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  • 2augen1nase
    antwortet
    Gestern kamen die bestellten Gerüstteile - also habe ich natürlich sofort angefangen, das Gerüst aufzubauen.

    Das war schwieriger als gedacht, da ich mehrfach Stiele tauschen musste, weil das bestehende Dach, ein Teil der Zwischendecke oder manchmal auch nur ein Balken im Weg war. Aber es gelang - die Zwischendecke flog kurzerhand noch raus und ein Loch im Dach ermöglichte es mir, das Podest wirklich fertig bauen zu können.

    Im Laufe der Woche habe ich mich schon mit dem teerverschmierten Beton befasst - es war eine wahre Popelarbeit und natürlich musste ich relativ häufig hoch und runterrennen, um den Schutt aus meinem großen Kübel ausladen zu können. Weil das schon erledigt war und das Gesims komplett frei war, konnte ich mich heute dann dem Dach widmen. Damit ist der Ekelteil (die Dachpappe stinkt gewaltig) endlich abgehakt.

    Glücklicherweise half mir mein Nachbar noch dabei, die Seekiefertafeln auf das Gerüst zu legen - denn so bekommt man das deutlich schneller und besser sauber.

    Ein großer und ein kleiner Sack sind nun voll Pappe, ein mittelgroßer Haufen Bauschutt mit Teeranhaftungen liegt vorm Haus und zig Eimer Bauschutt gemischt mit Schilf und Holztückchen stehen noch im Haus... Achja - und natürlich das alte Gebälk nebst den ganzen Brettern. Den Haufen muss ich noch durchsortieren, teils kann ich Brennholz draus machen, teils muss ich den Kram aber entsorgen.

    Die Entsorgungskosten werden sicher heftig


    Der Treppenturm hat es jedenfalls in sich - denn ich habe als Gesims etwas anderes erwartet und das durchkreuzt gerade meinen gesamten Plan.

    Es ergibt sich folgendes Problem:

    Für den Fördermittelantrag bin ich davon ausgegangen, dass ich dieses Jahr "lediglich" das Kranzgeims herstellen muss. Ich ging davon aus, dass darin Aufstandsflächen für die Zinnen gearbeitet waren und dass der Dachdecker an das Kranzgesims anschließen kann. Der ganze Hintergrund ist: Ich wollte mir nicht zu viel vornehmen und den Zinnenkranz erst im nächsten Jahr angehen. Immerhin sind das wirklich viele viele Einzelteile, die da zu hauen sind und sowas zieht sich erfahrungsgemäß - hab ja auch meine regulären Baustellen abzuarbeiten... Nur mal so als Zahl in den Raum geworfen: die Massnahme ohne Zinnen beläuft sich schon auf 41.000€...

    Tja - nun hat sich aber herausgestellt, dass ich sowohl die Zinnen als auch die Abdeckungen zwischen den Zinnen brauche, damit der Dachdecker Aufdachdämmung und Verblechung bringen kann - und die Verblechung wird natürlich auch noch deutlich aufwendiger als geplant.

    Das einzig positive an der Geschichte: Wenn ich das durchgezogen bekomme, kann ich mir für nächstes Jahr ein anderes Projekt suchen. Doof ist aber: ich kann zwar einen Fördermittelantrag dafür stellen und sobald ich den vorzeitigen Massnahmebeginn bestätigt bekommen habe auch fördermittelunschädlich losbauen - nur steht es in den Sternen ob und mit wieviel ich die Massnahme gefördert bekommen kann.

    So gesehen: haufenweise Extraarbeit, die ich mit vorfinanzieren und natürlich auch erledigen muss. Das wird jetzt so richtig sportlich Die Gerüstkosten haben sich ja mittlerweile auch fast verdoppelt. Bin mal gespannt, wie sich das weiterentwickelt...
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  • Deistergeist
    antwortet
    Immer was Neues...Respekt.

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Das Blechdach habe ich gestern fertig gebaut und mich danach daran gemacht, den Rest des provisorischen Daches abzubauen - und ich hätte können... Also diese Schlagdübel von Hilti sind ja so dermaßen fest, ich hab die mit dem Akkuschrauber nicht rausbekommen... Ich Depp war halt damals der Meinung, da lieber ein bisschen mehr als zu wenig zu verschrauben...

    Sei es drum - ich habs ja irgendwie hinbekommen....

    Naja - die Neugier war dann groß, ich wollte unbedingt sehen, wie das Gesims beschaffen ist und damit hab ich dann den nächsten Unglücksherd aufgemacht

    Es reichte damals nicht, das Gesims zu verblechen - nein. Da musste vielmehr fett Beton aufgezogen werden und selbiger mit flüssigem Bitumen und einer Dachbahn abgedichtet werden - ihr könnt euch vorstellen: Der Scheiß ging nicht zu trennen und letztlich hab ich heute so ziemlich den ganzen Tag damit zugebracht, die Gesime freizulegen, das bestmöglich zu trennen und den Schutt sowie die Teerpappe vom Gerüst abzulassen. Aber: Ich habs hinter mir und hoffe, dass damit der schlimmste Part erstmal weg ist.


    Eine faszinierende Entdeckung habe ich gestern übrigens auch gemacht: unter dem Blech, teils auch zwischen den Dachpapplagen fanden sich haufenweise solche kleinen "Würmchen" die aussahen, als wären sie aus Kalk gemacht. Konnte ich mir nicht erklären, aber eines war schon angebrochen und ich habe es geöffnet - und siehe da: da steckte ein kleines Würmchen drin!

    Tja - es handelt sich um (verschiedenfarbige!) Lehmnester der Orientalischen
    Mörtelwespe. Davon hab ich auch noch nicht gehört - faszinierend, was die Natur sich so alles ausgedacht hat

    Naja - ich hab dann mal noch n bisschen Aufmaß gemacht und damit ists dann auch erstmal gut gewesen für heute... Geht die Tage dann weiter, hoffentlich bekomme ich die Woche noch mein Gerüst.
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  • 2augen1nase
    antwortet
    @Lucius:

    @Oli: Das letzte Bild ist Scheiße.


    Ansonsten: Gestern hatte ich mal wieder Werkstatttag und da hab ich mal ein bisschen am Sturz weitergepickert...

    Heute gabs dann doch mal ein paar Stunden keinen Regen - also hab ich mal das eine Provisorium teilweise abgebaut und ein anderes Provisorium damit gebastelt. Bald kann ich drin wohnen...
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  • Lucius
    antwortet
    Zitat von Deistergeist
    Ich denke mal an die jüngeren User:
    Das hat Hamilton auch getan.

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  • Deistergeist
    antwortet
    Ich denke mal an die jüngeren User:



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  • oliver.bohm
    antwortet
    Deine Bilder machen David Hamilton Konkurrenz....

    .... nicht durch Auswahl hübscher Motive... eher was das Weichzeichnen angeht...

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Wie Sie sehen...

    ...sehen Sie nix. So wie man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, sieht man bei mir den Fortschritt vor lauter Gerüst nicht

    Sei es drum - gestern hat mir ein Kollege fix noch geholfen das Fenstergewände fertig einzubauen - und vorhin habe ich noch fix ein altes Fenster reingebastelt, was ich hier noch herumstehen hatte. Damit ist da erstmal "dicht" und eine "Nervecke" ist beseitigt.

    "Nervecke" weil: Das Loch habe ich damals trotz fertiger Gewände einfach mit einer Seekiefertafel zugemacht - weil ich ja nicht das neue Gewände unter den noch zu bearbeitenden Wandflächen haben wollte. Folge war: kein Licht im Treppenhaus und ein Konstrukt, was ich immer "umlaufen" musste.

    Also: wieder was abgehakt - und: Dach ist immer noch drauf und auch ansonsten alles heile - soweit ich das beurteilen kann.

    Mal sehen - am Wochenende müsste ich mich eigentlich mal um die fetten Löcher im Dach kümmern, die ich da neulich hinterlassen habe.


    Achja - es bleibt einem irgendwie auch nix erspart
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  • Sorgnix
    antwortet

    Ich bin auch froh
    Bei mir auf der Baustelle hat´s auch mächtig gestürmt - hier flog alles durch die Gegend ...

    Dann kann´s ja weitergehen!

    Viel Erfolg

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Tja - ich staunte ja nicht schlecht, als ich gestern (später am Abend) unter der Dusche stand und den Wind hörte, der da plötzlich aufkam...Bei uns im Hof flog selbst ein Stapel Gartenstühle weg und ich machte mir dann durchaus doch Sorgen.

    Ich bin also, nachdem sich der Sturm ein wenig gelegt hatte, nachts doch nochmal hingefahren - und das Dach war noch drauf

    Also hat es den Härtetest nun gleich überstanden - bin ziemlich froh darüber

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  • 2augen1nase
    antwortet
    @Sorgnix:

    Das Gerüst wurde von einem Gerüstbaumeister erstellt - sowas mache ich nicht im Alleingang und erst Recht nicht ohne mich vorher schlau zu machen.

    Tatsächlich hat das Kederdach mit dem Gerüst, was auf den Dächern steht keine ernsthafte Verbindung. Das Kederdach ist vielmehr an den Gerüsttürmen vor und hinter dem Treppenturm verankert und selbige Türme sowohl am sonst noch stehenden Gerüst (Straßenseite) sowie am Treppenturm selbst verankert - dort mit sogenannten Wand-Decken-Kupplungen, die durch die Wand gespindelt sind.

    ALLE Rahmen sind untereinander selbstverständlich zusätzlich mittels Fallsteckern verbunden und manche Verbindungspunkte sogar mit zusätzlichen Rohren überschraubt.


    Ich denke auch noch darüber nach, komplett einzuhausen. Da bin ich mir aber noch nicht ganz sicher. Es gibt leider nur ganz oder gar nicht - laut Herstellerangabe. Entweder ich lasse das segel so, oder ich hause rundherum alles ein - Teileinhausung geht nicht.

    Und stimmt - es sind auch hier in der Nacht Böen angesagt - ich bin gespannt ob das Dach morgen noch drauf ist, gehe aber mal davon aus. Ansonsten würde ich mir wohl viel Abbrucharbeit sparen - denn dann müsste es ja den ganzen Turm ausheben

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  • Sorgnix
    antwortet
    Hüstel ...
    Straf mich Lügen - aber ich glaube, das ist das erste Bild was Deine Hütte mal im Sonnenschein zeigt ...
    Sieht gleich freundlicher aus



    ... ich gehe davon aus, daß dieses "Dach" irgendwie gegen Wind/Sog gesichert ist??
    In der Fassade geankert?
    Ich seh das einfach nur auf dem Dach "stehen" ...
    So wie es aktuell hier bei mir in Franken stürmt ...

    Viel Eigengewicht bringt das Ding nicht mit ...

    anmahnenderweise
    Jörg

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  • 2augen1nase
    antwortet
    Tja...Notre Dame war allerdings in Modulgerüst gebaut. Wäre auch für die Situation eigentlich die bessere Wahl...

    Sei es drum - das Dach ist erstmal drauf. Ging dann heute doch besser als erwartet
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  • DaddyCool
    antwortet
    Zitat von oliver.bohm
    Notre Dame in klein...
    Ich weiß jetzt zumindest, woher die Franzosen die Pläne für den Wiederaufbau hatten...

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  • oliver.bohm
    antwortet
    Notre Dame in klein...

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