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  • djkiwi_de
    antwortet
    Wow, danke für die ausführliche Erklärung. Hätte nicht gedacht, dass es so viele Steinbrüche in und um Chemnitz gab. Aber eigentlich fast klar, weil früher hat man ja oft einfach agefangen in der Nähe zu graben, wenn man Baumaterial gebraucht hat.

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Nein, da liegst du völlig falsch.

    Porphyr bezeichnet keine Gesteinart sondern eine Gefügeart - d.h. es gibt sehr zahlreiche und extrem unterschiedliche Porphyrarten in der Welt.

    Auch Porphyrtuff gibt es in verschiedensten Varianten, alleine hier in der Gegend wäre das wohl neben dem Rochlitzer und dem Zeisigwaldtuff noch der Leukersdorfer - es gibt aber noch mehr. Es gab im Stadtgebiet von Chemnitz viele verschiedene Steinbrüche, zumindest die Porphyrtuffe ähneln sich aber weitestgehend. Es gab noch den Kristalltuff, eine besondere Varietät und der Kapellenberger (von dem man mutmaßt dass hier die sehr roten Varietäten herkommen - am Roten Turm sind diese viel verbaut). Viele Steinbruchlagen sind heute aber nicht mehr bekannt. Kristalltuff findet sich vor allem in Ebersdorf an der Stiftskirche, aber auch zum Teil in der Schlosskirche.

    Übrigens vermutet man auch in der Nähe vom Tietz einen alten Bruch, daher bin ich mal gespannt was bei den aktuellen Bauvorhaben dort zu Tage kommt.

    An und für sich ist das eine Wissenschaft für sich und ich bin da auch nur ein Stück weit reingewachsen.

    Der Rochlitzer Porphyr unterscheidet sich jedenfalls erheblich in der Farbe / Struktur / Textur und hat je nach Varietät erhebliche Abweichungen in den Gesteinseigenschaften, weshalb er für Austauscharbeiten eigentlich nicht geeignet ist. Er wird aber mangels Steinbruch dennoch auch dafür genutzt - siehe vor kurzem abgeschlossene Sanierung der Nordfassade an der Schlosskirche. Dort hätte man übrigens auf die Verwendung von Rochlitzer verzichten können, wenn man die Ausschreibung ordentlich abgearbeitet hätte und vor allem ein hier ansässiges Unternehmen beauftragt hätte - aber das steht auf einem anderen Blatt.

    Da die Steinbrüche nie richtig untersucht wurden, kann auch nicht genau gesagt werden woher die Stücke genau kommen. Laut Frieder Jentsch liegen die sehr unterschiedlichen Varietäten zum Teil direkt nebeneinander, ich vermute allerdings dennoch, dass es schon steinbruchspezifische Eigenheiten gab. So wäre zumindest auch zu erklären, warum an Gebäuden unterschiedlicher Zeitstellungen auch unterschiedliche Varietäten verbaut wurden.

    Ich vermute, dass die bei mir geborgenen Platten eher aus dem eigenen Bruch des Herrn Dost stammen, habe aber auch schon Stücke am Haus entdeckt, die eher für den Bruch des Herrn Weber sprechen - wobei das eine Vermutung ist, da die Villa Weber ja vom Prinzip her aus zwei Varietäten gebaut wurde. Da Weber direkt gegenüber seinen Steinbruch betrieben hat, wird das Material auch von dort stammen, daher ordne ich diese Varietäten auch seinem Bruch zu.

    Interessanterweise konnte ich allerdings im Bruch des Herrn Weber auch rein rote Porphyrstücke sehen - und das ist auch mir ein Novum.

    Wo der Dost´sche Bruch genau lag, konnte ich bisher nicht herausfinden, es muss aber in der Nähe des Findewirthschen / Ratsbruch gewesen sein. Zumindest gab es bis vor ein paar Jahren im Zeisigwald noch eine Gemarkung "Dost´sche Halden" mit Ausblick und Sitzmöglichkeiten - da das nicht weit von den Teufelsbrücken entfernt ist, wird das also schon aus der Gegend stammen.

    Porphyr wurde übrigens auch ausserhalb des Zeisigwaldes abgebaut, es gibt noch ein Vorkommen in bzw. um Flöha, dabei handelt es sich aber der Vermutung nach um einen eher kleinen "Restbestand" im geologischen Sinne.

    Da die meisten Brüche mit Müll verkippt wurden, ist heute nicht mehr viel über die alten Brüche bekannt bzw. zu sehen. Vieles wurde übererdet oder mit Haldenmaterial zugekippt und eingeebnet, selbst Scans bringen einen da kaum weiter.

    Es ist für mich also quasi essentiell Stücke zu bergen - was auch eine Kuriosität ist. Das ist wie, wenn der Bäcker noch eine Landwirtschaft und eine Mühle betreiben würde um sein Brot backen zu können...

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  • djkiwi_de
    antwortet
    Hallo,

    ein Frage hätte ich mal. Ist das Porphyr aus dem ehemaligen Ratssteinbruch in Chemnitz Hilbersdorf im Zeisigwald?

    Neu bekäme man das Zeug ja noch aus dem Rochlitzer Porphyr Steibruch, oder sieht der anders aus?

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Zitat von Sorgnix



    ... ich glaub´, ich weiß jetzt, warum einige dann doch lieber Briefmarken sammeln als Steine ...



    Mir erklärt sich das nicht. Ich finde Steine sammeln super - sofern man was draus macht. Die Mineraliensammler kann ich auch nicht verstehen, sinnlose Steine

    Ich sammele das Material vor allem deshalb, weil es nicht mehr abgebaut wird und ich es ja für die Sanierung brauche, daher kaufe ich auch allerhand zu und versuche möglichst vieles bei Abbruchbaustellen zu bergen - Bilder habe ich ja letzten Sommer schon gezeigt.

    Hier noch eines von den großen Platten die ich aus v.g. Bauvorhaben geborgen habe. Alle mit der Hand aus dem Haus geschleppt und dann mit der Sackkarre den Berg runtergerollt, ins Auto gehievt und in der Firma aus dem Auto raus auf Paletten - sowas ist dann auch mal durchaus meine Wochenendbeschäftigung, meist alleine...
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  • Sorgnix
    antwortet



    ... ich glaub´, ich weiß jetzt, warum einige dann doch lieber Briefmarken sammeln als Steine ...




    Bild 3 hat in mir Erinnerungen wachgerufen.
    Ähnliche Postamente, allerdings in Form eines Pyramidenstumpfs, hab ich mir mal
    ich Kalksandsteinwerk bei Straßburg mit der Lasersäge aus Großblöcken zuschneiden lassen.
    Das waren dann die Füße für mein Designerbett ...


    Sah gut aus, kam gut an ...
    Aber wie das mit Design immer so ist - jede Menge Flächen, wo sich Staub sammelt ...

    Bilder hab ich - so glaube ich zumindest - nicht mehr davon.
    Wenn, dann analog in irgendnem Karton ...




    Gruß
    Jörg

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Es wird mal wieder Zeit für ein kleines Update.

    Im Haus selbst ist nicht so viel passiert. Ich habe kürzlich die Steinplatten aus dem einen Raum der Villa ausgebaut und heute die letzten Platten rausgestellt - mit einer Ausnahme, die ist mir einfach zu schwer.
    Durch das gute Wetter können die ein wenig austrocknen, dann werden sie auch leichter. Ich habe noch angefangen den Boden auszusieben, um den ganzen Schutt rauszubekommen, musste aber wegen des vollen Schuttcontainers da erstmal die Arbeit einstellen.

    In der Werkstatt ist etwas mehr passiert.

    Kürzlich konnte ich auf einer anderen Baustelle ebenfalls Bodenplatten aus Porphyr bergen und die Bruchstücke habe ich gleich zu Platten aufgeschnitten (als Ersatzstücke für die Fassaden) und aus den größeren Platten habe ich das Material für das neue Gesims fürs Hinterhaus zuschneiden können. Die Metallschablonen für die Profilierungen habe ich auch schon angefertigt - nur zum Kloppen kam ich bisher noch nicht.

    Die 4 Pylone für das Dachgebälk des Hinterhauses sind mittlerweile ebenfalls fertig und haben noch "Untersetzer" aus Sandstein bekommen, auf dem Foto sind allerdings nur zwei davon zu sehen, die anderen waren da noch "in der Mache".

    Zwischenzeitlich hatte ich noch diverse Termine und parallel räume ich in der Firma herum, da ja die Beräumung bald bevorsteht.

    Mit anderen Worten: Ich habe alle Hände voll zu tun, bin aber ganz gut drauf und habe auch das Gefühl ganz gut voran zu kommen. Hoffentlich geht das so weiter. Das Wetter könnte jedenfalls so bleiben, das ist gerade echt wunderbar mal wieder ein wenig Sonne abzubekommen - den Garten freuts auch und die Körner für die Vögel haben schon gekeimt und sind gerade am Wurzeln
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Eis und Schnee...

    ... zwingen zu einer Pause - zumindest vor Ort.

    Neulich habe ich zwar mal einen großen Haufen Astholz kleingemacht und natürlich muss ich mich um Winterdienst kümmern und ab und an mal nach dem rechten sehen - Trotzdem... so richtig voran geht nix, ist halt Winter.

    Zeit also sich Arbeit zu suchen die ich auch nicht unmittelbar vor Ort erledigen kann.

    Vor einigen Monaten habe ich schon - angespornt vom erfolgreichen Einbau des Portals am Hinterhaus - einige Werkstücke zurechtgesägt und Schablonen erstellt, bin aber noch nicht wirklich dazu gekommen die Stücke zu bearbeiten.

    Die Idee ist halt, möglichst viel Material vorzubereiten, einfach auch um den Lagerplatz in meiner derzeitigen Firma zu durchforsten und Material was seit Jahren liegt einer Verwendung zuzuführen.

    Im Anhang also Bilder vom Wochenende. Die eine Palette zeigt zwei Gewände (Ansicht nach unten gedreht) für das Hinterhaus, sowie zwei profilierte Fensterbänke, die ich aber erst vor Ort nach dem Einbau fertig profilieren kann.

    Außerdem habe ich kürzlich einen Sandsteinblock aufgeschnitten um kleine Pylone herzustellen. Diese sind für den Dachstuhl des Hinterhauses gedacht. Dort steht der derzeitig eingefügte Unterzug auf Stützen die auf den Deckenbalken stehen und da ich ja mit dem Gedanken spiele die Decke gegen eine aus Beton auszutauschen, will ich diese Pylone einbauen.

    Die Hälfte des Hinterhauses hat unter der Holzdecke noch eine Kappendecke. Alle zwei Felder wurden Räume abgeteilt, sind also die Stahlträger mit einer Wand untermauert. Auf diese Wände sollen die Pylone dann zum Stehen kommen.

    Der Block gab leider nicht mehr als eine Höhe von 50cm her, daher werde ich noch eine herumliegende Tranche zu passenden Unterteilen aufschneiden, so dass ich am Ende auf knappe 68cm komme - dann sieht das auch ganz nett aus.

    Üblich ist sowas im Innenbereich natürlich nicht, sowas kennt man eher von Scheunen, die nach außen erweitert wurden und wo die Balken nicht im erdberührten Bereich zum Stehen kommen sollen. Aber es sieht ganz nett aus, ich habe das Material eh da und es ist dank der simplen Profilierung auch keine ewig aufhaltende Tätigkeit sowas herzustellen.

    Der Block hatte übrigens eine erstaunlich bunte Maserung, das gefällt mir schon wirklich sehr gut.



    Anbei auch eine winterliche Aufnahme bei fast 40cm Schnee - mittlerweile ist der ja wieder komplett weg
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  • 2augen1nase
    antwortet
    So... gestern war ich in dem anderen Depot und habe - weil ich gerade Platz im Auto habe- mal die vor einigen Monaten "eingesackte" Haustür eines Abbruchhauses mitgenommen.

    Ich hatte das ja bereits angesprochen, dass ich da eventuell was passendes habe.

    Nun, zum neogotischen Wohnhaus passen zumindest die Fenstergitter mit den Kleeblattbögen und die schön verzierten, mächtigen Riegel auf der Rückseite der Tür. Die Fenster bringen Licht ins dunkle Treppenhaus.

    Auch die Höhe passt gut: die Tür is 2-3cm höher als die lichte Höhe meines Eingangs hergibt. Nur mit der Breite haut es leider massiv nicht hin - da muss ich mir ernsthaft was überlegen. Die derzeitige lichte Weite des Hauseingangs beträgt 1.13m und die Breite der geborgenen Türblätter ergibt ca. 1.48m. Die lichte Weite HINTER dem Eingangsgewände beträgt ca. 1.33 - also links und rechts ca. 10cm Luft für den Rahmen.

    Zum besseren Verständnis erstmal ein Bild des Eingangsgewändes von Innen. Auch hier ist es ausgiebig verziert, die Tür schlug früher direkt am Stein an. Aus Wärmeschutzgründen und weil die alten Bänder rosten und das Gewände kaputt machen, möchte ich diese Lösung aber nicht mehr.

    Die anderen Bilder zeigen die Haustür und einige Details, unter dem Anstrich kommt zum Beispiel die alte Bierlasur zu Tage. Die Nägel finde ich auch klasse, leider fehlt einer...

    Von Innen / hinten ist die Tür leider nicht sehr spektakulär, aber da kann man ja vielleicht noch was machen - oder nutzen um die Tür aufzudoppeln...

    Übrigens:

    Der Chef der hiesigen Denkmalpflege hat mir beim Einladen geholfen und mich zu der Tür beglückwünscht - die kleinen Rosetten hatten es ihm seeeehr angetan Ich glaube er fand es fast ein wenig traurig, dass die schöne Tür nicht im Fundus der Denkmalpflege lag

    Wie dem auch sei: Die Haustür drängelt nicht und wird ein "Nebenbei + Lust + Laune + Lückenfüller" - Projekt. Ich denke ich werde erstmal die alten Lackschichten abnehmen und alles genau vermessen und erstmal einen richtigen Plan machen bevor ich da rangehe. Wie gesagt, über Tipps für eine eventuelle Aufdoppelung oder Dichtungen / Fälze usw. bin ich sehr dankbar. Falls also jemand Erfahrung damit hat...?
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Heute habe ich mal alles fein ausgemessen und was soll ich sagen: Wie dafür gemacht der Raum

    Vor Ort habe ich eine Raumbreite von 2,24m und eine Wandstärke von ca. 25 cm (plus Putz). Die Grundplatte des Tresors ist 1,90 x 1,70 und die Tresortür ist insgesamt 50,5cm stark, zieht man allerdings den umlaufenden Winkel (zur Befestigung der Wandelemente) und die Frontplatte ab, so hat man eine tatsächliche Tiefe von 46,5cm. Mit der Frontplatte kann man ja variabel umgehen. Entweder baut man die Tür bündig mit dem Putz ein oder man legt den Rahmen auf die Wand auf und putzt nur bei.

    Wie auch immer - im schlechtesten Fall bleiben 9cm Luft zur Außenwand und damit passt der Tresorraum ziemlich gut dort rein. Diese 9cm könnte ich auch ausgießen oder für den Fall dass etwas mehr Luft bleibt einfach mit einer hochkant genommenen Schicht Ziegel ausmauern. Wäre mir sympathischer.

    Von der Raumsituation habe ich von innen und von außen mal ein paar Fotos gemacht um zu veranschaulichen wo da die Probleme sind.

    Fangen wir außen an:

    Das erste Bild zeigt die eingebaute Horizontalsperre, bestehend aus eingeschlagenen Stahlplatten mit zwischenliegender Kunststoffbahn (Sprelakat / Schlagzäh irgend sowas). Diese liegt oberhalb des alten Natursteinsockels. Dieser war mal überputzt, lange gehalten hat das aber nicht, ist ja logisch. Unter den Steinplatten war noch ein verdächtiger Zementputstreifen, dahinter kam aber keine weitere Sperre zum Vorschein, nur komplett aufgelöster Naturstein. Hier sieht man auch eindrucksvoll zu welchen Bauschäden so ein Unfug am Ende führt.

    Glück im Unglück: Zumindest liegt die Sperre über dem Natursteinsockel, so kann wenigstens ein Großteil der Feuchte doch noch über den Sockel ausdiffundieren.

    Es folgen Innenaufnahmen des besagten Raumes. Man sieht hinten in der Ecke die zweite Zugangstür zu dem Raum, diese soll ausgebaut werden und dort dann die Tür des Tresorraums Platz finden.

    Bei der Gelegenheit würde ich den restlichen Schornstein eventuell auch gleich wegnehmen und die Maueröffnung dort so gestalten, dass der Tresorraum mit der hinteren Wand einen guten Abschluss findet. Der Schornstein steht dort dann sowieso doof, einen Ofen könnte ich ja vor dem Tresorraum schlecht platzieren.

    Das andere Bild zeigt die auszubauende Tür nebst dem "neuen" (verzogenen?) Schornstein.

    Angehängt ebenfalls noch ein paar Bilder nach Freilegung - die Ecke hält nur noch aus Gewohnheit.

    Dann noch Bilder vom Raum obendrüber. Man sieht gut die Öffnung wo mal der Schornstein stand, dann folgt in etwa 80cm Abstand eine 12er Wand, dahinter ist unterteilt in Bad / Wohnraum / Küche, es existiert also noch eine Trennwand, die steht allerdings neben der 25er Wand des Erdgeschosses - und zwar auf Seite des Herrenzimmers bzw. des zukünftigen Büros.

    Dort könnte ich also ohne Probleme mit Doka-Stützen absteifen, die wären mir beim Bau nicht mal im Weg.


    Das letzte Bild zeigt die Konstruktion des Fussbodens. Auf Schutt / Erde / Sand sind dicke und dünne Natursteinplatten verlegt. Diese waren genutet zur Aufnahme der Traghölzer des Dielenbodens. Die Platten will ich bergen, da ich diese wunderbar zum Sanieren des Hauses nutzen kann. Das Material wird ja nicht mehr abgebaut. Darauf dann das Fundament zu legen halte ich jetzt nicht für die große Kunst. Im Grunde brauche ich ja nur einen Streifen zu fundamentieren, da die Fundamente der Mauern ja nach unten auskragen. Dort brauche ich im Grunde nur freischachten, eine Schalung hinbauen und "vollplumpen".

    Da ich noch eine halbe Palette Zement stehen habe, wäre das selbst materialtechnisch keine große Hürde - ich bräuchte nur Estrichsand und ein paar tatkräftige Mischer...
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  • 2augen1nase
    antwortet
    Die Transporte werden nicht das Problem sein. Das schaffe ich zur größten Not auch alleine.

    Wände will ich deswegen jetzt aber nicht aufhacken - muss ich ja auch schnell wieder zu machen und das ist mir zuviel Gemähre.

    Kurz noch zu deinen Anmerkungen:

    Der Raum MUSS komplett wieder aufgebaut werden. Erstens wegen dem Charme und zweitens würde ich alle Einbauten verlieren, da die ja an die Wände gekoppelt sind.

    Es wird aber vom Maß her knapp werden. Ich muss das alles nochmal genau ausmessen, aber im alten Thread schrieb ich mal was von 2,5m Aussenmaß - und das ist wahrscheinlich gerade ausreichendfür den Einbau in dem Raum.

    Fundamentstreifen unter der Tür erübrigt sich nahezu - da muss ich zumindest nicht auf Tiefe gründen, denn die Wand steht ja auch auf einem Fundament. Ich kann da also direkt draufbetonieren.

    Die Seitenwände will ich mit Hohlblocksteinen aufmauern und beim Hochmauern Stück für Stück vergießen - so zumindest der Schlachtplan. Sicherheitsmäßig mache ich mir da keine großen Gedanken, dafür ist der Tresorraum definitiv zu alt.

    Die Bodenplatte muss aus meiner Sicht nicht so fett werden. Erstens sind das ja nur knappe 3,5m2 und zweitens lagere ich ja keine Tresore im Tresor - und der Eigentliche Raum wiegt ja nicht so viel - das Hauptgewicht wird sich auf die angedachten Streifenfundamente übertragen.


    Ich sehe das Hauptproblem aber weder im Aufbau noch in der Art der Fundamentierung. Das Hauptproblem ist eventuell auftretende Feuchtigkeit. Zumindest im Bereich der Wände bekomme ich die nicht in den Griff. Unter dem Fundament könnte ich ja eine kapillarbrechende Kiesschicht einbringen, aber bei den Wänden kann ich nix weiter machen.

    Die Folge der Horizontalabdichtung sieht man ja auf dem Bild recht gut - die untersten 30cm des Putzes haben sich komplett aufgelöst und das Mauerwerk darunter ist eben "sehr feucht". Nicht klitschnass, aber eben feucht.

    Wahrscheinlich wäre die sinnvollste Variante, das auf später zu verschieben und dann eben umzusetzen. Solange ich nicht darin wohne /arbeite kann mir die Feuchte ja egal sein - da ist sie ja so oder so.

    Wenn ich dann mal größer saniere und die Abdichtung angehe (was ich in dem Bereich eh muss) kann ich ja den Bereich horizontal + vertikal von aussen abdichten lassen. Dann kann die alte rostige Dichtung auch drin bleiben, da die ja dann nicht mehr weiterrosten sollte, jedenfalls nicht in dem Maße.
    So wie es momentan aussieht, bleibt zwischen Stahlwand und Aussenmauerwerk eh sehr wenig Platz und ob ich jetzt 3cm Kalkputz auf der Wand habe oder 5cm Beton oder Schlacke (oder was auch immer) und eine Stahlplatte - das sollte dann auch keinen großen Unterschied machen. Bei ner dicken Wand vor der Hauswand sähe das vermutlich anders aus.

    Wenn dem tatsächlich so wäre, könnte ich dann die Decke des Tresors auch einfach komplett von Wand zu Wand betonieren und den verbleibenden Raum darüber abmauern - so war es früher ja auch gemacht.


    Zur Abdichtung:

    Weitere Stahlplatten eintreiben ist Käse, selbst in Edelstahl. Erstens würde der bei Berührung mit dem rostigen Zeug ebenfalls rosten, zweitens löst es nicht das Problem.

    Um eine Horizontalabdichtung einzubringen müsste ich so oder so die Wand aufschneiden - und ob ich dann die alte Abdichtung entferne und dort eine neue einbringe und wieder den gleichen Mist produziere oder lieber gleich darunter richtig abdichte (H.+V.) macht dann schon einen Unterschied.

    So gesehen tendiere ich gerade eher zur Verlagerung des Problems auf später - sofern das so sauber zu lösen ist. Man kann ja dann in den Jahren bis zum Bau auch einfach sehen ob und wie sich was verändert.

    Vielleicht hab ich gerade meine Probleme selbst gelöst... ich werde das mal weiterdenken...

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  • Sorgnix
    antwortet
    P.S.:
    ... wenn das Fenster denn für den Tresorraum eh vermauert werden muß,
    dann könnte man ja evtl. die Brüstung raushauen, um die Tür von dort aus
    reinzubringen ...

    Weiß natürlich jetzt nicht, auf welcher Seite die Öffnung liegt, wie man dahin kommt,
    aber wir suchen bislang ja nur nach Ideen ...


    N8!

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  • Sorgnix
    antwortet
    Nun ...
    ... so einfach aus der kalten Hose ist da jetzt mal nix.
    Am besten ist ja immer vor Ort mal persönlich schauen ...



    Grundsätzliche Überlegung:

    nach meiner Meinung solltest Du Dich von dem ehem. Innenleben des Tresors, den Blechwänden einfach verabschieden!
    Die Bude war mir innen eh zu klein ...
    Und einen "Abnahmefähigen" Tresorraum, so richtig mit alle Klassen und Versicherungsschutz
    kriegst Du da - mit DER Tür - sowieso nicht mehr draus gebaut.
    Weil die eben alt ist, und niemand mehr dafür unterschreibt.

    Also geht es in erster Linie um "Deko" - und natürlich (!) einen "sicheren" Raum.
    Und für Normalgebrauch wird der Raum "sicher" sein.
    Es sei denn, es donnert jemand von außen mit ner Raupe durch die Wand ...


    Folglich würde ich die Tür in die Wand einpassen, verankern - und gut.
    Zur Not, wenn das transportmäßig zu aufwendig wird, könnte man auch die Außenwand (oder innen irgendwas)
    kurzzeitig öffnen ( ), montieren, hinterher wieder schließen ...
    Könnte einfacher sein. Manchmal sogar schneller ...
    Wir erinnern uns ja, das Ding war schwer, man brauchte teilw. auch Raum, um sich bewegen zu können.


    Fundament?
    Ja. Streifen. unter der Tür.

    Bodenplatte?
    nun ja, aber 10 cm sind auch nicht die Welt ...
    Als Basis, für ne Bitu-Schweißbahn als Abdichtung, darauf einen Estrich,
    das würde gehen.
    Und wenn Du aufsteigene Feuchte hast, könnte man die Bitu-Bahn seitlich
    an den Wänden hochziehen.
    Dann innen noch ne Wand vormauern, die wohl auch fundamentieren.
    Also zweischalig.
    So hast Du den Tresorraum zumindest vollständig trocken.
    Und die Außenwand darf weiterhin nach außen abdampfen. Nur eben nicht nach innen.

    Für die Decke des Tresorraumes kann man sich dann was überlegen.
    Wenn denn unbedingt nötig.
    Wg. mir auch massiv, mit geringem Hohlraum nach oben zur Holzbalkendecke.
    Ich würde für den Raum zumindest so etwas wie ne Lüftungsanlage vorsehen.
    Also Zuluft und Abluft. Das kann ja "verdeckt" mit Rohren geschehen, deren
    Wand- und Deckendurchführungen natürlich so bemessen sind, daß da keiner durch kann ( )

    Zur Not hätte ich hier noch ne Bunkerbelüftungsanlage liegen.
    So mit Kurbelbetrieb, und so ...


    ... die Sache mit den eingetriebenen Stahlblechen.
    müßte man sich mal anschauen.
    Es wäre doch sicher möglich, oberhalb des Stahlbleches noch ein Edelstahlblech einzutreiben?
    Weiß allerdings nicht, was das bringen soll ...


    Wir reden morgen
    Gruß
    jörg

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Tja... so richtige Details gibts noch gar nicht. Ich hab jetzt schneller geschnackt als ich liefern kann - sorry.

    Grundgedanke ist der: Wenn ich den Raum zum Umzug eh in die Hand nehme, kann ich ihn viellecht auch gleich einbauen. Die größte Vorbereitung wäre die Erstellung des Fundamentes. Sobald die Bodenplatte des Tresors eingepasst ist, kann der Rest ja relativ easy aufgebaut werden.

    Im Anhang zwei (schlechte) Bilder vom gedachten Aufstellungsort.

    Bild 1 zeigt den Raum in dem der "Arsch" bzw der eigentliche Raum verschwinden soll - damit wird auch das Fenster dann blin.

    Bild 2 zeigt rechts eine zweite Tür - hier soll später die Tresortür rausschauen.

    Die Wand auf die man in Bild 1 schaut ist keine tragende Wand - maximal eine aussteifende. Rechts mit Fenster=Aussenwand, links mit Tür = Innenwand - wahrscheinlich tragend.

    Die Frage ist nur WAS die trägt. Am Ende der Wand steht (innerhalb dieser) der alte Schornstein, komischerweise kragt der auch nach links ins Herrenzimmer aus, war früher vielleicht mal zweizügig. Oberhalb des Türsturzes dieser Wand (wo also die Tresortür rein soll) verläuft waagerecht ein weiterer Rauchzug. Alles ein wenig komisch konstruiert, macht mir jetzt aber keine große Sorge, da da eh keine Lasten draufstehen und man einen Eingriff in der Wand managen kann.

    Was mir Sorgen macht:

    1. füllt der Tresorraum zukünftig mit Ummauerung wahrscheinlich die ganze Breite des Raumes aus. Mit etwas Glück bekomme ich noch einen Luftspalt zwischen Aussenwand und Tresorraum hin - den ich ja aber auch dann belüften können muss.

    2. Das Fundament: die Steinplatten sollen raus, die Erde ebenfalls bis zum tragfähigen Grund, darauf dann Streifenfundamente für die Seitenwände des Tresors und eine ca. 10cm dicke Betonplatte gießen. Aber Abdichten muss ich das Ganze ja auch noch. Besser unter dem Fundament oder besser drüber? Mit Wandanschluss oder nicht..

    3. das größte Problem:

    Zu DDR Zeiten hat ein Schlaumeier ausgerechnet in der Aussenwand (nur auf der Länge dieses Raumes!) eine Horizontalabdichtung eingebracht: aufgesägt + Sprelakat + Stahlplatten reingetrieben. Die Folge: Die Stahlplatten rosten, die Fassade hat diverse Risse (deren Ursprung ich auch in der Akton vermute) und offensichtlich gibts / gabs dort ein Feuchtigkeitsproblem.

    Da muss so oder so eine Lösung her. Die Frage ist halt, ob man das Mauerwerk nochmal komplett aufmacht und den Kram entfernt oder austauscht.

    Ich bin kein Fan solcher nachträglichen Horizontalabdichtungen. Wenn an der Sohle des Hauses im Erdreich geschnitten wird und in Verbindung mit einer Vertikaldichtung - dann mag das eine super Sache sein. Aber 30cm über dem Erdreich / Bodenniveau) aufzuschneiden, sorgt am Ende nur dafür, dass direkt darunter sich die Nässe aufstaut und gerade im Winter sorgt das dann für massive Frostschäden. Früher waren hier Natursteinsockel üblich - da konnte dann auf 80-100cm Höhe die aufsteigende Feuchte gut abtrocknen. Mit Verputz (Zement) funktionierte das dann nicht mehr und dann kam die doofe Abdichtung mit den schon erwähnten Folgen.

    Komplett raus wäre mir das Liebste, bringt aber auch statisch einige Probleme mit sich. Entweder kostet das sehr viel Geld oder es macht monatelang Arbeit.

    Problem bleibt aber:

    An der Wand (wie an allen anderen, nicht gedichteten Aussenwänden) habe ich immer Feuchtigkeit. Daran jetzt einfach ne fette Betonwand zu stellen, ist sicherlich nicht das Beste. Hinterlüftung funktioniert aber auch nur mit Lüftungsschlitzen - und wie will man das im Innenraum vernünftig lösen. Da der Tresorraum nicht bis zur Decke hochreichen wird, müssten die letzten 50cm gemauert werden. Ich müsste also oben unterhalb der Decke (Holzbalkendecke) Lüftungsschlitze anordnen - und eben unten ebenfalls. Feuchte Luft die dann ständig unter der Balkendecke rauspfeift - ich weiß ja auch nicht

    Bauphysikalisch will ich da halt nix falsch machen - denke aber dass man da einiges falsch machen kann.

    Klar, im besten Falle sollte man die Fundamente freilegen + alles neu und korrekt abdichten - aber das steht irgendwie auch in keinem Verhältnis.

    Gut, die Lösung könnte ich vertagen indem ich erstmal nur alle Stahlteine aufbaue und den Rest auf die Zukunft verschiebe. Ist aber auch nicht so geil, denn so nen Tresorraum verrückt man ja nicht mal eben so einfach wenn er im Weg sein sollte...


    Übrigens: Ich habe heute mal ein wenig Maß genommen. Sofern man die Tür überhaupt ins Haus reinbringen will, müsste man die auf die Seite stellen - und das bedarf einer soliden Konstruktion in die ich die Tür stellen kann. Sonst kommt man da definitiv nicht durch.

    Wird also eine größere Aktion werden
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  • Sorgnix
    antwortet
    Zitat von 2augen1nase
    Daher die Frage: Kennt sich hier jemand mit wärmedämmtechnischen Probleme aus, Kondensatbildung, aufsteigende Feuchte und vor allem: einer nachträglich eingebrachten Horizontaldichtung die rostet und auftreibt?
    Ja, ja, ja - und: vielleicht.

    Ein paar Details und Bilder würden bei der Bewertung sicher helfen ...


    Jörg

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Ist jetzt nicht dein Ernst???? Du bist Tischler und machst JETZT erst den Mund auf...?

    Ich bin sicher, ich hätte mir vieles sehr viel einfacher machen und vor allem noch besser bauen können - als Tischler hat man da ja mehr Plan von der Materie.

    Schade, dass du dich jetzt erst meldest. Beim nächsten Projekt hakste dich bitte mal eher ein, ja? :-)

    Es gibt da noch was, hab nur noch nicht gemessen ob es wirklich passt - und ich hab auch grade keine Bilder...

    Ich habe neulich bei einem Abbruch eine doppelflügelige Hauseingangstür mitgenommen - mit Fenstern und einem schönen Gitter, was von der Anmutung her gut zu meiner Villa passt. Ich habe null Plan ob ich die Tür auch an die Größe meiner Eingangstür anpassen kann. Die originalen Hauseingangstüren sind leider verschollen und ich habe keine historischen Bilder davon. Das war übrigens auch einer der Gründe, weswegen ich die zuerst gekauften Kanteln nicht dünner geschnitten habe - die will ich beim nächsten Projekt verwenden. Da brauch ich dann aber schon professionelle Tipps, da die Tür ja schon richtig dicht werden muss, sonst wirds Mist. Alleine der Holzrahmen wird schon extrem aufwendig werden, da die Türlaibung momentan aus profilierten Steinen besteht (auch innen). Früher war die Haustür direkt am Gewände angeschlagen, das ist aber Mist, daher will ich dort auch einen Rahmen bauen. Andere würden das Türgewände gerade kloppen, das möchte ich aber nicht... naja.

    Mal sehen... Bei Gelegenheit hole ich die Tür mal aus dem Depot, vermesse alles und brenne den Lack ab. Dann kann man ja weiter sehen wie und wo und ob überhaupt...

    Übrigens: Ich habe seit gestern Nacht die fixe Idee den Tresorraum im Haus zu verbauen. Weniger wegen Sicherheitsbedenken, sondern eher damit das Teil aus den Füßen ist - ich muss ja eh den Umzug machen, warum also nicht gleich aufbauen...

    Daher die Frage: Kennt sich hier jemand mit wärmedämmtechnischen Probleme aus, Kondensatbildung, aufsteigende Feuchte und vor allem: einer nachträglich eingebrachten Horizontaldichtung die rostet und auftreibt?

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