VEB Budenkombinat
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@Oli:
Die Denkmalpflege war zur Probenahme tatsächlich schon da. Allerdings gibts mehrere voneinander abweichende Befunde. An den ältesten Fenstern war ein grauer und ein roter Farbton zu sehen, ob das aber wirklich die Erstfassung war,zeigt sich erst im Labor. Die weiße Farbe passt jedenfalls so gar nicht. Hier ist oft auch ein wunderschöner Grünton vertreten, mal sehen was es am Ende wirklich wird. Ich folge den Untersuchungen, damit habe ich immer die besten Erfahrungen gemacht.
@ Jörg:
Nuja, ein Motivationsproblem hab ich gerade nicht, finanziell siehts sehr sehr bescheiden aus gerade... Corona macht sich leider auch bei mir bemerkbar und hinzu kommt ein Nichtzahler, der mich noch zusätzliches Geld kostet - aber das weißt du ja schon. Übrigens, zu der Angelegenheit noch ein Nachtrag: Der Gutachter war da und konnte keinen Mangel feststellen. Ich warte allerdings noch auf das Gutachten und das Abnahmeprotokoll. Der AG hat die Abnahme verweigert und ist zum Termin nicht erschienen - schön doof, für ihn.
Ich versuche jetzt halt so viel wie es geht noch am Haus zu machen bevors zu kalt wird - und hoffe parallel noch auf den ein oder anderen Auftrag bzw. Verkauf. Bissl was könnte noch kommen - Klimawandel steh mir bei, dass ich noch lange arbeiten kann...
Ich baue ja parallel immer noch an meiner Werkstatt herum - immerhin, das Klo hat jetzt Strom, ne Tür und ne Heizung und Ende November soll der Kachelofen kommen - ich bin gespannt...
Hoffentlich kann ich im Winter bissl einheizen, dann gehts Hauen auch besser von der Hand...
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... bis 2034 ist ja noch lange hin ...
(
)

Man braucht immer solche Abschlüsse bzw. Einzelschritte.
Das Projekt in Einzelaufgaben aufteilen, diese mehr oder weniger komplett
abarbeiten. Dann kann man Stolz auf das Geleistete sein - und schöpft daraus
neue Motivation auf dem langen Weg ...
... und irgendwann ist man über "die Mitte" rüber, dann kommt das Ziel näher.
(mit ztw. Einschüben des Glaubens, daß es vielleicht doch nie fertig werden wird ...
)
Sieht gut aus!
Gruß
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Endlich umrüsten...
Allen Widrigkeiten zum Trotz und jenseits jedes ursprünglich mal gemachten Zeitplanes konnte ich Samstag mit meinem Helfer endlich das Gerüst umsetzen - und so die ersten Blicke auf die sanierte Fassade werfen.
Ab Sturzunterkante EG nach oben ist jetzt fertig - mit Ausnahme Kranzgesims und Giebelabdeckungen - das kann man leider erst bei der Dachsanierung angehen. im EG müssen noch einige Vierungen eingebaut werden und die Verfugung fehlt noch - so ohne Gerüst ist aber besseres Arbeiten in dem Bereich.
Auch die Verblechungen auf den Gesimsen und Sohlbänen habe ich mir erstmal erspart - für die paar Meter bekäme ich jetzt eh keinen Klempner ran und es soll ja nächstes Jahr weitergehen - um die Ecke halt herum.
Das Gerüst steht jetzt am Hinterhaus, da ich hier ja noch einige Putzstellen abhacken musste an die ich ohne nicht rangekommen bin und zudem steht nach Abschluss der Arbeiten im EG nochmals eine Reinigung an - und bei der Gelegenheit will ich das Hinterhaus gleich mit waschen, denn danach geht der Kärcher in den Winterschlaf...
Nuja... denke das Ergebnis kann man sich schon ansehen, oder?
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Wenn es ein Steinmetz gebaut hat, dann waren die unterschiedlichen Fassadensegmente möglicherweise Baumuster für Kunden zur Ansicht.Einen Kommentar schreiben:
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Na, was ne Frage.
Da sonst ja keiner was plant - mußt DU eben ...

Mir fehlt dieses Jahr noch die Zeit - ungeachet dieses besch... Virus.
Zu Dir kommen wir sicher gern!
Platz für´n Zelt wird wohl sein - und im Haus für die Weicheier.
WE mit Arbeitseinsatz?
Kein Problem.
... wenn der Belag auf dem Grill stimmt.
Löschbier werden wir wohl finden ...
Gruß
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Update
Die Zeit verfliegt so schnell - und ich komme vor lauter Arbeiterei nicht mal dazu, meine "Fangemeinde" hier zu versorgen - wobei das doch gerade jetzt im Sommerloch angebracht wäre...
Nun denn, anbei ein paar aktuelle Bilder. Mittlerweile habe ich den Putz komplett abgenommen, die Fassade einmal durchgereinigt und mir nen Plan ausgeheckt wie ich bei der Sanierung vorgehe.
Gegen die 1728 Eisenklammern in den Fugen bzw. in den Steinen (ich hab sie alle gezählt!
) hilft nicht viel. Manche ließen sich zwar rausziehen, andere brachen direkt ab und zumindest in den Fugen konnte ich fiesen Dinger mit der Flex gut rausschneiden - was aber nicht ganz ungefährlich war. Mit den Klammern war einst ein Drahtgeflecht befestigt, an welchem der Putz anhaftete.
Gegen die direkt in den Stein getriebenen Klammern hilft nur ausbohren, um die Schäden möglichst klein zu halten, habe ich mir spezielle 3mm Schlagbohrer besorgt - und auch 4mm mit SDS Aufnahme für die größeren Teile.
Einige Steinoberflächen sind so stark geschädigt, dass die Steine ausgehauen und mit passendem Ersatzmaterial neu vorgblendet werden, andere Oberflächen kann man mittels kurzem Überschleifen und überscharrieren (mit etwas deftigerem Hieb) ganz gut retten. Duie Farbunterschiede sollten nach der zweiten Reinigung nicht mehr allzu deutlich auffallen.
Da das Haus ja unter Denkmalschutz steht, waren neulich auch zwei Frauen vom Amt vor Ort um die Fortschritte der Freilegungen zu begutachten. Im Gespräche versuchten wir zu eruieren, warum ausgerechnet auf der Rückseite des Hauses eine natursteinsichtige Fassade ist - der Rest des Hauses war zwar einst auch nett verziert, aber eben verputzt.
Meine These: Der Eigentümer war ja auch Steinmetzmeister und Steinbruchbesitzer und zwei Merkmale der Fassade stechen ganz besonders heraus:
1. Gänzlich untypisch für die Bauzeit ist die "bunte Mischung" aus den verschiedenen Varietäten. Bei Sichtfassaden wurden meist zwei Varietäten "geordnet" gemischt
2. die verbauten Steine sind oftmals ganz und gar nicht typisch für das Material. Bänderungen gibt es eher selten, meist ist das Material gefleckt. Manche Varietäten sehe ich an meinem Haus zum ersten Mal und generell erweckt die Fassade den Eindruck, dass man hier die speziellen Varietäten zeigen wollte. Leider ist das auf den Bildern nicht sehr gut zu sehen.
Meine These: Der Erbauer wollte einerseits seinem höher gestellten Mitbewerber (direkter Nachbar) keine Konkurrenz machen und andererseits auch baulich nach außen hin nicht unnötig Aufsehen erregen. Weiterhin hatte er sicher seinen Spaß an der Vielfalt und vor allem den besonderen Steinen und ich meine, dass er sich seinen privaten Hinterhof auf diese Weise einfach schön gemacht hat. Gegen eine Resteverwertung spricht auch bei meiner Fassade die gezielte Auswahl gewisser Varietäten für gewisse Bereiche. Besonders sticht das bei den gebänderten Fenstergewänden oder den Stürzen hervor.
Da ich glücklicherweise nur einzelne Quaderoberflächen ersetzen muss, kann ich auf Basis dieser These seinen (vermuteten) Gestaltungswillen fortsetzen, in dem ich einfach meine Lieblingsvarietäten an der Stelle einbaue - sofern das mein Lager zulässt, denn das Material wird ja schon lange nicht mehr abgebaut.
Der Termin mit den Denkmalpflegern lief übrigens super - die beiden waren völlig aus dem Häusschen über die Befunde und generell ist zumindest hier in der Stadt die Zusammenarbeit mit dem Amt wirklich ein Gewinn. Ich hoffe, dass das in Zukunft so bleibt.
Nun noch ein paar Bilder - in der Hoffnung, dass ihr ein wenig mein Geschreibsel nachvollziehen könnt.
Übrigens: Sofern Interesse besteht, können wir gerne mal diesen Sommer ein kleines Treffen veranstalten, für die, die sich das mal live ansehen wollen.
Viel Spaß und bis bald!Einen Kommentar schreiben:
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@till:
nee nee, du lenkst nicht ab ...
danke für dein update und die bilder ...
weiterhin viel erfolg und alles gute für dein "projekt"!!
aber wer sind peter und uwe?
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Nö--- War ja ursprünglich mal so... wird alles wieder aufgearbeitet, die Gesimse werden wieder ergänzt usw.
Muss auch dieses Jahr werden, bekomme nämlich Fördermittel dafür und daher muss es nun voran gehen. Im Auge habe ich beide Fassaden: Rückseite Villa plus Hofseite Hinterhaus, mal sehen ob ich das stemmen kann. Der Denkmalpflege würde eine Fassade reichen, ich will aber zusehen die Mittel möglichst gut ausnutzen zu können und freue mich auch drauf, da ich geplant habe mir einen ganzen Monat dafür "freizunehmen" - bedeutet aber auch, dass ich vorab schon einiges leisten muss.
Bin mal gespannt, im Moment herrscht bei mir allgemein eher Weltuntergangsstimmung
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