    Ich mach mal Bilder, sind unterschiedlich. War ein 400m langer 5 geschossiger Bau, teilweise waren die 13m im Stück

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  • 2augen1nase
    antwortet
    @Lucius:

    Von den Stahltüren die aus meiner Sicht für eine Räucherkammer geeignet wären hab ich heute vergessen Fotos zu machen, liefere ich aber nach.

    Dafür gibts Bilder von der Kühlhaustür. Diese stammt laut einem alten zerfledderten Frachtbrief von der Eisschrank- u. Blechwarenfabrik Friedrich Reindel aus Dresden - auch spannend. Das Datum war leider nicht mehr richtig zu entziffern, irgendwas mit 18. / oder 28.7. 192... also so wie vermutet aus den 20er Jahren.

    Einbaumaß der Tür: 0.865 X 1.95
    Durchgangsmaß: 0.70 X 1.80


    Heute liefs zum Glück einigermaßen gut - der Schutt ist komplett raus....


    Bilder / Maße der anderen Türen liefere ich noch nach.
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  • Lucius
    antwortet
    @Till: Mach mal bitte ein Bild der Tür, mit Maßen. Mein Biobauer-Nachbar erwähnte neulich, dass er eine Räucherkammer bauen will.
    @Axel: Sind die Balken glatt oder mit Schlitzen für Stakhölzer?

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  • Bergedienst
    antwortet
    Zitat von 2augen1nase
    Die Türen will ich aufheben bzw. anbieten - vielleicht will ja jemand seine alte Räucherkammer wieder auf Vordermann bringen oder ein Schickes Detail irgendwo einbauen... Ich hab aber wenig Hoffnung, dass da jemand Interesse hat...

    Hab auch noch eine Räucherkammer-Tür, mit Metall beschlagen und die Ohne hab ich zu ner sehr rustikalen Ruderkiste verarbeitet, macht was her

    Sowas bei Kleinanzeigen rein, irgendwann kommt wer. Brauchst noch Balken? Hab 36/36 bis 8 m lang, auch kürzer und dünner, die sind von 1860, die Vollpfosten hier haben unser altes Rathaus abgerissen.

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  • Bergedienst
    antwortet
    Zitat von Lucius
    Jo, so weit hatte ich meine Bude auch auseinander. Aber irgendwie lagen meine Deckenbalken bei gleichen Dimensionen dichter.
    Haben wir nachgeholt. Die Kiste hier war "nur" die Schnitterkaserne, die haben mongolische einäugige Halbweisen Sonntags zwischen 11 und 13 Uhr nach dem Genuss von 3 Flaschen Jägertee zusammengetakkert, frei nach dem Motto "28 viertel Steine in Reihe sind kein Beinbruch"...Ich konnte nicht eine Wand Ziegelsichtig lassen. Alles solide aber optisch "zero pionts". Und die neuen Balken haben wir in die Abstände gelegt, das dürfte halten. Glaub heute würde ich das nicht noch mal machen. Unsinn, ich machs grad wieder...man wird nicht schlauer. Bau grad den alten Pferdestall aus...und das Vereinshaus..

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Glaub mir, ich habe lange mit mir gerungen...

    Für den Abbruch gabs mehrere Gründe:

    Grund 1:

    Ich brauche so nen einzelnen Raum im Keller nicht und habe nicht genug Keller um sinnlos Platz zu verschwenden

    Grund 2:

    Der Träger über der ehemaligen Trennwand ist massiv angegriffen und da muss ich definitiv mal ran

    Grund 3:

    Keller sollte möglichst abtrocknen können


    Grund 4 - der ganz ausschlaggebende:

    Ich will keinen Sondermüll im Haus haben.

    Das schwarze Zeug ist Teerkork, also Korkkrümel die mit Steinkohlenteer verklebt sind. Der Kram ist PAK verseucht und das wandert halt eben auch. Die aussortierten Ziegel werd ich auch nur dort verbauen, wo es nicht drauf ankommt.

    Zu einem späteren Zeitpunkt so ne Aktion machen hieße, das ganze Haus mit dem giftigen Staub zu belasten - wobei ich sagen muss, dass sich die Staubentwicklung dank der Feuchte im Keller einigermaßen in Grenzen hielt. Trotzdem - der Kram musste einfach raus.

    Das Kühlhaus selbst schätze ich auf die 20er Jahre, wobei der Raum vermutlich als Kühlhaus nachgerüstet wurde. Neben der Holztür fand sich noch ein Seitengewände und der Rest eines Sturzes und unter den Platten war ja auch alles fein verputzt und es zeichneten sich früher mal angebrachte Bretter an der Wand ab. Denke mal, dass da schon immer Lebensmittel gelagert wurden und das dann mal professioneller ausgestattet wurde - warum auch immer. Vielleicht war einer der Eigentümer Jäger oder sowas?

    Die Türen will ich aufheben bzw. anbieten - vielleicht will ja jemand seine alte Räucherkammer wieder auf Vordermann bringen oder ein Schickes Detail irgendwo einbauen... Ich hab aber wenig Hoffnung, dass da jemand Interesse hat...

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  • oliver.bohm
    antwortet
    Ich glaube, ich hätte den Kühlraum als historisch erhalten...

    Und mir die Arbeit erspart..

    Woraus besteht denn dieses schwarze Zeug, und kann man das Alter der Kühlanlage bestimmen?


    Bestimmt hatten wir das Thema in diesem Thread schon..

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Was für eine Sauerei....

    Es ist ja grundsätzlich, generell und IMMER so, dass man VOR dem Abbruch einer Sache denkt: "Ach, das bisschen", währenddessen: "ach du meine Güte ist das viel Dreck" und gegen Ende: "Zum Glück ist´s rum und kommt nicht wieder..."

    Dieses Mal ist es aber wirklich an der absoluten Kotzgrenze... Eigentlich dachte ich, dass ich die schlimmsten Altlasten des Hauses schon hinter mir hätte... Da waren Asbestplatten als Dacheindeckung und im Kühlhaus, da war Steinwolle total zerpflückt in einem offenen Boden und da waren die schönen großen mit Teeröl gestrichenen Schlossdielen die ich raushauen musste - inkl. Abpopeln der Teerbahn um die Auflagehölzer - aber all das zusammen war nicht so krass wie die Sache mit dem Kühlhaus - da hab ich mich wirklich völlig verschätzt....

    Der erste Part war ja noch harmlos, da in den ersten beiden Räumchen keine Altlasten enthalten waren - und weil ich meinen Helfer noch mit am Start hatte, da war die schwere Arbeit ganz gut verteilt...

    Nachfolgend habe ich also im Alleingang die Fliesen von den Wänden abgekloppt, teilweise kam der Mörtel mit runter, von dessen Rückseite ich dann noch den Ekelkram abpopeln musste - eine Sysiphos-Arbeit die kein Ende zu nehmen schien...

    Dann war "nur" noch die Dämmung abzunehmen - was zwar vergleichsweise gut von der Hand ging, aber eben plötzlich MASSEN an Dämmmaterial zum Vorschein brachte. Die Platten schleppte ich dann Stück für Stück raus und verpackte diese in Bigbags - bis ich relativ schnell eingesehen habe, dass das mit den großen Säcken Quatsch ist, da ich diese nicht transportieren konnte. Also erstmal ne Ladung von dem Ekelkram zum Entsorger gebracht und auf kleine Bigbags umgestiegen - die nutze ich auch gerne fürs Laub sammeln und fortschaffen, also nahm ich einfach mal 10 Stück mit - in der Hoffnung, diese noch für was anderes gebrauchen zu können...

    Die kleinen Säcke ließen sich dann direkt im Keller packen, das war erträglicher.

    Richtig gekämpft hab ich dann mit dem Verdampfer (?). Schrauben völlig verrostet und nahezu nicht erreichbar - musste also das Teil Stück für Stück mit der Flex zerlegen - und die Sorge war groß, dass der Funkenflug nen Brand auslöst - der Keller stand zeitweise durch das Flexen und meinen Schweiß bzw. den Atem richtig "unter Dampf". Aber es ging nicht anders - ich kam an die Platten hinter dem Verdampfer nicht wirklich heran und zu allem Übel stellte ich noch fest, dass unter dem Boden auch noch gedämmt war.... Die haben das damals echt extrem ordentlich gemacht

    Gut, neuer Tag neues Glück - und die Gelegenheit genutzt am Weihnachtstag noch Krach machen zu dürfen. Frisch ans Werk, die alten Fliesen ausgebaut, den Mörtel runter, die Platten raus und dann noch "fix" die Wände mit dem Boschhammer eingepocht - am Ende des Tages blieb dann nur noch Kraft um ein paar Ziegel abzuputzen...

    Der Lohn: Die Aktion hat mich heute erstmal außer Kraft gesetzt - hab mir im Rücken was weggeholt und nach wenigen Schubkarren Bauschutt hab ich dann abgebrochen und den Feiertag Feiertag sein lassen...


    Übrigens: die ersten 3 Bigbags entsorgen kosteten schon 52,30€ - und da hab ich nen wirklich günstigen Entsorger... die 10 neuen Bigbags sind mittlerweile auch voll - da kommt also noch einiges auf mich zu...

    ABER: Der große Raum ist schon geil und irgendwo ist es auch befreiend zu wissen, dass DIE Aktion alsbald vorbei ist - und auch so schnell zumindest in dieser Form nicht wiederkommt. Das einzige was dann im Keller an Abbruch noch fehlt ist der Putz - und das kann ich ja dann auch mal gemütlich mit meinem fleißigen Helferlein erledigen.

    Mich ärgert der verlorene Tag total, aber es nützt ja nichts - quälen will ich mich zum Ende des Jahres nun auch nicht mehr...

    Viel Spaß mit den Bildern
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  • Lucius
    antwortet
    Jo, so weit hatte ich meine Bude auch auseinander. Aber irgendwie lagen meine Deckenbalken bei gleichen Dimensionen dichter.

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  • Bergedienst
    antwortet
    Zitat von Zappo
    Kommt das alles raus - oder warum hast Du die Decke entkernt?

    Gruss Z.
    Ja habe alles rausgenommen. 7 x 7 Kubik Container nur rausgeholt, alles auf Rohbau, Putz, Leitungen, Decken, Böden, Fenster, alles raus und neu rein. 3 Jahre Arbeit im Alleingang mit Freunden. Das war mir sicher bei Bj 1880 und bis heute keine Sorgen--aufholzklopf

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  • Zappo
    antwortet
    Zitat von Bergedienst
    Alles ist heftig was du da anpackst So sah e bei mir noch vor ein paar Jahren aus
    Kommt das alles raus - oder warum hast Du die Decke entkernt?

    Gruss Z.

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